Elbe, Kilometertabelle

Verlauf der Elbe

Dieser Artikel behandelt Sehenswürdigkeiten und Schlafplätze entlang der Elbe. Eine ausführliche Flußbeschreibung (Fließgeschwindigkeit, Schleusenzeiten, Pegel, Gierfähren) findet man in der Gewässerbeschreibung. Gute Stellen zum Einsetzen sind bei den Einsetzstellen aufgelistet.

Die Elbe entspringt beim tschechischen Špindlerův Mlýn am Kamm des Riesengebirges, nahe der polnischen Grenze, fließt durch Deutschland und mündet bei Cuxhaven in die Watten der Nordsee. Der tschechische Name des Flusses ist “Labe”. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, daß sie zwei Namensschwestern hat:

  • die kleine Elbe, die beim nordhessischen Naumburg (!) entspringt und bei Fritzlar in die Eder mündet,
  • den Elbbach, der bei Westerburg (Rheinland-Pfalz) entspringt und bei Limburg in die Lahn mündet. Auch dieser Bach ist nicht paddelbar.

Mit 1.083,2 Kilometern Länge plus 42 km Wattenmeer-Fahrrinne ist die Elbe der vierzehntlängste Fluss Europas und gehört zu den 200 längsten Flüssen der Erde. Zunächst durchquert der Fluss in einem weiten Bogen auf 356,6 km das nördliche Tschechien (Böhmen), um dann auf 726,6 km durch Deutschland, u.a. durch Dresden, Magdeburg und Hamburg, zu fließen und schließlich bei Cuxhaven in die Nordsee zu münden. Während der deutschen Teilung bis 1990 war die Elbe zwischen Schnackenburg und Lauenburg auf 93,6 km Grenzfluss.

Sie bewältigt insgesamt 1.386 m Höhenunterschied, den Löwenanteil allerdings als Wildwasser auf den ersten 30 Gebirgskilometern des Oberlaufes. Zwischen Schmilka (118 m ü.NN) und der Schleuse Geesthacht (4 m ü.NN) besitzt die Elbe ein mittleres Gefälle von nur 19,5 cm pro km, jedoch mit größeren Schwankungen (was man am unterschiedlich starken Rauschen der Tonnen hören und manchmal auch am Niveau des Wasserspiegels sehen kann). Das Einzugsgebiet der Elbe beträgt 148.268 km².

Achtung! Ein großer Teil der Elbfähren arbeitet als Gierfähre. Unerfahrene Paddler verursachten an ihnen bereits Unfälle.
Wie man als Paddler Gierfähren gefahrlos passiert, ist hier beschrieben.

Der tschechische Teil der Elbe führt durch Zeckenbefallsgebiet. Näheres zum Erkrankungsrisiko durch Zeckenbiß und zum Schutz davor im Artikel Zecken.

Näheres zum Verkehr und zu den Übernachtungsmöglichkeiten in Tschechien findet man im Artikel Tschechien.

Den Freunden des Aufbaubieres zur Beachtung: Die zulässige Blutalkoholkonzentration auf dem Wasser beträgt genauso wie an Land 0,5 mg/g (BinSchStrO§1.02 Abs. 7, §1.03 Abs. 4, sowie SeeSchStrO §3, §61 Abs. 1). Die Wasserschutzpolizei kontrolliert mitunter.

 

Inhaltsverzeichnis

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Gewässerbeschreibung

Gliederung 

“Oberelbe” bezeichnet den Lauf der Elbe von der Quelle bis dorthin, wo ihr Tal nach dem Durchbruch durch die böhmischen Randgebirge endgültig den Mittelgebirgscharakter verliert.
Die Elbe entspringt im Riesengebirge (Krkonoše). Kurz hinter der Quelle befindet sich der Elbfall. Bei Mělník mündet die 440 km lange Moldau in die Elbe, die hinter Děčín die Tschechische Republik verläßt. Der tschechische Teil ist durch eine Vielzahl von Staustufen geprägt, die vor allem seit den 1950er-Jahren errichtet wurden.

Deutschland und Tschechien teilen die Elbe jeder nach eigenem System ein:

Die tschechische Elbe gliedert sich in:

  • Horní Labe (Obere Elbe) von der Quelle bis Pardubice
  • Střední Labe (Mittlere Elbe) von Pardubice bis zur Moldaumündung bei Mělník
  • Dolní Labe (Unterelbe) von der Moldaumündung bis zur tschechisch-deutschen Grenze
    Der bis 2009 gültige, merkwürdige Nullpunkt der Kilometerzählung inmitten des Flußverlaufes rührte daher, dass ursprünglich nur die Wasserstraße von Prag über die Moldau und weiter auf der Elbe ausgebaut war und die Regulierung der Elbe oberhalb Mělník erst viel später erfogte. Um nicht die althergebrachte Kilometrierung ab Mělník umwerfen zu müssen, entschloß man sich zu dieser Lösung.

Die deutsche Elbe wird je nach Nutzungszweck unterschiedlich gegliedert.
Die hydrographische Gliederung (1971) teilt die Elbe in:

  • Oberelbe von der deutsch-tschechischen Grenze bis zur Einmündung der Schwarzen Elster
  • Mittelelbe von der Einmündung der Schwarzen Elster bis zum Wehr Geesthacht, zusätzlich gegliedert in
    • die Obere Mittelelbe bis zur Havelmündung
    • die Untere Mittelelbe von der Havelmündung bis zum Stauwehr Geesthacht.

Unterhalb Lauenburgs schließt die 1957-60 errichtete Staustufe Geesthacht die Stromelbe von den Gezeiten ab. Elbabwärts herrschen Ebbe und Flut.

  • Tideelbe vom Wehr Geesthacht bis zur Leuchttonne Elbe, zusätzlich gegliedert in
    • die Obere Tideelbe vom Wehr Geesthacht bis zur Elbteilung an der Bunthäuser Spitze
    • das Hamburger Stromspaltungsgebiet von der Bunthäuser Spitze bis zum Zusammenfluß der beiden Arme bei Altona
    • die Unterelbe vom Elbtrichter ab Köhlbrand bis zur Seegrenze an der Kugelbake Cuxhaven
    • die Außenelbe im Wattenmeer von der Kugelbake Cuxhaven bis zur “Leuchttonne Elbe”, dem Ansteuerungsfeuer der Elbmündung

Wassermenge

Der mittlere Jahresabfluß liegt

  • an der Moldaumündung bei 102 m³/s,
  • bei Schmilka an der tschechisch-deutschen Grenze 315 m³/s,
  • bei Neu-Darchau (Niedersachsen, km 536,4) schon 877 m³/s
  • und an der Grenze zur Nordsee (Cuxhaven-Kugelbake, km 727,7) auch 877 m³/s.

Im Frühjahr (Dezember bis April) führt die Elbe oft Hochwasser, am häufigsten zwischen Mitte März und Mitte April; im Juni/Juli beginnt der Pegel zu sinken. Zwischen August und Oktober herrscht normalerweise Niedrigwasser, das in trockenen Jahren so tief stehen kann, daß die Schiffahrt eingestellt werden muß. Allerdings ist dieser Rhythmus wetterlagenabhängig. Für hohe Sommerpegel sorgen u.a. die sogenannten V-b-Tiefs, die starke Regenfälle mit sich bringen und häufig für Überschwemmungen tschechischer und ostdeutscher Flüsse sorgen. Das bislang letzte schwere Elbehochwasser im August 2002 entstand durch diese Wetterlage.

Regulierung

Der deutsche Abschnitt wurde 1844-1910, der tschechische 1904-1976 mit Deichen, Uferdämmen und Buhnen reguliert und das bis dahin wandernde Flussbett in der heutigen Form festgelegt. Die tschechische Elbe trägt seitdem zahlreiche Wasserhindernisse:

2 Talsperren,
24 Staustufen mit Schleusen und
27 weitere Wehre und Sohlschwellen, insgesamt
53 Querbauwerke.

Ab dem tschechischen Hafen Chvaletice (km 937.9/100.5, zwischen Přelouč und Kolin gelegen) ist die Elbe schiffbar. Während die tschechische Wasserstraße bis Ústí nad Labem durch 24 Schleusen reguliert wird (und oberhalb noch zahlreiche weitere Wehre hat), besitzt der deutsche Abschnitt nur eine Staustufe bei Geesthacht, die neben der Sturmflutabwehr die Tide begrenzen soll.

Der deutsche Anteil beginnt an der deutsch-tschechischen Grenze südlich von Schöna (Sachsen) mit dem deutschen km 0 und endet im Wattenmeer der Nordsee mit dem deutschen km 769,4. Die Fahrrinne ist zwischen km 0 und km 121 mit Tonnen gekennzeichnet, ab km 121 (am Beginn der Landesgrenze Brandenburgs, unterhalb von Strehla bei Riesa) durch Stangen mit Peilzeichen am Ufer.

Geschwindigkeit

Sportpaddlern traut Dundak (2002) “bei vernünftigem Wetter” 60-100 km Tagesleistung zu, was auf 4-5 Paddeltage bis Magdeburg hinausläuft. Durchschnittlich trainierte Reisepaddler können bei schwachem Wind durchaus Strecken von 50-60 km pro Tag zurücklegen, doch sollten dem Wochenmittel wegen Regen, Gegenwind und Rasttagen nur 30-40 km Tagesplanung zugrundeliegen. Durchschnitts- und Besichtigungspaddler rechnen daher besser 7-8 Paddeltage für diese Strecke.

Die mittlere Strömungsgeschwindigkeit beträgt:

  • in der Sächsischen Schweiz 4,5-5 km/h (Keller, 1922)
  • um Dresden bis 5,5 km/h
  • im Flachland um 3 km/h

und ist stark abhängig vom Wasserstand: je höher der Pegel steht, desto schneller fließt die Elbe.
Für Dresden nennt Adam (2001) folgende Werte der mittleren Fließgeschwindigkeit:

  • Pegel 100 cm = 3,6 km/h
  • Pegel 240 cm = 4,4 km/h
  • Pegel 300 cm = 4,6 km/h
  • Pegel 410 cm = 5,4 km/h
  • Pegel 550 cm = 6,1 km/h
  • Pegel 750 cm = 6,7 km/h
  • Pegel 800 cm = 7,2 km/h

Laut Faulhaber (2000) fließt die Elbe zwischen Mühlberg und Coswig/Anhalt:

  • bei Normalpegel mit 3,0-3,2 km/h im Stromstrich
  • bei NW 1-2 km/h
  • bei HWr 4-5 km/h.

Bekannt für hohe Strömungsgeschwindigkeiten sind die Fahrwasserengen in Magdeburg. Im Extremfall werden dort mehr als 8 km/h gemessen.” (Beschreibung “Blaues Band”).

Von Magdeburgs bis zur Mündung des Gnevsdorfer Vorfluters beschreibt Faulhaber (2000):

  • bei Normalpegel 2,7 km/h
  • bei HW 3-4 km/h

als sportlicher Paddler braucht man für die Strecke Magdeburg-Geesthacht 4-5 Paddeltage, sonst 5-6 Tage, mit den sehr lohnenswerten Besichtigungen und Ausflügen entsprechend mehr.

Von Dömitz bis Hitzacker beträgt die Geschwindigkeit:

  • bei Normalpegel 1,5-2 km/h
  • bei HW 2,5 km/h

Bei starkem Gegenwind sind hier schon Paddler stromaufwärts getrieben worden!
Zwischen Hitzacker und Bleckede steigt die mittlere Fließgeschwindigkeit wieder auf 2-2,3 km/h an, um mit Erreichen des Geesthachter Staus ab Boizenburg zu verebben (Faulhaber, 2000).

Schiffsverkehr

Der Schiffsverkehr auf der Elbe schwächte sich nach 1990 deutlich ab und beträgt derzeit nur 4 % des deutschen Binnenschiffsverkehrs (gegenüber einem Anteil von 85 % auf dem Rhein). Auch die tschechische Binnenschifffahrt ist davon betroffen, zumal die tschechische Binnenreederei 2001 Konkurs anmelden mußte. Ein Ausbau über laufende Instandhaltungsmaßnahmen hinaus erscheint momentan nicht sinnvoll. Das schwere Hochwasser 2002 ließ die Verantwortlichen sogar über Rückbaumaßnahmen nachdenken; allerdings wurden solche Pläne kaum umgesetzt, da der Druck der Wirtschaft stark bleibt und das föderalistische Denken überregionale Planungen im Keim erstickt.

Zwischen der Sächsischen Schweiz und Dresden trifft man auf spürbaren Ausflugsverkehr, jedoch ist auch dieser weitaus geringer als der des Rheins oder der Berliner Gewässer. Unterhalb Dresdens verkehren ~5-10 Fracht- und Passagierschiffe pro Tag. Nutzt man die Innenkurven, bilden selbst Schubverbände keine Gefahr, weil die Fahrrinne längs der Außenkurve verläuft und die Frachter oft hart am Ufer fahren. Dennoch sollte man sich beim Paddeln, gerade auf kurvigen Strecken, immer wieder umsehen. Stromauf fahrende Schiffe lassen einem viel Zeit zum Reagieren.
Achtung: Stromab fahrende Schiffe nähern sich enorm schnell von hinten und sind, da mit geringer Motorkraft laufend, kaum vorher zu hören!

Schadstoffbelastung

Die Schadstoffbelastung war in den 1960er bis 1980er Jahren sehr hoch: Die Elbe trug weißen Schaum, und die Sandbänke waren von einem schwärzlichen Film überzogen. Das altersschwache Klärwerk Dresden-Kaditz z.B. sollte bereits saniert werden, als es nach einer Havarie im Januar 1987 komplett ausfiel. Bis zur Inbetriebnahme der neuen Anlagen im November 1991 liefen die Abwässer ganz Dresdens ungeklärt in die Elbe. Auch Hamburg erhielt erst 1983 ein modernes Klärwerk, bis dahin machte es die Millionenmetropole genau wie ihre Partnerstadt in Sachsen.
In der 90er Jahren besserte sich der Zustand rasch: Wurde die Elbe 1990 von Heidenau bis Meißen mit der Güteklasse IV (übermäßig verschmutzt), von Meißen bis Belgern mit III-IV (stark verschmutzt), auf dem Rest des Laufes mit III (stark verschmutzt) eingestuft, erhielt der Fluss im Jahre 2000 weithin die Stufe II (mäßig belastet) und war damit der Güte des Rheins gleichgestellt. In den Augen vieler Naturfreunde gilt er insbesondere im Mittellauf für einen mitteleuropäischen Fluss als relativ naturnah, was sich vor allem, verglichen mit dem Rhein, auf den geringen Ausbauzustand bezieht. Die Verbesserung der Wasserqualität nach 1990 geht nicht nur auf die ökologischen Bestrebungen der Bundesrepublik zurück (Bau von Kläranlagen), sondern vor allem auf den Zusammenbruch der ostdeutschen Industrie.

Die verbesserte Wasserqualität hat auch Nachteile für Paddler: Im Winter trägt die Elbe wieder Treibeis; rund um das Flutwehr Pretzien (Altarm bei km 300) werden die Leitungsmasten sogar durch neue Eisabweiser geschützt.

Dennoch bleiben Altlasten in Form von Zink-, Arsen-, Nickel-, Blei- und Kadmiumverbindungen, die als Sulfide gebunden am Flußgrund lagern und noch viele Jahre ins Wasser abgegeben werden können. Auch die Qualität des fließenden Wassers unterhalb der Städte ist nur mäßig. Im Mai 2009 trieben an manchen Stellen graue Flocken auf dem Wasser, und so roch es örtlich auch. Nach der Befahrung des Abschnitts Lovosice – Magdeburg 2009 trug die Bootshaut einen zähen grauen Film an der Wasserlinie.

Die Strömung bei normalem Wasserstande ist zwischen Lobositz und Dresden 4,5 bis 5 km, von Dresden bis Magdeburg etwa 4,5 km und von Magdeburg bis Lauenburg 2,5 bis 4 km in der Stunde.” (Keller, 1922)

Kilometertabelle

Diese Beschreibung enthält:

  • die tschechischen Zeltplätze zwischen Litomeřice und der Grenze,
  • die deutschen DKV-Kanustationen,
  • die Rastplätze des “Blauen Bandes” in Sachsen-Anhalt,
  • die im Jübermann “Mecklenburg-Vorpommern” verzeichneten Schlafplätze zwischen Magdeburg und Lauenburg,
  • die ufernahen Bahnhöfe entlang des deutschen Abschnitts (Stand 2009),
  • die Zelt- und Anlegeverbote gemäß den Jübermann-Karten (Stand 2006/07).
    Die Zelt- und Anlegeverbote differieren von Autor zu Autor und sind in der Natur nicht immer gekennzeichnet.
    Bitte immer mit den aktuellen Informationen des DKV und von Jübermann abgleichen. Nach einer Befahrung bitte aktuelle Änderungen im Text ergänzen!

Die Kilometerangaben zwischen Lovosice (CZ) und Magdeburg entsprechen den am Ufer stehenden Tafeln. Die deutschen Werte wurden im April/Mai 2009 bei einer Paddeltour aufgenommen. Die neue, seit 2009 gültige tschechische Kilometrierung wurde im August und im Oktober 2012 zwischen Melnik und der deutsch-tschechischen Grenze abgefahren und nach den vor Ort befindlichen Kilometerschildern protokolliert. Der oberhalb Melnik liegende Bereich trägt korrekte Werte nur für die Schleusen. Zu beachten ist dabei, daß die an den Schleusen angeschriebenen Kilometerwerte (auf denen diese Tabelle beruht) nicht einmal immer mit den offiziell verkündeten Werten übereinstimmen. Ergänzungen für weitere Punkte können gern zugemeldet werden! – Die Telefonnummern und Öffnungszeiten entsprechen dem Stand 2009.

Wer Abweichungen zu dieser Beschreibung feststellt, schreibe sie bitte ins Faltbootforum, melde sie Günter Eck, dem DKV-Führer-Verantwortlichen, oder baue sie selber in diesen Artikel ein. Deine Nach-Paddler danken Dir!

Neue Kilometer an der Elbe 

Zunächst etwas zur Geschichte. Nach Einführung des internationalen Meterabkommens im Jahre 1874 wurde 1885 eine “Vereinskarte der Elbe” mit Entfernungsangaben in Meter bzw. Kilometer zum gültigen Dokument der Schifffahrt erklärt. Darin wurden als Nullpunkte der Schifffahrtskilometrierung die Mündung der Moldau in die Elbe bei Melnik und die sächsisch-böhmische Grenze festgelegt. Daraus ergaben sich folgende Einteilungen für die Schifffahrtskilometer:

  • Deutschland, Zählung stromabwärts:
    • von Kilometer 0 Landesgrenze (linkes Ufer, Gelobtbachmühle) bis Kilometer 727,7 Cuxhaven (Kugelbake, Seegrenze)
  • Böhmen, Zählung stromabwärts:
    • von Kilometer 0 (Moldaumündung bei Melnik) bis Kilometer 109,2 Landesgrenze (rechtes Ufer, oberh. Schmilka)
    • Böhmen, Zählung stromaufwärts: von Kilometer 0 (Moldaumündung bei Melnik) bis Kilometer 152,5 Opatovice n.L.

Diese Angaben sind auf den bekannten Schifffahrtstafeln, schwarze Schrift auf weißem Grund bei ganzen Kilometern, zu finden. Auch in den Wasserwanderführern und Wasserwanderkarten für die Sportboote sind diese Kilometerangaben vorhanden.

Nun das Neue. Auf unserer Elbewanderfahrt im letzten Jahr sahen wir im tschechischen Teil der Elbe neue Kilometertafeln. Es waren aber keine erneuerten Kilometerangaben, sondern völlig andere. Bisher war an der Moldaumündung bei Melnik der Kilometer Null und an der sächsisch-böhmischen Grenze an der Gelobtbachmühle die Angabe 105,8 km. Die alte Angabe war unkenntlich gemacht. Nun steht an der Gelobtbachmühle der Elbkilometer 730, die Gierseilfähre in Niedergrund befindet sich am Elbkilometer 732, Tetschen liegt am Elbkilometer 741 und so weiter und so weiter. Die Unterteilung der Elbkilometer erfolgt durch kleine 100-m-Tafeln, die halben Kilometer werden durch die volle Angabe (z .B. 741,5) bezeichnet. Die Zahl 730 an der Gelobtbachmühle lässt die neue Zählweise ahnen. Man hat es als notwendig erachtet, die Elbe “umzukilometrieren”. Der Elbnullkilometer soll von Melnik bzw. der tschechisch-deutschen Grenze nach Cuxhaven versetzt werden. Um Klarheit zu schaffen, bat ich das Wasser- und Schifffahrtsamt Dresden um Auskunft, welche dankenswerterweise auch umgehend eintraf. Die Idee, die Elbe “umzukilometrieren”, geht von der IKSE aus, der Internationalen Kommission zum Schutz der Elbe. In der Tschechischen Republik sind die zur Umkilometrierung erforderlichen Arbeiten, wie wir bei der Wanderfahrt selbst sahen, im Gange und sollen voraussichtlich 2010 beendet werden. Damit entfällt auch der Kilometer Null bei Melnik. Dort müsste dann der Elbkilometer 835,8 stehen, oberhalb Melniks erfolgt die Weiterzählung. Auf deutschem Gebiet ist nach Aussage des WSA Dresden aus Kostengründen derzeit noch nicht mit einer Umstellung zu rechnen. Die Finanzkrise hat also auch ihre guten Seiten. Außer der Aufstellung neuer Kilometertafeln müssten dann auch die Wasserwanderkarten geändert werden. Das würde den Wassersportlern zusätzliche Arbeit und Kosten verursachen. Hoffen wir, dass die Karten für den deutschen Teil der Elbe noch lange brauchbar bleiben. Kartenmaterial für den umkilometrierten tschechischen Teil der Elbe liegt nach Auskunft des Wasser- und Schifffahrtsamtes noch nicht vor. (Im Originalartikel folgt hier die neue Kilometrierung der tschechischen Schleusen.) Bis neues Kartenmaterial vorliegt, wird es etwas schwieriger, sich auf der Elbe in Tschechien zu orientieren. Aber die Freude, mit dem Ruderboot Land und Leute in Böhmen zu erleben, werden wir uns dadurch nicht nehmen lassen.

Zusatz des Bearbeiters: Die tschechischen Unterlagen differieren derzeit noch in der Angabe der genauen Kilometerwerte (Schleusen!) In der vorliegenden Liste wurden für die oberhalb von Mělník liegenden Punkte die Angaben der “amtlichen” Liste http://www.pla.cz/planet/projects/akmekmLabe/vybraneobjekty.htm angegeben, für die unterhalb von Mělník liegenden Punkte die am Ufer vermarkten bzw. an den Toren der Schleusen stehenden km-Zahlen. Wer die Elbe oberhalb von Mělník befährt, wird um Notierung der dort vorgefundenen Werte gebeten. – Auf dieser Seite kann man sich die alten Kilometerzahlen in neue “übersetzen” lassen.

Quellen zum Artikel 

Dieses Kapitel basiert auf dem Artikel Neue Kilometer an der Elbe aus dem Gewässerkatalog des Deutschen Ruderverbandes. Seine Übernahme ins Faltbootwiki wurde am 16. 4. 2012 vom Bearbeiter, Rolf Huber vom Meißner Ruderclub “Neptun” 1882, und von Dr. Wolfgang Krutzke vom Rostocker Ruderclub von 1885 e. V., freundlichst genehmigt, wofür wir herzlich danken.

Tschechische Elbe

Horní Labe – tschechische Obere Elbe

  • km 1083,2 – Staumauer “Labská přehrada” (Krausebauden-Talsperre) 3 km unterhalb von Špindlerův Mlýn (Spindlermühle), hier beginnt traditionell die Elbkilometrierung. Die folgende Wildwasserstrecke bis Hostinné wird in den Artikeln Nichts für WW-Neulinge… (Belz 1974) und Flüsse im Riesengebirge (Erfurth 1987) charakterisiert und ist hier nur der Kilometrierung halber erwähnt. “Die sogenannte ‘Elbpressung’ (Labská Soutěska) … ist ein kerniger Wucht III-IV mit einer Kernstelle darüber. … Die Bilder 1-3 unter www.raft.cz geben einen guten Einblick. Gesamtlänge der Strecke max. 9 km.” Zitat Dundak im Dundak-Forum am 15.5. 2008
  • km 1.075,9 – █ × Herlíkovice – u úpravny vod
  • km 1.074,9 – █ ×, Herlíkovice I
  • km 1.073,6 – █ ×Vrchlabí, TESLA
  • km 1.072,0 – █ ×, Vrchlabí, Vodog   ۩   Schloß (16. Jh.); Klostergebäude des 18. Jh., jetzt Museum. “Die ‘Rote Schlucht’ (wegen der roten Felsen am Ufer und am Flussgrund) erstreckt sich zwischen Vrchlabí und Hostinné über 13 km und geht bis max. II+. Sie bietet aber unterwegs sehr schöne Spielstellen und macht einfach Spaß.” Zitat Dundak im Dundak-Forum am 15.5. 2008
  • km 1.071,0 – █ ×, Vrchlabí, Labit
  • km 1.069,3 – █ ×, Vrchlabí-Škoda
  • km 1.068,1 – █ ×, Vrchlabí, Harta
  • km 1.066,5 – █ ×Dolní Branná
  • km 1.065,5 – █ ×Kunčice nad Labem
  • km 1.061,8 – █ ×Klášterská Lhota
  • km 1.058,3 – █ ×Prosečné – policie
  • km 1.056,2 – █ ×, Hostinné (Arnau) – Labský Mlýn
  • km 1.054,2 – █ ×, Hostinné. Ab hier hat die Elbe weitgehend Zahmwasser und gilt als Wanderfluß.   ۩ Marktplatz mit alten Laubenhäusern und frühgotischer Pfarrkirche. Museum antiker Kunst mit Gipsabgüssen berühmter altgriechischer und römischer Skulpturen.
  • km 1.051,3 – █ ×Vestřev (Neustadt).
  • km 1.048,8 – █ ×Debrné (Oels-Döberney). Die Elbe tritt hier in das Böhmische Becken ein.
  • km 1.041,4 – Staudamm und Wasserkraftwerk Les Království. Die Gewichtsstaumauer, Reaktion auf die Jahrhundertflut 1897, war bei ihrer Einweihung 1920 die größte der Tschechoslowakei und staut die Elbe auf 5,1 km (Techn. Denkmal).
  • km 1.035,1 – █ ×, Dvůr Králové-Teplárna,   ۩   Altstadt aus Renaissance- und Barockhäusern; Textilmuseum;
    einer der größten Zoos Europas (Safaripark mit Herden afrikanischer Steppentiere).
  • km 1.030,1 – █ ×Žireč (Schurz).   ۩   Barocke Jesuitenresidenz mit Schloß und Kirche.
  • km 1.025,1 – < ۩ Kuks (Kukus), barockes Badeort-Ensemble des 18. Jh (mit eigenem Weinberg), eindrucksvoller Anblick vom Fluß aus! Einmalig ist die Apotheke mit der originalen Einrichtung der 1. Hälfte des 18. Jh. In der Umgebung viele Sandsteinbrüche, deren Stein von Bildhauern sehr begehrt ist.
  • km 1.021,2 – █ ×Heřmanice
  • km 1.016,7 – █ ×Jaroměř – JUTA
  • km 1.016,3 – █ ×, Jaroměř I (Jaroměř)
    > ۩ Altstadt mit Marktplatz aus Renaissance- und Barockhäusern
    < ۩ fast vollständig erhaltene Festung Josefov (1780) mit klassizistischem Stadtensemble, Besuch lohnt!
  • km 1.015,5 – █ ×, Jaroměř II – Podkostelní. Paddelsport.de bemängelte die Wasserqualität in Stadtnähe.
    ╠ Úpa (Aupa), im Frühjahr ab Náchod auf etwa 17 km als Zahmwasser befahrbar.
    ╠ Metuje (Mettau), bei günstigem Wasserstand ab Teplice nad Metuji auf etwa 65 km als Zahmwasser befahrbar (zwischen Náchod und Nové Město nad Metuji das Durchbruchstal “Peklo u Nového Města nad Metují” mit Stromschnellen, als Reservat evtl. gesperrt). Ab Nové Město nad Metuji 20 km Zahmwasser.
  • km 1.006,9 – █ ×Smiřice (Smiřitz), 9 m hoch. <┐ links umtragen. Die höchste Staustufe der Elbe, 1930-36 erbaut, sollte mit ihrem riesigen, z.T. über dem Niveau der Landschaft liegenden Stauraum die Wasserversorgung des damals begonnenen Donau-Elbe-Oder-Kanals sichern. Der Plan einer Verbindung dieser Stromsysteme stand zeitweise so hoch im Kurs, daß er um 1970 sogar in den wasserwirtschaftlichen Generalplan der ČSSR aufgenommen wurde. Das Kanalsystem hätte die Wasserverbindung von Nord- und Ostsee zum Schwarzen Meer hergestellt und, wäre der Gleiwitzer bzw. Klodnitzkanal ausgebaut worden, auch das Stromsystem der Weichsel angebunden. Kraftwerke an den Staustufen hätten zusätzlich Energie produziert. Die Umlenkung der Warenströme nach dem 2. Weltkrieg und der Geldmangel des Sozialismus verhinderten später dessen Weiterbau. Planungen für die Wasserstraße werden nach wie vor diskutiert. Problematisch dabei ist, daß dieser Wasserweg nur rentabel wäre, wenn man ihn für die 1350 Tonnen fassenden Europaschiffe ausbauen würde. Allerdings haben weder die Elbe noch die Oder und erst recht nicht die Weichsel Fahrwasserverhältnisse für diese Schiffsgröße. Zu den Kosten der Kanalverbindungen käme also die milliardenschwere Regulierung der Flüsse hinzu, die vor allem an der Elbe mit ihrer geringen Wasserführung und dem schwachem Gefälle aufwendig wäre. Sie würde entweder, wie hier zu sehen, enorme Erdarbeiten erfordern oder das fruchtbare, dicht bewohnte Böhmische Becken in eine Stauseekette verwandeln. Auch die Vereisung von Kanälen und Schleusen im Winter, die monatelange Stillstandszeiten verursacht, steht der Effizienz entgegen. So ist es bis heute nicht zu einem weiteren Ausbau gekommen. Nur das Kraftwerk der Staustufe erzeugt heute 1,9 GWh Energie.
    ۩   Barockschloß aus der 2. Hälfte des 17. Jh., um 1870 umgestaltet, mit Park. Die barocke Schlosskapelle hat eine ausgezeichnete Akustik (Konzertabende).
  • km 999,5 – █ ×Předměřice (Predmeritz an der Elbe), <┐ links umtragen.
    Am rechten Ufer bis hin nach Hradec Králové spielte sich 1866 das Drama der Schlacht bei Königgrätz ab, die die politische Gestalt Europas bis 1914 festlegen sollte.
  • km 993,7 – █ × Wasserkraftwerk Hučák (= Hradec Králové = Königgrätz)
    ۩   ehem. Festung, die barocke Altstadt ist vollständig erhalten! Geschichts- und Naturkundemuseum. Im August Folklorefestival mit Festumzug. Die Elbe im Stadtgebiet wurde schon 1907-1909 reguliert, um die Stadt vor Hochwasser zu schützen. Aus dieser Zeit stammt das Segmentwehr am Zusammenfluß von Orlice und Elbe im Stadtpark, dessen Wasserkraft zum Betrieb des städtischen Kraftwerks genutzt wird (drei 270-kW-Turbinen, techn. Denkmal).
    ╠ Orlice (die Adler), bei günstigem Wasserstand ab Vamberk oder Záměl auf etwa 55 km als Zahmwasser befahrbar.
    Zur Weiterfahrt notiert ein Paddler: “Hohe Ufer, mit Weiden und Erlen bewachsen, versperrten etwas die Sicht. Dafür sieht und hört man eine Unmenge Fasanen. So viele Spatzen bekomme ich nicht jeden Tag zu sehen wie dort diese Vögel. Je breiter dieses Flüßchen wurde, desto mehr Steine tauchten aus dem flachen Wasser auf. Keine leichte Aufgabe, mit dem vollen Boot Slalom zu fahren.” (REICHEL 1974)
  • km 987,9 (km 152,5) – ehem. [ ] Opatovice nad Labem (Opatowitz) mit 2,70 m Fallhöhe. Die zwei Bootsrutschen sind bei Niedrigwasser nicht befahrbar; umständlich links umtragen. Das Wehr (1787) ist ein techn. Denkmal.
    Nahe des Bahnhofs, 300 m von der Elbe entfernt, eine Kiesgrube mit klarem Wasser und dem offiziellen FKK-Strand von Pardubice (Kiosk). Weithin sichtbares Kohlekraftwerk.
    ۩ gotische Kirche (14.Jh.); Ruinen eines im 11. Jh. gegründeten Klosters.
    Die nächsten 8 km waren schwierig zu fahren. Durch die lange Trockenheit herrschte … starker Wassermangel. Geröllbänke, Steine und nochmals Steine; und dauernd Grundberührungen – ich mußte an den Dunajec denken. … Keine leichte Aufgabe, mit dem vollen Boot Slalom zu fahren.” (REICHEL 1974)
    Interessant an dieser Stelle ist jedoch ein anderer Fakt: vor dem Wehr rechts kann man in den Opatovický kanál übersetzen. Dieser zwischen 32 und 34 km lange Kanal (hier sind sich die Publikationen nicht einig) wurde 1498 bis 1521 erbaut, ist 1,5 bis 5 m breit und diente der Wasserzuführung von Teichen, die zur Fischzucht genutzt wurden. Der Kanal führt durch Wiesen und Wälder und hat sich inzwischen optimal in die Natur integriert. Er ist bepaddelbar, allerdings mit Hindernissen, die des öfteren ein Umtragen erfordern. Der Kanal erreicht die Labe wieder bei km 945 (alt 110) bei Semín. Hier ist ein letztes Umtragen notwendig.” Zitat www.paddelsport.de
  • ca. km 975 – ╠ Loučná (Lautschna), bei günstigem Wasserstand auf 60 km ab Litomyšl, immer auf 20 km ab Uhersko befahrbar.
  • km 965,3 – kurz vor der Schleuse Pardubice ╠ Chrudimka (Chrudimka), ab Chrudim auf 20 km befahrbar.
  • km 967,4 (km 130,8) – [ ] Pardubice (Pardubitz), ggf. <┐ links umtragen, da sie (Stand 2009) nur arbeitet, wenn die Stadtfähre hindurchfährt. Die Schleuse steht auch in der tschechischen Wikipedia.
    In Pardubice gibt es einen Kajak- und einen Ruderverein. Der Funkturm zeigt schon von Weitem das Zentrum der Stadt an.   ۩   vollständig erhaltene Altstadt der Renaissance! “Ostböhmisches Museum” (Naturkunde, Geschichte, Volkskunde, Waffen) und Ostböhmische Galerie im Schloß. Der Počápelský kanal “Halda”, ein 1565-67 erbauter Entwässerungskanal, zweigt vom Churimka-Bach östlich des Schlosses ab und führt zur Elbe hin (techn. Denkmal).


Střední Labe – tschechische Mittlere Elbe

  • km 967,4 (km 130,8) – [ ] Pardubice (Pardubitz), ggf. <┐ links umtragen. Die Schleuse steht auch in der tschechischen Wikipedia.
    In Pardubice gibt es einen Kajak- und einen Ruderverein. Der Funkturm zeigt schon von Weitem das Zentrum der Stadt an.   ۩   vollständig erhaltene Altstadt der Renaissance! “Ostböhmisches Museum” (Naturkunde, Geschichte, Volkskunde, Waffen) und Ostböhmische Galerie im Schloß. Der Počápelský kanal “Halda”, ein 1565-67 erbauter Entwässerungskanal, zweigt vom Churimka-Bach östlich des Schlosses ab und führt zur Elbe hin (techn. Denkmal). Verkehrsexperten können das System der O-Bus-Linien bestaunen.
    Im Norden und Nordwesten der Stadt große Saatkrähen- und Dohlenkolonien.
  • km 960,8 (km 124,2) – [ ] Srnojedy. “Die alte Schleuse bei Srnojedy muß umtragen werden. Am besten geht das über die Mittelmole, da die Ufer sehr schlecht zugänglich sind.” (REICHEL 1974) (Stimmt das noch?) LEHMANN (2010) trug anders um: “Es geht (vom Schleusengrundstück) durch das Tor hinaus, einen Feldweg entlang, durch ein Kornfeld, in einen Wald hinein und dann noch einen steilen Weg hinunter.”
    Ab jetzt vermindern die dauernden Staustufen die Strömung.
  • km 954,6 (km 118,0) – )( Valy u Přelouče (Walle) – Mělice (Meilitz)
    > Hinter dem rechtselbischen Dorf Mělice liegen mehrere Kiesgrubenseen mit klarem Wasser, die als FKK-Badestrände genutzt werden. LEHMANN (2010) zeltete hier (Entfernung zur Elbe 1000 m).
  • km 951,2 (km 114,6) – [ ] Přelouč (Přelouč), lag 2006 (ebenso wie 2010) trocken (umtragen). “Vor dem Wehr ist ca. 200 m links anzulegen. Man kann das Boot über einen Fabrikhof, eine Straße und Wiesenwege gut transportieren (Bootswagen), Umtragestrecke ca. 400 m. Das Einsetzen am steilen Ufer ist allein recht schwierig.” (REICHEL 1974) (Stimmt das noch?)
    ۩ Barocke Stadtkirche; Volkskunst- und Perlmutthandwerks-Museum.

    ACHTUNG: In der nächsten Flußbiegung beginnt eine starke, verblockte Schwallstrecke. Spritzdecke schließen! Mitten in den Schwällen lauert eine ▄ Sohlschwelle aus Beton! Länge der Schwallstrecke lt. LEHMANN (2010) 2-3 km. Auf den schwierigsten 500 m ist Umtragen möglich, gutes Aussetzen im Oberwasser.
    Die Schiffbarmachung der Elbe von Chvaletice bis nach Pardubice hinauf ist seit Jahrzehnten geplant, wird aber selbst in der tschechischen Wikipediakontrovers diskutiert.

  • km 943,2 (km 105,9) – )(
    > ۩ Kladruby nad Labem (Kladrub), eines der ältesten Gestüte Europas (gegr. im 16. Jh.)
    Řečany nad Labem, romanische Kirche von 1165.
    Ruderer entdeckten am km 944,1 (106,8) eine Gaststätte, “die Multifunktionscharakter hat, Billard, Disco, Beisl usw. Wir wurden trotz der späten Stunde gut verpflegt, auch ein Frühstück bekamen wir am nächsten Morgen.” (Zitat www.werow.com)
  • km 937,9 (km 100,5) – Stichkanal zum Wärmekraftwerk Chvaletice (1977) (Chwaletitz), für dessen Versorgung die Elbe bis hierher schiffbar gemacht wurde. Bis 1995 wurden jährlich 4 Mill. Tonnen Kohle vom Kohlehafen Lovosice hierher verschifft. –   ۩   In der Hafenwerft liegt seit 2005 der Heckradschlepper “KAMYK”, Bj. 1958, ein speziell für die Elbe konstruierter Schiffstyp. Zusammen mit dem 2013 restaurierten, noch fahrenden Elbschlepper “Beskydy” und dem im Berliner Museumshafen liegenden “Tabor” zählt der “Kamyk” zu den letzten tschechischen (europäischen?) Heckradschleppschiffen. (Vor dem Aufkommen der Schubschifffahrt in den 1970er Jahren war diese Bauweise auf schmalen, flachen Strömen wie der Elbe das Mittel der Wahl.) Der Clou dieses Typs bestand darin, daß der Antrieb zwar, wie üblich, im Heck lag, der Motor aber im Bug, so daß das Schiff gleichmäßig austariert im Wasser lag und auch bei sommerlichen Niedrigpegeln keine Grundberührung hatte. Um 1996 zum Filmschiff umgebaut, dämmert der Veteran seit 2005 einer ungewissen Zukunft entgegen.
  • ca. km 936 – am rechten Ufer, gegenüber dem Dorf Kojice, Reservat “Týnecké mokřiny”, Feuchtwiesen im Überflutungsbereich mit seltener Flora und Rotbauchunken.
  • km 932,7 (km 95,2) – [ ] Týnec nad Labem (Elbeteinitz). Im Unterwasser der Schleuse Marina am rechten Ufer. “Krafthaus geht ins Altwasser, haben beim Übertragen direkt unter dem Krafthaus eingesetzt.” (Zitat werow.com mit Bild des Unterwassers, aufgenommen vor 2009)
    < ۩ Záboří nad Labem, romanische Kirche mit reich verziertem Portal (um 1200, 2. Hälfte 17. Jh. umgebaut).
  • ca. km 930 – ╠ Doubrava, ab Ronov nad Doubravou auf ca. 33 km befahrbar.
  • km 929,2 (km 91,7) – [ ] Veletov (Welletau). Ruderern gelang es, “einen Schleusenwärter aufzutreiben, bei den nachfolgenden Schleusen waren wir somit gleich angekündigt und wir wurden in der Folge überall problemlos geschleust.” (Zitat www.werow.com)
    ╣ Direkt davor führt der Altarm Černá strouha (≈) nach links, um nach Durchqueren des Dorfes Starý Kolín (Mühlen-█) und vielen Windungen wieder zur Elbe zurückzukehren.
    Die Landschaft bis hierher ist vergleichbar mit der unteren Peene ab Demmin; Wiesen, Felder, Weiden, kaum größere Dörfer oder Marktflecken säumen die Ufer.” (REICHEL 1974)
  • km 920,6 (km 83,2) – [ ] Kolín (Kolin)
    ۩ Altstadt erhalten. Das Schiff der Stadtkirche stammt aus der 2. Hälfte des 13. Jh, später baute auch Peter Parler daran. Im Stadtteil Zálabí einer der ältesten jüdischen Friedhöfe Böhmens. Literaturgeschichtliches Museum (der Komponist František Kmoch (1848-1912) lebte hier) mit archäologischer Sammlung. Jeden Juni internationales Blasmusikfestival “Kmochův Kolín”! – Das alte, sich in der Elbe spiegelnde ESSO-Kraftwerk (Architekt J. Fragner) atmet noch als Ruine den Geist der tschechischen Architektur der 30er Jahre, die Kraft und Eleganz der modernen Zeit auch in Industriebauten ausstrahlte (techn. Denkmal).
  • km 916,5 (km 79,2) – [ ] und Wasserkraftwerk Klavary. “Das Schleusen funktionierte jetzt problemlos, meist ohne Kommunikation mit dem Schleusenwärter.” (Zitat werow.com)
    Bis Poděbrady schützen die Reservate “Veltrubský luh” und “Libický luh” den größten zusammenhängenden Auenwaldrest Tschechiens, wie er vor der Urbarmachung der fruchtbaren Ebene hier überall zu finden war. Viele Fledermäuse!
  • km 911,8 (km 74,3) – [ ] Velký Osek (Groß Ossek).
  • ca. km 910,5 – Fähre vom linkselbischen Dorf Oseček auf das rechte Ufer.
  • km 909 (km 71,5) – )|( D11 nach Hradec Králové. Die 250 m lange Brücke mit ihren beiden 28 m hohen Pylonen für die Seilabspannungen ist weithin sichtbar.
  • km 907,9 (km 70,4) – ╠ Mündung der Cidlina (Cidlina). Restaurant.
  • km 905,9 (km 68,3) – etwa hier liegt ein Zeltplatz am Wasser, den LEHMANN 2007 nutzte. Kennzeichen: 1 km hinter einem in einer rechtwinkligen Linkskurve liegenden Restaurant, rechts an einer stählernen Fußgängerbrücke. Der Eingang liegt auf der dem Fluß abgewandten Seite. – Die Kennzeichen von Poděbrady werden sichtbar, zwei/drei hohe Stahlgittermasten am rechten Ufer.
  • km 904,6 (km 67,1) – [ ] Poděbrady (Poděbrad) und Kraftwerk (1913-18, Antonín Engel), durch die momumentale Formensprache beeindruckend(techn. Denkmal). Ein Bild des Oberwassers, vor 2009 aufgenommen, steht bei werow.com. – Kennzeichen der Stadt sind zwei/drei hohe Stahlgittermasten am rechten Ufer.
    ۩ Herzkurort (Artesische Quelle von erdalkalischem, kohlensäurehaltigem Wasser.) Großes Barockschloß.
    < am Kluk-See, 300 m Fußweg von der Schleuse, ein behördlich genehmigter FKK-Strand mit Parkplatz.
  • km 896,5 (km 59,0) – [ ] Nymburk (Nimburg) mit Wasserkraftwerk.
    ۩ Die Stadtmauern des Städtchens (14. Jh.) mit doppeltem Wassergraben sind (v.a. zur Elbe hin) beeindruckend erhalten. Gotische Backsteinkirche (1280-1380). Rathaus der Renaissance. Eisenbahn- und Naturkundemuseum. Folkore- und Volksmusikfest im Juni.
    Unmittelbar hinter der Schleuse ╠ Mrlina, auf 20 km ab Rožďalovice, ihr Nebenarm Sánský kanál auf 15 km ab Opolánky befahrbar.
  • km 891,4 (km 54,0) – [ ] Kostomlátky (Kostomlat)
    Unmittelbar hinter der Schleuse ╣ Výrovka, bei günstigem Wasserstand auf etwa 27 km ab Kouřim befahrbar.
  • km 887,6 (km 50,1) – [ ] Hradištko (Hradištko). Auf dem folgenden Flußabschnitt abends viele Fledermäuse, die im rechtselbischen Daubie-Wald wohnen (als Auwald-Reservat “Mydlovarský luh” geschützt).
  • km 878,1 (km 40,7) – [ ] Lysá nad Labem (Neu-Lissa). Die Schleuse steht auch in der tschechischen Wikipedia
    ۩ Renaissanceschloß, im 18. Jh. barock erweitert; Graf Franz Anton v. Sporck (1662-1738), ein großer Musikliebhaber, hat auf dem Schloß das “Sanctus” aus Bachs h-moll-Messe (ur?)aufführen lassen. Heute Museum der asiatischen Kultur.
  • km 872,3 (km 34,9) – [ ] Čelákovice
  • km 869,1 (km 31,7) – ╠ Mündung der Jizera (Iser), bei günstigem Wasserstand als Zahmwasser auf etwa 100 km ab Železný Brod, immer auf etwa 80 km ab Turnov befahrbar.
    < ۩ Toušeň, Moorbad und schwefeleisenhaltiges Mineralwasser
  • km 865,2 (km 27,9) – [ ] Brandýs nad Labem (Brandeis)
    ۩ Renaissanceschloß (1547-65), jetzt historisches Museum. Die Mühle mit ihren elf (!) Mühlrädern zählt zu den größten Böhmens.
    Stará Boleslav (Alt Bunzlau), St.-Wenzeslaus-Basilika (1039-46) und St.-Kliment-Kirche (beide romanisch), im Stadttor Museum slawischer Archäologie mit reicher Waffensammlung, zweibogige Steinbrücke über den Mühlgraben (Malé Labe) 1568/69 von M. Borgorelli (techn. Denkmal)
    Jedes Jahr am 28.9. (Jahrestag der Ermordung des Hl. Wenzel in Stará Boleslav) wird sein Schädel mit Polizeieskorte vom Prager Veitsdom zur Gedenkgottesdienst nach Stará Boleslav gebracht.
  • km 863,0 (km 25,7) – ╠ Kanalzufahrt zum Lhota-See, einer früheren Kiesgrube mit klarem Wasser 2 km westlich von Stará Boleslav, mit offiziellem FKK-Strand und Kiosk, WC und Parkplatz. An Wochenenden überfüllt, weil die Millionenstadt Prag nur 20 km entfernt liegt.
  • km 857,4 (km 20,1) – [ ] Kostelec nad Labem (Elbekostelec)
  • km 854,8 (km 17,5) – am rechten Ufer, gegenüber des Dorfes Jiřice (mit berüchtigter Strafanstalt), Reservat “V Jiřině”, ein Rest des alten Auenwaldes.
  • km 850,3 (km 13,0) – [ ] Lobkovice (Lobkowitz).   ۩   Renaissanceschloß vom Anfg. des 17. Jh.
  • km 846 (km 9) – Am linken Ufer Reservat “Černínovsko”, ein vom Hauptstrom getrennter Altarm, umgeben von Auenwald (See- und Teichrosen, Bärlauch), mit Storch- Eisvogel- und Nachtigallvorkommen.
  • km 843,5 (km 6,1) – [ ] Obříství (Wobristvi)
    ۩ Die Stefansbrücke (Štěpánský most), ein an Hängebrücken erinnerndes, durch ein Mittelportal zusammengebundenes Stahlfachwerk in neogotischem Stil, wurde 1912 von Ingenieur Šimeček erbaut (techn. Denkmal). In der Kirche heiratete Bedřich Smetana 1849 seine Jugendliebe; seine Oper “Die verkaufte Braut” entstand hier.
    Die bis zur Moldaumündung folgenden Auenwälder stehen als Reservat “Úpor” unter Schutz (Vorkommen von Schneeglöckchen und anderen Frühjahrsblühern).
  • km 837,4 (km 0,0) – > Mělník (Melnik), Bhf. ~2 km von der Elbe entfernt
    ۩ Der Blick vom Schloss ist lohnend! Folkore- und Volksmusikfest im Juni, Winzerfest am letzten Septemberwochenende. 300 m die Moldau aufwärts liegt deren Schleuse Hořín. Die Stauanlage mit Kammerschleusen im Schifffahrtskanal garantiert die Unabhängigkeit der Moldau von den Pegelschwankungen der Elbe und damit ihre Schiffbarkeit. 1903-05 von František Sander erbaut, ist das Werk eine der reifsten Schöpfungen des tschechischen Jugendstils bei technischen Bauwerken. Nach Absprache Besichtigung möglich! (techn. Denkmal).
  • km 837,4 (km 0,0) – ╣ Wehrarm Vltava (Moldau)
  • km 837,0 (km 0,3) – ╣ Schleusenkanal Vltava
  • km 836,9 (km 0,4) – > Ruder-Club Mělník, ⌂ KVM 1881 Mělník, Tel. (deutschsprachig) (+0042) 0 732 215 111 oder (Stand 2009) 747 586 685
  • km 836,7 (km 0,6) – )( Hořín-Brozánky – Mělník
    < traditionell zw. Kanal-Mündung und Brücke ▲ (nicht offiziell), Achtung: je nach Wasserstand nicht auf die vorgelagerten Steinwälle in der Elbe aufsetzen!

Dolní Labe – tschechische Untere Elbe

Mündung der Vltava bis Lovosice (Moldaumündung bis Lobositz)

Ab der Mündung der Moldau bei Mělník wird die Elbe mit 150 m Breite zum großen Fluß. Ginge man von der zufließenden Wassermenge aus, müßte der vereinigte Fluß sogar “Moldau” heißen, da diese den größeren Anteil des Wassers beisteuert. Viele Paddler fahren, von der Moldau kommend, den Abschnitt bis Sachsen weiter. Ab Roudnice wird die bisher eintönige Landschaft abwechslungsreich. Allerdings passiert man bis Ústí nad Labem nochmals sechs Schleusen, deren Personal teils als freundlich beschrieben wird, teils aber auch wartet, bis mehrere Sportboote zusammengekommen sind, damit sich das Schleusen auch lohnt. Bei starkem Niedrigwasser kann es passieren, daß eine Schleusung generell abgelehnt wird, um Wasser zu sparen. Ein Blick ins Unterwasser zeigt dann besser als der Stau des Oberwassers, wie tief der Pegel steht.

Der reizvolle Durchbruch durch den Basalt des Böhmischen Mittelgebirges (České Středohoří) zwischen Lovosice und Ústí wird viel zu selten befahren. Es entstand vor 35 Millionen Jahren im Tertiär, als am Südrand des Erzgebirges der Ohřegraben einsank. Der damit verbundene starke Vulkanismus warf die Basaltkegel des Böhmischen Mittelgebirges auf, und so alt sind auch die Windungen des Elbtals. An den hohen, bewaldeten Hängen des Tales gähnen mehrere große Steinbrüche. Von den Felsen leuchten im April/Mai die gelben Blütenteppiche des Berg-Steinkrautes (Alyssum montanum) weit ins Land. Die Basaltkuppen, die dunklen Felshänge und das leuchtende Grün des Waldes ließen das Böhmische Mittelgebirge um 1800 zum Geburtsort der deutschen Romantik werden.

Unterhalb Děčín folgt in einem zunehmend tiefer liegenden Durchbruchstal die Böhmische Schweiz bzw. das Elbsandsteingebirge (Auch im Tschechischen trägt dieses Bergland mehrere Namen: České Švýcarsko, Labské pískovce oder auch Děčínská vrchovina – “Děčíner Hochland”.) Im Gegensatz zum deutschen Elbtalteil wurden im böhmischen Abschnitt nie Sandsteine gebrochen, so daß der artenreiche Laubmischwald der Hänge bis ans Ufer herabreicht. Im Frühjahr und im Herbst erlebt man wunderschöne Farben.

Zwischen Lovosice und der Grenze ist das Tal eine Verkehrsader. Zeitweilig verlaufen zu beiden Seiten Bahnlinien, dazu eine Fernverkehrsstraße am Ufer; die hohen Talwände fangen den Schall und halten ihn fast stärker als im deutschen Teil. Nur an wenigen Stellen kann man die Natur in Ruhe genießen. Trotzdem ist die Befahrung dieses Abschnitts ein schönes Erlebnis!

Uferzelten ist nur zwischen Lovosice und Děčín an manchen Stellen des rechten Ufers möglich (Autolärm). Lediglich die Wiese vorm Kanuclub Děčín liegt etwas ruhiger. Manche Gasthäuser lassen einen auf Anfrage auch im Garten zelten. Im Elbsandsteingebirge dürfte es verboten sein, da der tschechische Teil als Naturpark ausgewiesen ist.

Der Frachtschiffverkehr ist mit 5-8 Schiffen pro Tag gering. Im Sommer verkehren Ausflugsschiffe zwischen Děčín und dem Grenzort Hřensko sowie – bei ausreichend hohem Wasserstand – große Hotelschiffe auf dem Weg von Dresden nach Prag und zurück (“Theodor Fontane”, “River Allegro” u.a.)

Im Herbst, Winter und Frühjahr tritt zwischen Děčín und Radebeul bei bestimmten Wetterlagen der “Elbtalwind” auf, ein kalter, böiger Rückenwind, der abends nicht abflaut.

Die folgende Beschreibung basiert auf der neuen tschechischen Kilometrierung; die bisher gültigen “alten” Werte stehen in grauer Farbe dahinter. Die Aufnahme und Protokollierung der Werte erfolgte im August und Oktober 2012. Es wurden ausschließlich die in 100-Meter-Abstand am Ufer stehenden Kilometrierungsschilder und die an den Toren der Schleusen stehenden Werte genutzt. Andere, abweichende Zählungen (offizielle Schleusenliste, gurgel-örz-Berechnungen, GPS usw.) wurden nicht berücksichtigt.

  • km 837,4 (km 0,0) – ╣ Wehrarm Vltava (Moldau)

Blick von der Moldau auf das Schloss Lobkowitz an der Elbe

  • km 837,0 (km 0,0) – > Mělník (Melnik), Bhf. ~2 km von der Elbe entfernt
    ۩ Der Blick von der Schloßterrasse ist lohnend (Lokal bis 20 Uhr geöffnet)! Vom Kirchturm (Beinhaus besichtigen!) schweift der Blick bei klarer Sicht vom Kamm des Osterzgebirges bis zum Riesengebirge. Folkore- und Volksmusikfest im Juni, Winzerfest am letzten Septemberwochenende. 300 m die Moldau aufwärts liegt deren Schleuse Hořín. Die Stauanlage mit Kammerschleusen im Schifffahrtskanal garantiert die Unabhängigkeit der Moldau von den Pegelschwankungen der Elbe und damit ihre Schiffbarkeit. 1903-05 von František Sander erbaut, ist das Werk eine der reifsten Schöpfungen des tschechischen Jugendstils bei technischen Bauwerken. Nach Absprache Besichtigung möglich! (techn. Denkmal).
  • km 836,9 (km 0,4) – > Ruder-Club Mělník, ⌂ KVM 1881 Mělník, Tel. (deutschsprachig) (+0042) 0 732 215 111 oder (Stand 2009) 747 586 685
  • km 836,7 (km 0,6) – )( Hořín-Brozánky – Mělník
    < traditionell zw. Kanal-Mündung und Brücke ▲ (nicht offiziell), Achtung: je nach Wasserstand nicht auf die links bis zur Brücke vorgelagerten Steinwälle in der Elbe aufsetzen!
  • km 835,7 (km 1,5) – )( Hauptstraße 16
    Voraus das Kraftwerk Mělník. In der Ferne rechts neben dem Katzbuckel des 726 m hohen Sedlo der 46 km entfernte Sendeturm von Děčín, der uns in den nächsten Tagen noch öfter begegnen wird.
  • km 834,6 (km 2,8) – ╣ Pšovka, ein verwachsener Nebenarm des Moldau-Schleusenkanals. Umtragen an der Schleuse Hořín nötig, weitere Hindernisse = ?
    Achtung, links lange Unterwassermole bis zur Höhe der Hafeneinfahrt!
  • km 834,4 (km 3,0) – > Hafen
  • km 834,0 (km 3,5) – alte Fährstelle, jetzt Platz zum Rasten.
    Vliněves (Weißkirchen), > Mělník-Mlazice (Mlasitz).
  • km 832,5 (km 5,1) – ][ Rohr- und Fußgängerbrücke.
  • km 832,1 (km 5,4) – Insel. Fahrwasserteilung: Talfahrer fahren links, bergauf fahrende Schiffe rechts.
    Dolní Beřkovice (Unter-Berschkowitz). Beachte den Obelisken km 831,7 mit den Hochwassermarken!
  • km 831,3 (km 6,2) Fahrwasservereinigung.
  • km 830,34 (km 6,6) – > █ ×, < Doppel-[ ] Dolní Beřkovice links, 2,6 m hoch, Mai-Sept 6:00-20:00, Okt-April 6:00-18:00. Schleusen nur bei NW problematisch.
    Im Unterwasser > drei Inseln, auf der letzten evtl. Zeltmöglichkeit.
    Liběchov (Liboch). ۩ Barockschloß mit Wandmalereien in barocker Parkanlage, seit 2004 Privatbesitz, leerstehend und langsam verfallend. Die Kirche “Boží Voda” (Geweihtenbrunn) auf hohem Berg ist eine Landmarke. Im Ort ein bekanntes Weinlokal.
    ╠ Liběchovka (Liboch-Bach).
  • km 829,0 (km 8,5) – < Křivenice (Krivenitz), Kraftwerk mit Kühlturm. ╠ Altarm
  • km 828,0 (km 8,7) – ╠ Altarm
  • km 827,9 (km 8,9) – ╠ Wassereinleitung in die Elbe
  • km 827,7 (km 8,7) – ╣ Kühlwassereinlaß des Wärmekraftwerkes Mělník
  • km 827,35 (km 8,2) – ╣ Kühlwasserauslaß, Querströmung, Abstand halten!
  • km 826,8 (km 9,0) – > Kalksteinhang und alter Weinberg “Na Pelunce”
  • km 826,6 (km 9,2) – > Beginn einer Steinschüttung, teils unter Wasser!
  • km 825,7 (km 10,0) – Ende der Steinschüttung
  • km 825,4 (km 11,5) – ↔, > Počeplice (Potscheplitz), < Horní Počaply (Ober-Potschapl)
  • km 823,9 (km 13,5) – ╣ Hafenbecken
  • km 823,4 (km 14,0) < Hněvice (Hniewitz)
  • km 822,7 (km 14,7) – > ⌂ Veslařský klub Sepap Štětí (Ruderclub “Sepap” Štětí), Palackého ev.č. 624, 41108 Štětí, Tel. (+42) 0 416 812 250
  • km 822,2 (km 15,0) – > Štětí (Wegstädtl), Bhf. Penny-Markt gegenüber der Papierfabrik. LEHMANN übernachtete 2007 auf der langen Mole auf der linken Seite.
  • km 821,5 (km 15,6) – )(-][-)( Štětí – Hněvice. Vom Bhf. Hněvice ist trotz der Ufernähe das Einsetzen ungünstig.
  • km 818,59 (km 18,4) – in der Linksbiegung: > █ ×, < Doppel-[ ] Štětí links, 2,8 m hoch. Sportboote links warten. Mai-Sept 6:00-20:00, Okt-April 6:00-18:00
  • km 816,3 (km 21,0) – < Záluží (Salusch)
  • km 815,5 (km 22,0) – < Kozlovice (Koslowitz).
    > die Weinhänge des Sovice (Sorvitz-Berg, 120 m ü. Elbniveau).
  • km 813,2 (km 24,0) – > Kyškovice (Kischkowitz), Rastmöglichkeit an der alten Fährstelle.
    Voraus die bewaldete, halbrunde Kuppe des 7 km entfernten, sagenumwobenen Basaltkegels Říp (gesprochen “Shiep”, Georgsberg, 459 m), von dem vor 1500 Jahren die tschechische Besiedlung Böhmens ausging; sein Magnetitgestein beeinflußt die Kompaßnadel. Von Roudnice in zwei Stunden zu Fuß erreichbar, blickt man bei guter Sicht bis zum 92 km entfernten Fichtelberg im sächsischen Erzgebirge (und hebt damit den Nationalstolz aller tschechischen Herbergsväter).
  • km 811,5 (km 25,5) – < Dobříň (Doberschin)
  • km 811,0 – km 810,3 (km 26,0 – km 26,7) – Wasserskistrecke entlang des rechten Ufers.
  • km 810,1 (km 26,9) – > gegenüber des Wasserturms “Jachtclub Roudnice” und ⌂ Ruderclub Roudnice, Tel. (+42) 0 416 837 370 (Haus mit Schild “CAC” am Giebel?)
    Achtung, bei Weiterfahrt ans linke Ufer queren und in den Schleusenkanal einbiegen. Sonst fährt man in das (kaum gesicherte) und nicht sichtbare Wehr unter der Brücke!
    < Sliprampe.
  • km 809,75 (km 27,2) – )( Roudnice – Vědomice
    > █ ×, direkt unter der Brücke, vom Wasser aus nicht sichtbar!, re. Slalomstrecke über 1,3 km Länge, dazu ▲ im Unterwasser des Wehres, bis 2014 aber kein Wasserzugang wegen Einbau eines Wasserkraftwerks (nachfragen beim Klub kanoisty Roudnice, Te. +420 602 979 375).
    Roudnice nad Labem (Raudnitz an der Elbe), Bhf.   ۩   Dominierende Schloßanlage, schönes Fotomotiv im Rückblick, v.a. im Abendlicht. Bis 2009 Sitz der tschechischen Militärmusikschule, versucht man seitdem den Armee-Anstrich abzukratzen. In dem hübschen Städtchen zwei barocke Klöster und eine Galerie tschechischer Kunst des 20. Jh.
    Von Melnik bis Raudnitz rudert man in bequemem Verdauungsschlage nur 2 1/2 Stunden.” (Keller, 1922)
  • km 809,9 (km 27,4) < Schleusenkanal
    > Schiffsanleger
  • km 809,4 (km 27,6) < Sliprampe mit Zugang zur Altstadt, guter Platz zum Abbau.
  • km 808,72 (km 27,8) – Doppel-[ ] Roudnice, 2,8 m hoch; Mai-Sept 6:00-20:00, Okt-April 6:00-18:00, wie alle tschechischen Elbschleusen.
  • km 808,5 – km 803,0 (km 29,0 – km 33,5) – enges Fahrwasser, Begegnungen mit Motorschiffen vermeiden!
  • km 808,3 (km 28,3) – ╠ Wehrarm
  • km 806,7 (km 29,5) – < Židovice (Schidowitz), Rasten an breiter Pflasterschräge möglich.
  • km 806,1 (km 30,3) – > Černěves (Tschernowes), Rasten an alter Pflasterschräge möglich.
    In der Folge > mehrere Inseln und Altarme bis Lounky.
  • km 805,0 (km 31,5) – < Hrobce (Hrobetz), Anlegen an Schotterschräge, oben Saufkiosk, evtl. Zeltmöglichkeit. Lebensmittelladen im Dorf.
  • km 804,5 (km 31,0) – > auf der Halbinsel im Sommer ein Pfadfinderlager. Anlegen möglich, aber wahrsch. kein Trinkwasser.
  • km 803,6 (km 32,8) – < Libotenice (Liboteinitz), Anlegen an Betonschräge, an der Bushaltestelle Lebensmittelladen (100 m).
  • km 803,2 (km 33,2) – > Lounky (Launken) ۩ St. Nikolai-Kirche des 13. Jh., später barock gestaltet, mit freistehendem Glockenturm. Darin eine 1493 von Meister Thomas gegossene Glocke, Kulturdenkmal. Besichtigung möglich unter lounkyzvonice (ätt) seznam.cz
  • km 802,7 (km 33,7) – > Bistro “U Trompetky” mit Anlegeplatz und Zeltmöglichkeit. Laute, fröhliche Sommerstampe aus Bretterbuden, viele tschechische Biere.
  • km 802,1 (km 34,5) – < ۩ Kirche Sv. Kateřina (St. Katherina), malerisch direkt am Ufer gelegen, letzter Zeuge eines Dorfes, das Kriege und Hochwasser auslöschten. Zu sozialistischer Zeit entweiht, ist sie seit 1994 wieder Gotteshaus. Bis heute zeigt die Ausmalung des Innenraums, wie hoch 2002 das Wasser stand. – Danach folgt gute Zeltstelle, in der Saison aber wohl ebenso wie die Landzunge des kleinen Schutzhafens gegenüber belegt.
    Voraus der Schornstein der Schoeller-Garnfabrik in Křešice.
  • km 800,4 (km 36,2) – ╠ Okenský potok
  • km 800,0 (km 36,7) – Fahrrad-Motorfähre Nučničky < (Klein-Nutschnitz) – Nučnice (Groß-Nutschnitz) > , beiderseits gute Einsetzstellen. Das kleine Fährhaus links hat gutes Bier und Toiletten.
  • km 800,0 – km 799,5 (km 37,2 – km 37,7) – > Nučnice (Groß-Nutschnitz)
  • km 799,5 (km 37,2) – >  “Motorest”, Motel mit eigenem Zeltplatz. Straßenlärm, aber deutsche Speisekarte und gutes Frühstück, dazu Wein aus Velké Žernoseky (km 783). 2012 Bett mit Frühstück 515 Kč = 20 Euro, Zelt viel billiger.
    < eindrucksvolles Panorama der Gipfel des Böhmischen Mittelgebirges, wie sie Caspar David Friedrich gesehen haben muß. Im Rückblick letztmalig der Kegel des Říp.
  • km 798,5 (km 38,4) – > Křešice (Kreschitz). ۩ Zu der markanten Dreifaltigkeitskirche führt jährlich eine Marienwallfahrt. Am Haus Nádražní 19 (zu Bhf. und Kirche führende Straße) verzeichnete ein Bauer die Hochwässer von 1821 bis 1940 an seinem Hoftor (leider durch Einbau eines Schaltkastens stark gestört). Beim “Povodeň 2002” stand das ganze Erdgeschoß unter Wasser. In der Straße Malá Náves / U Labe ein deutsches Fachwerk- neben einem böhmischen Umgebindehaus. – Am Dorfende links trennt der mit Bungalows gesprenkelte Rücken des Křemín (Kremin), 100 m über Elbniveau, Křešice vom Nachbardorf Třeboutice; links dahinter militärische Parabolantennen vor dem massig-dunklen Klotz des Dlouhý vrch (Langer Berg, 450 m über Elbniveau).
  • km 797,3 (km 40,5) – ╠ Luční potok
  • km 797,3 – 796,3 (km 39,8 – 40,8) – Wasserskistrecke
  • km 797,0 (km 39,5) – > Třeboutice (Trebautitz), < Počaply (Potschapel), Sliprampe und   ۩   St.-Adalbert-Kirche direkt an der Elbe (Fotomotiv im Rückblick, v.a. im Nachmittag- und Abendlicht).
    Voraus das Panorama des Böhmischen Mittelgebirges: im Zentrum der Radobýl, der Hausberg von Litomeřice (dt. Radobil oder die Radebeule, mit dem Kreuz auf der Kuppe, 6 km entfernt); hinter ihm links der Kegel des Lovoš (dt. Lobosch bei Lovosice, 11 km); rechts der Zuckerhut der Mílešovka, mit 837 m höchster Berg des Böhmischen Mittelgebirges (dt. Milleschauer oder Donnersberg, 17 km). Halblinks am Ufer ist manchmal durch die Pappeln hindurch eine einzelnstehende Kuppe mit zwei Türmen zu sehen, die Hazmburk (Hasenburg, 16 km).
  • km 796,5 (km 40,7) – > Speed- und Sportbootverleih mit Betonschräge, evtl. kann man auf dem Rasen eine Nacht zelten (Zuglärm!) Sonst rechts halten zum Schleusenkanal.
  • km 795,9 (km 41,5) – > █ × Schleusenkanal am linken Ufer.
  • km 795,7 (km 41,8) – < Doppel-[ ] České Kopisty, 2,7 m hoch, Mai-Sept 6:00-20:00, Okt-April 6:00-18:00
  • km 795,2 (km 42,2) – < České Kopisty (Böhmisch Kopist), < Sliprampe. Umtragemöglichkeit vom Schleusenkanal über den Damm ins Unterwasser des Wehres.
  • km 794,2 (km 42,8) – ╠ Abzweig des Mühlgrabens mit █ ×
  • km 793,7 – 793,3 (km 43,3 – km 43,7) – > Ponton- und Bootslager der tschechischen Armee. Ob die auch mal Brückenbau üben?
  • km 792,9 (km 43,8) – > Anleger ⌂ Ruderverein TJ Slavoj Litoměřice auf der Insel Střelecký ostrov (Schützeninsel), evtl.Zelten möglich (Zuglärm). Beachte die Hochwassermarken an seiner Tür: 2002 stand das Wasser bis auf die Veranda. – Im Sommer nebenan Freilichtkino. Hostel. Nur wenige Schritte zum Bhf. Litomeřice město, von dort Ausflugszüge nach Dresden. ۩ Vor dem Gebäude einer der wenigen tschechischen Uferstreifen, die noch den alten Treidelweg tragen.
    Am Ufer folgt der Jachtclub (“Jachetní oddil”) mit Motorbootstegen und mehreren Steintreppen ins Wasser, und die Fischerei “Rybařský dům Litomeřice”. (Der ▲C Autokemp Slavoj (1.5.-30.9.) hat keinen Wasserzugang.) Zum Rasten ist das Anlegen hinter der Stadtbrücke (bei km 792,0) besser.
    Voraus der wuchtige, kahle Basaltkegel des Radobýl (250 m über Elbniveau; Rundblick!)
  • km 792,5 (km 44,1) –  Ohře (Eger), ۩ 2 km stromaufw. Barockfestung Terezín mit Gedenkstätte “Ghetto Theresienstadt”, größtes KZ in der besetzten Tschechoslowakei; Anlegen an der Gedenkstätte wird aber durch meterhohe Ufermauern verwehrt. Vor der Stadtbrücke Terezín versperrt ein Wehr die Weiterfahrt stromauf.
  • km 792,4 (km 44,2) – )( Hauptstraße 15
    Litomeřice (Leitmeritz), ۩ das alte Renaissancezentrum mit der Stadtmauer ist unbedingt sehenswert! Die unterirdischen Gänge kann man besichtigen. “Leitmeritz zählt zu den bedeutendsten und dabei schönsten Städten Böhmens.” (KELLER 1922) Im September “Der Garten Böhmens” (Zahrada Čech), Obst-, Gemüse- und Blumenschau.
  • km 792,1 (km 44,3) – ╠ Wiedereinmündung des Mühlgrabens
  • km 792,0 (km 44,4) – > hinter der Stadtbrücke die große, breite Pflasterschräge des alten Hafens. Gutes Anlegen auch bei Niedrigwasser. 10 Fußminuten zur Innenstadt, Wegbeschreibung zum Bhf. hier. Kurze Anfahrt von der Elbbrücke zum Ufer.
    Gleich dahinter ╠ Altarm.
  • km 791,7 (km 45,0) – > Schwimmbad auf der Insel Písečný ostrov.
  • km 791,3 (km 45,2) – < Mlékojedy (Deutsch Mlikojed)
  • km 790,8 (km 45,7) – )( der Litomeřicer Westumfahrung, darunter ╠ eines vom städtischen Klärwerk kommenden Altarms.
  • km 789,6 (km 46,7) – > Halbinsel
    > hinter der Insel Žalhostice (Tschalositz).
    Voraus ragt rechts hinter dem Lovoš noch einmal kurz die Mílešovka empor.
  • km 789,1 (km 47,2) – < direkt vor dem blauen Frachtkran der Kaimauer vermodert, auf einem großen Bootshänger stehend, unter Bäumen der Rest des Frachtschoners “Nell-Britt” aus Bremen, der 2010 hierher geschleppt wurde.
    Gleich dahinter beginnen die Anlagen von “Lovochemie”, dem größten tschechischen Mineraldüngerwerk. 2002 stand sein Gelände komplett unter Wasser und ließ alles, was flüssig war, in die Elbe treiben. Heute verhindert eine meterhohe Schutzmauer die Wiederholung des Desasters.
  • km 788,2 (km 47,9) – ╠ Altarm
  • km 788,1 (km 48,0) – ][ , direkt davor > an Anglerstelle kleine Steintreppe zum Rasten (für Biwak zu laut). Von hier aus zeigt der Radobýl seine geschundene Rückseite; im Fernglas sind prachtvolle Basaltsäulen erkennbar.
  • km 787,8 (km 48,3) – > █ ×, < Schleusenkanal; die Schleuseninsel mit ihrer Saatkrähenkolonie ist nicht zu betreten.
  • km 787,38 (km 48,5) – < Doppel-[ ] Lovosice, 2,2 m Höhe, tägl. 9:00-19:00
  • km 786,5 (km 49,5) – ╠ Wehrarm, Ende der Industrieanlagen. < Lovosice (Lobositz)
    < Sliprampe.

↓Ein-/↑Aussetzen Vltava bis Lovosice

Mehr und ausführliche Beschreibungen der Einsetzstellen stehen im Einsetzstellen-Artikel zur Elbe.

  • ↕ km 837,0 (km 0,4) – > Ruder-Club Mělník, ⌂ KVM 1881 Mělník, Tel. (deutschsprachig) (+0042) 0 732 215 111
  • ↕ km 836,8 (km 0,6) – < traditionell zw. Kanal-Mündung und Brücke ▲ (nicht offiziell), an der Brücke führt ein befahrbarer Weg zum linken Elbufer, das Ufer ist etwas steil, aber trotzdem gut als ↕ zu nutzen. Achtung: je nach Wasserstand nicht auf die vorgelagerten Steinwälle in der Elbe aufsetzen!
  • ↕ km 822,4 (km 15,0) – > Štětí (Wegstädtl), Bhf. weitab, dann ↕ am ⌂ Veslařský klub Sepap Štětí
  • ↕ km 821,9 (km 15,5) – < Bhf. Hněvice: 100 m zur Straße, li. 100 m zur Brückenrampe, 100 m unter Unterführung durch, re. 200 m Weg zur Elbe hinter )(, ↕ sieht in Google sehr geeignet aus.
  • ↕ km 810,0 (km 27,2) – < Roudnice nad Labem (Raudnitz an der Elbe), Bhf. direkt an der Elbe, re. 300 m unter )( hindurch, re.100 m Bahnunterführung zur Elbe, li. 200 m zur Sliprampe oder über die )( ans andere Ufer, unterhalb des Wehres schräges, unbefestigtes Ufer zum Einsetzen (~200 m), oder an diesem Ufer noch 500 m weiter zum Badestrand mit viel Platz.
  • ↕ km 793,9 (km 49,9) – > ▲C Autokemp Slavoj (1.5.-30.9.), direkt am oberen Ende des Yachtstegs, Anlegen evtl. schwierig, da Uferpromenade; hinter der Stadtbrücke besser.
  • ↕ km 786,2 (km 49,9) – < Lovosice (Lobositz), < Sliprampe

Lovosice bis Střekov / Ústí 

Dieser Abschnitt wurde im April 2009 abgefahren und protokolliert. Im August und Oktober 2012 erfolgte eine Nachprüfung und die Aufnahme der neuen tschechischen Kilometrierung.

  • km 786,5 (km 49,6) – < Lovosice (Lobositz), Bhf.
    < Sliprampe LovosiceRampe.JPG LovosiceAufbau.JPG, Straße “Přívozní” bis zur Hauptstraße “Zámecká”, rechts an der Kreuzung Penny-Markt, Lageplan, ↔ nach Píšťany?
  • km 786,2 (km 49,8) – < Yachtclub LovosiceYachtclub.JPG, Anleger, kleiner Hafen, (▲C), ۩   Blick auf den Basaltkegel des Lovoš (LoboschLovosice.JPG, 430 m über Elbniveau, vom Gipfel eine der schönsten Aussichten des Böhmischen Mittelgebirges (bis Prag reichend; Laien sehen den Elbstrom viermal, Kenner mit Fernglas siebenmal)! Hänge sind Trockenwald- und Steppenrasen-NSG. Bestes Fotolicht morgens.
  • km 785,5 (km 50,5) – links in der Flußbiegung kurzer Weg zum Bhf. Lovosice-město. – 100 m weiter, bei km 785.6, ein Kormoransitzbaum am rechten Ufer, bestes Fotolicht nachmittags.
  • km 784,8 (km 50,4) – < Das Gelände der Schiffswerft Lhotka nad Labem (Welhota). Hier werden große Schiffe gebaut und zu Wasser gelassen.
  • km 783,9 (km 52,9) –
    Baggerrsee.JPG

    ╠ Baggersee Žernosecké / Píšťanské jezero, am See li. Betonwerk, Lärm rund um die Uhr, in der SO-Ecke die ausgeschilderte “Marina Labe” (Hotel/Restaurant), in der NO-Ecke ▲ “Jacht Klub Velké Žernoseky”

    BaggerseeBiwak.JPG

    Insgesamt 4 Inseln, die mit dem Schiffswrack ist die ▲-Insel des Wassersportclubs Lovosice mit Trockenklo, schönes Zelten, Fledermäuse, aber Lärm durch Eisenbahn und Industriebetrieb, trotzdem gut geeignet, wenn man am Anreisetag nach Lovosice nur noch kurz aus dem Ort heraus will.
    Der 90 ha große See lieferte in den 50er/60er Jahren des 20. Jh. den Sand für die Staudämme der Moldau. Sauberes Wasser zum Baden, im Süden Strand von Píšťany (Pistian). Das Wasser ist seit altersher sauberer als das der Elbe, so daß im See viele Tier- und Pflanzenarten die Elbverschmutzung überleben konnten und von hier aus den Strom wieder besiedeln.
    Irgend jemand hat im ganzen See “Schiffe versenken” gespielt. Vorsicht, mehrere Wracks!
    Die Halbinsel zwischen Elbe und Baggersee ist bei Anglern sehr beliebt, am Wochenende ist mit “Strandparties” und entsprechender Lautstärke aus “Ghetto-Blastern” zu rechnen.
    ACHTUNG: zum Bhf. “Velké Žernoseky” hier einfahren! Der Bhf. liegt nicht im gleichnamigen Dorf, sondern in der Ortslage Žalhostice und ist vom hinteren Ende des Baggersees (nicht von der Marina am Flachufer, sondern von einer Halbinsel nahe des Autocampings vor dem Hang des Bergkegels Radobýl) erreichbar. Von dort am Wochenende Ausflugszüge nach Dresden.

  • km 783,2 (km 54,0) – > Velké Žernoseky (Groß Tschernosek),  ۩   Weindorf von der Lieblichkeit des Dresdener Elbtals. Hübsche Dorfkirche (1516) mit Friedhof inmitten der Weinberge. Klassizistische Winzerhöfe, einige mit Arkaden im Hof. Im Keller des Schlosses (heute Weinbaugenossenschaft stehen mehrere alte Riesenfässer. Weinverkauf im Dorfladen an der Kirche, Mo-Sa bis 17.30, So bis 15 Uhr. Oder teuer und nobel im Schloß, Mo-Fr 6.30-10.45 und 11.30-14.45 Uhr.
    Malé Žernoseky (Klein Tschernosek) mit Bhf.
    ab jetzt Lärm durch: > Eisenbahn (Güterverkehr), < Straße E65 + Eisenbahn (Personenverkehr), daher haben alle linkselbischen Orte einen Bahnhof, ↕ teilweise schwierig/unmöglich, wenn nicht anders beschrieben
    ↔ Malé Žernoseky – Velké Žernoseky, in der Saison halbstündlich fahrend. Fahrplan in tschechisch hier.
    > Sportbootanleger

    Elbe BoehmischePforte.JPG

    ۩   Die 2 km lange “Böhmische Pforte” (Česká brána), km 782.5-780.2, mit dem Hrádekberg (125 m über Elbniveau) und drei Kreuzen (“Kalvárie” – Dreikreuzberg).
    ۩   Beginn des Durchbruchs durchs Böhmische Mittelgebirge mit bis 140 m hohen Felswänden.
    “Mühsam hat man an beiden Talseiten den schroffen, zerrissenen Felsen Raum für die Schienenstraße der Eisenbahn abgerungen. Die Felsen der Talenge sind dadurch von besonderem Interesse, daß sie vorherrschend aus rotem Gneis bestehen.” (Keller, 1922)
    Die Kreuzigungsgruppe sollte den Schiffern Mut zusprechen, da früher hier eine Felsschwelle eine schwere Stromschnelle bildete. Beim Ausbaggern gab das Wasser am Kalvarienberg u.a. 22 bronzezeitliche Schwerter frei; ob es Opfergaben sind oder vor 3-4000 Jahren ein Schiff hier umkam, wird ewig im Dunkeln bleiben.

  • km 780,0 (km 56,8) – < Litochovice nad Labem (Lichtowitz) mit Bhf., Yachtclub Litochovice mit "Yachtclub" “Porta Bohemica” (mit Kneipe).
    Die Enge weiter sich wieder. Links auf der Höhe führt (voraussichtl. ab Ende 2014) die Autobahn A 17 / A 8 Dresden-Prag entlang.
  • km 779,5 (km 57,1) – hohe Stromleitung über den Fluß
  • km 778,8 (km 58,3) – < Prackovice nad Labem (Praskowitz)
    Libochovany (Libochowan)
    Rundumblick: Am linken Ufer direkt gegenüber die Kubačka (Kuckucksberg, 543 m) mit Steinbruch und dem Streckenzug der zukünftigen Autobahn D8 Dresden-Praha; voraus der Dubický kopec (385 m) mit Funkturm. Am rechten Ufer voraus der Kuppenzug des Deblík (Deblik, 459 m) mit riesigem   ۩   Basaltsteinbruch. Rechts in der Taldelle, von Uferpappeln halb verdeckt, ragt der wuchtige Klotz der Burgruine Kamýk (Kamaik) heraus. Im Rückblick noch einmal die Spitze des Lovoš über dem Wiesenhang.
    Bis Ústí steht mehrfach Säulenbasalt am Ufer an.
    Der Stau der Schleuse Střekov beginnt, die Strömung läßt nach.
  • km 777,3 (km 59,1) – ][ große blaue Rohrleitung BlauesRohr.JPG aus dem Steinbruchgelände.
  • km 776,5 (km 60,0) – < oben auf dem Berg die hohe Kirche des Dorfes Dubičky (Dubitz), das “Dubitzer Kirchlein” mit herrlicher Aussicht auf die Elbe und den Kranz der Berge ringsum. – Im Rückblick die “Böhmische Pforte” und der zweikuppige Basaltkegel des Lovoš.
  • km 776,2 (km 60,4) – > Církvice (Zirkowitz)
    > Rastplatz des Yachtclubs, Anlegen an der gepflasterten Rampe

    AnlegestelleYachtclubCirkvice.JPG

    hinter dem Steg gut möglich.

  • km 775,0 (km 61,6) – < Dolní Zálezly (Salesel), wegen der Klimagunst das “Böhmische Meran” genannt. Franz Kafka kam oft zum Erholen hierher. Vom Bhf. kein Einsetzen möglich. – Anlegen evtl. nahe des Dampfersteges. Von hier Wanderung zum “Dubitzer Kirchlein” möglich.
    Rundumblick: Am linken Ufer direkt über dem Dorf die Skalky (454 m) und die Černová (503 m) mit steilem Waldhang zur Elbe hin.
    Am rechten Ufer gegenüber noch einmal der Deblík (459 m), voraus die Havraní skála (die Mache, 385 m), dahinter der 639 m hohe Varhošť (Aarhorst) mit seinem Aussichtsturm (Elbe achtmal sichtbar!)
    Vom Fluß schöner Rückblick auf das Dubitzer Kirchlein.
  • km 774,0 (km 64,0) –
    UstiBeginnt.JPG

    Sebuzín (Sebusein)
    Als der junge Ateliergrafiker Ludwig Richter (1803-1884) auf einer Wanderung 1834 von Kamýk her in dieses Dorf kam, ergriff ihn das Talbild so tief, daß aus ihm der bedeutendste Landschaftsmaler des Biedermeier wurde. Auch heute bilden Dorf und Dubitzer Kirchlein im Rückblick schöne Fotomotive. Hinter der Linkskurve links der Steilhang des Vaňovský vrch (Staudenspitze, 561 m), rechts jener des Skřivančí vrch (Teufelsstube, 626 m), voraus der mächtige, 587 m hohe Vysoký Ostrý (die Hohe Wostrey, 587 m).

  • km 773,0 – 771,9 (km 63,8 – 64,7) – Wasserskistrecke
  • km 771,4 (km 65,3) – Hochspannungsleitung von Berg zu Berg, es beginnt die Stadt Ústí.
  • km 770,7 (km 65,8) – > Brná (Birnai)
    > “České Loděnice” (Böhmische Schiffswerft) mit ▲C “Cyclo Kemp Loděnice” auf dem Gelände der früheren Wasserskischule, Pod Tratí 50, 40321 Ústí-Brná, Tel. (+42) 0 731 903 504, Restaurant (Mo+Di Ruhetag) und Laden 200 m; es wird auch deutsch gesprochen. Alles in schlichtem DDR-Charme, Schlafen geht wegen dem Lärm eigentlich nur im Bungalow, 260 Kronen pro Person (Stand 2015), dafür sehr gutes Bier.
    Am gegenüberliegenden Ufer der Steilhang des Vaňovský vrch (561 m) zur Elbe.
    200 m weiter stromabwärts > das Spaßbad Ústí.
    Das Bachtal hinter dem Bootshaus (Průčelská rokle / Prutscheltal) kann man eine Stunde zum Weiler Němčí / Nemschen hinaufwandern: auf den 3 km geht es von 140 m auf 580 m ü. NN = 440 Höhenmeter zum höchstgelegenen Dorf des Böhmischen Mittelgebirges aufwärts! Oberhalb des Lehrpfades strömen etwas abseits die Kaskaden eines Wasserfalles. Romantisches, bewaldetes Felsental! Vom Hang über den Gehöften (620 m ü. NN) kleiner Blick über die Bergwelt; 200 m abseits des Dörfchens ein kleines Denkmal (Ponmík letce) für einen Flugzeugabsturz 1998. Von Němčí aus ist es möglich, auf dem roten Wanderweg über die Höhen (Aussicht vom Berg Vysoký Ostrý) zur Burgruine Schreckenstein zu wandern (Gasthaus) und von dort auf dem grünen Wanderweg den Elbtalhang entlang zur Unterkunft in Brná zurück (14 km, 5 Std.) Man kann aber auch einfach wieder runtergehen und das Bachtal auf sich wirken lassen…
  • km 769,3 (km 67,4) – < Vaňov (Wanow)
     Ruderclub TJ Chemička Ústí nad Labem – oddíl veslování (Abteilung Rudern), Pražská 63, 40001 Ústí nad Labem, Tel. (+42) 0-728 015 942 Pavel Janák.
    Wenn hinter der Rechtsbiegung der Elbe die Schleuse Schreckenstein in Sicht kommt, kurz einmal links den Wald hinaufschauen: oben am Hang des Vrkoč (Workotsch) sind mustergültige Basaltaufschlüsse erkennbar (“Orgelpfeifen”). Heute unter Schutz stehend, wurde der Basalt im 19. Jh. an mehreren Stellen abgebaut: man brauchte Schotter für die Bahn im Tal.
  • km 767,48 (km 68,9) – > Střekov (Schreckenstein).
    Schleuse Usti.JPG

    ۩   Die rechts über der Schleuse aufragende Burgruine Střekov (Aussicht!) diente Ludwig Richter 1837 als Vorlage für sein Bild “Überfahrt am Schreckenstein”. Allerdings verzichtete Richter auf die Darstellung der Schwallstrecke, die jetzt von der Schleuse überstaut wird.
    < █ ×, > Doppel-[ ] Schleuse, 7,80 m Höhe, tägl. 9:00-19:00 Uhr.   ۩   Die Kombination Wehr-Kammerschleuse-Kraftwerk (1923-35) gilt als Beispiel moderner tschechischer Industriearchitektur (Techn. Denkmal, Architekt: František Vahala).
    Umtragen ist schwierig: Zwar führt der Elberadweg entlang des rechten Ufers durch die Schleusenanlage, aber mittels zweier hoher Stahltreppen, über die man das Boot tragen müßte, bei Gepäckfahrt kaum machbar!

    Elbe Usti Schleusenkammer.JPG
    SchleuseUstiAnfahrt.JPG

    Obwohl auch von unwilligen Schleusenmeistern berichtet wird, wurden wir (drei Sportboote) auf Anfragen geschleust, ohne daß Frachtschiffahrt beteiligt war. Zum Benachrichtigen rechts anlegen und zur Sprechanlage an der Gittertür vorgehen. Der Schleusenwärter versteht kein deutsch.”(Palmström, 2009) – “Es ist immer wieder ein aufregendes Schauspiel, wenn man geschleust wird. Aber diese Schleuse am Schreckenstein mit ihren riesigen Ausmaßen hinterlässt einen kolossalen Eindruck auf uns. Wir fahren in die geflutete Schleusenkammer ein, die Tore schließen sich. Langsam geht es tiefer, man hat das Gefühl, im Faltboot sitzend in eine tiefe Gruft herabgelassen zu werden. Erleichtert und sichtlich beeindruckt verlassen wir die Schleusenkammer.” (Günther Noack, in: Auf Moldau und Elbe von Prag nach Schmilka (Schimandl 1975))
    Achtung: Bei Wind besteht die Gefahr von starken Fallböen in der großen Schleusenkammer! Es gibt nur wenige Leitern zum Festhalten. Auch beim Ausfahren ständig zur Paddelstütze bereit sein, die Böen werden von den Betonwänden reflektiert und können ein Kajak umwerfen! “Entwarnung” erst, wenn man wieder “grünes” Ufer hat.“(Der olle Hansen, 2009)

Vorerst letzte Schleuse der Elbe. Ende des Böhmischen Mittelgebirges.

↓Ein-/↑Aussetzen Lovosice bis Střekov / Ústí

Mehr und ausführliche Beschreibungen der Einsetzstellen stehen im Einsetzstellen-Artikel zur Elbe.

  • ↕ km 786,5 (km 49,6) – < Lovosice (Lobositz), < Sliprampe
  • ↕ km 782,9 (km 52,9): Bhf. Malé Žernoseky der Strecke Ústí-Praha,
    4 Stationen hinter Ústí, 2 vor Lovosice, kürzester Start ins Böhmische Mittelgebirge. Vom Bhf. über die Fernstraße E65 und 200 m zur Fähre “Přívoz”, Einsetzplatz etwas schotterig. Ggf. mit der Fähre übersetzen und an der Sliprampe am gegenüberliegenden Ufer einsetzen.
  • ↕ km 779,0 (km 56,8) – < Litochovice nad Labem (Lichtowitz) mit Bhf., man startet mitten im Böhmischen Mittelgebirge. Vom Bhf. über die E65 und 150 m zur Uferwiese, ▲ (laut), ↕ über gepflasterte Rampe oder > 200 m zum Yachtclub “Porta Bohemica” (mit Kneipe) rollern und ↕ am Steg.

Střekov / Ústí bis zur deutschen Grenze 

Dieser Abschnitt wurde im April 2009 abgefahren und protokolliert. Im August und Oktober 2012 erfolgte eine Nachprüfung und die Aufnahme der neuen tschechischen Kilometrierung.

  • km 767,48 (km 68,9) – > Střekov (Schreckenstein)
    < █ ×,

    Schleuse Usti.JPG

    > Doppel-[ ] Schleuse, 7,8 m Höhe, tägl. 9:00-19:00 Uhr.
    ۩   Die Kombination Wehr-Kammerschleuse-Kraftwerk (1923-35) gilt als Beispiel moderner tschechischer Industriearchitektur.
    (Techn. Denkmal, Architekt: František Vahala)

    Ende des Böhmischen Mittelgebirges. Vorerst letzte Schleuse der Elbe, nun fließt der Fluss bis Geesthacht frei. Das Einsetzen am Bhf. Usti erfolgt bereits unterhalb der Schleuse.

    Beim Zelten auf den folgenden Kilometern das Boot weit aufs Ufer ziehen, da der Pegel bei Zuschußwasser aus der Schleuse unbemerkt steigen kann! (Erfahrung von LEHMANN 2007)

  • km 765,7 (km 69,8) – ][ Eisenbahnbrücke, es folgt
  • km 765,5 (km 70,0) – > Steinschüttungen im Fluß, darüber Güterbahnhof Střekov; < Fabrikgelände
    ][, ╣ Bílina (Biela), vor 1990 Abwasserkanal der Chemiefabriken; heute sind die tschechischen Umweltbestimmungen z.T. strenger als die deutschen, was man an der Wasserqualität merkt. Ab Hostomice 30 km ohne Wehre ganzjährig WW I befahrbar, siehe Beschreibung und Fahrtbericht.
  • km 765,3 (km 70,2) – )( most Edwarda Beneše (Stadtbrücke), auf der Mitte ihres stromab liegenden Fußwegs schlichte Gedenktafel an “die Opfer der Gewalt vom 31. Juli 1945”, zum 60. Jahrestag des Massakers enthüllt.
    Usti.JPG

    < Zentrum Ústí nad Labem (Aussig), schön ist es vom Wasser her nicht:
    ۩   Die Baudenkmäler im Zentrum gingen 1945 im Bombenhagel unter; der Turm der Stadtkirche hat seitdem eine Neigung von 1,92 m. Im westlich gelegenen Stadtteil Předlice (Prödlitz) leben viele Roma. LEHMANN wurde hier 2007 (das einzige mal auf seiner Fahrt) bestohlen, als er das Boot unbeaufsichtigt ließ.
    Hier beginnt die Tourbeschreibung Elbe von Usti nach Dresden.

    Bruecke Usti.JPG
  • km 764,7 (km 70,8) –  ۩   Ústí verabschiedet sich mit der imposanten )( Mariánský most (Marienbrücke), 1998 das (seit 1948) teuerste Verkehrsbauwerk Tschechiens (~30 Mio.€).
    < der hohe Prallhang des Mariánsky vrch (Marienberges), 120 m über Elbniveau.
    ╣ Hafenbecken
    ╣ Hafenbecken
    Krásné Březno (Schönpriesen)
  • km 761,2 (km 75,1) – > Svádov (Schwaden)
    Beiderseits alte Fährrampe, guter Rastplatz. Rechts an der Hauptstraße von Svádov Obst- und Gemüsekiosk, 200 m weiter den Radweg stromab kleiner Biergarten “Hospůdka u Vodnika” (“Kneipe zum Wassermann“).
  • km 761,0 – 760,4 (km 75,3 – 75,8) – enges Fahrwasser. Bei einem Pegel in Ústí von unter 300 cm entgegenkommende Motorschiffe abwarten!
  • km 760,6 (km 75,6) – > hinter der hohen Uferweide kahler Baum, beliebter Sitzplatz für Kormorane (bestes Fotolicht nachmittags).
  • km 759,5 (km 77,0) – < Neštěmice (Nestomitz)
    in der Biegung > Valtířov (Waltirsche),   ۩   Dorfkirche (1574) im Stil der sächsischen Renaissance mit Ausstattung der Entstehungszeit
    Mojžíř (Mosern) mit Bhf.,   ۩   ursprüngl. gotische Kirche (16./19. Jh. umgebaut) mit reicher Ausstattung.
    Blaue Rohrbrücke.
  • km 757,1 (km 79,0) – Gierfähre, Seil rechts. “Vorsicht, durch Rechtskurve erst spät einsehbar; unbedingt halten bzw. wenden, wenn Fähre sperrt!” (Zitat werow.com)
    Neštědice (Nestersitz), 500 m unterhalb der Bhf. Neštědice. Am Ufer gegenüber mehrere weiß “gekalkte” Sitzbäume von Kormoranen.
    Velké Březno (Groß Priesen).   ۩   Inmitten eines Arboretums (tägl. 7-19 Uhr) das zu besichtigende “Neue Schloß” von 1845 (April: Sa, So, feiert. 10-17; Mai-Sept. tägl. außer Mo 10-18; Okt. Sa, So, feiert. 8-16; letzter Einlaß 1 Std. vor Schließung) und das barocke “Alte Schloß” (jetzt Altersheim), das im 19. Jh. umgebaut wurde (von der Fähre die Fahrstraße hoch und an der Hauptstraße rechts, 800 m. Am Ortseingang die Brauerei des “Březňák”-Bieres, das in der kleinen Fährkneipe ausgeschenkt wird (von Ruderern empfohlen!) Brauereibesichtigung nach Voranmeldung unter arnostka.sebestovaKLAMMERAFFEdrinksunion.cz möglich. – Das Eisenbahnmuseum Zubrnice wird überall ausgeschildert, liegt aber 6 km weit im Landesinnern; nur am Wochenende fahren Museumszüge dorthin.
    > Alter Bunker.
    < der mächtige Prallhang des Kozí vrch (Ziegenberges), 240 m über Elbniveau.
  • km 756,9 (km 79,2) – > alter Bunker
  • km 756,5 (km 79,5) – Povrly (Pömerle)
    Malé Březno (Klein Priesen); am Ufer zwei alte Bunker.
    Rundumblick: Am linken Ufer am Dorfende der Dobrý (323 m), überragt vom Bradlo (451 m); am rechten Ufer der Hang des Magnetovec (Spitzberg, 521 m) gegenüber des Dorfes, voraus die Lichá (Leechenberg, 462 m), dahinter versteckt sich der Funkturm von Děčín; im Rückblick am linken (Süd-)Ufer der Zamecký vrch (312 m), am rechten (Nord-)Ufer der markante Kegel des Kozí vrch (Ziegenberg, 379 m).
  • km 755,5 (km 81,1) – > alter Bunker
  • km 754,7 (km 79,9) – < Roztoky (Rongstock)
  • km 753,3 – 753,0 (km 83,3 – 83,6) – enges Fahrwasser. Bei einem Pegel in Ústí von unter 300 cm entgegenkommende Motorschiffe abwarten!
  • km 751,7 (km 84,9) – kurz vor der Kurve schöner Blick zurück aufs Böhmische Mittelgebirge. Hinter der Kurve links der markante Kegel des Chmelník (Hopfenberg, 508 m), dahinter in der Ferne der breite Klotz des Děčínský Sněžník (Hoher Schneeberg), höchste Erhebung des ganzen Elbsandsteingebirges. Rechts Těchlovice nad Labem (Tichlowitz), dahinter halbrechts die kantige Basaltspitze des Vrabinec (Sperlingstein), 280 m über Elbniveau, der früher eine Burg trug.
  • km 748,3 (km 88,0) – < Choratice (Kartitz), Bhf.
    Nebočady (Neschwitz), Auto-▲C “Formule Děčín”, vom Wasser aus nur zu Fuß erreichbar (keine Hinweisschilder)
  • km 746,2 (?) (km 90,4) – > am Ufer Steine unter Wasser, Vorsicht!
  • km 745,85 (?) (km 90,75) – > Rastplatz an Anglerstelle, unmittelbar hinter dem Klärwerk, (▲) evtl. Biwakplatz
  • km 741,9 (km 94,3) – > in der Linksbiegung vor der Brücke der Schnellstraße Děčín, hinter dem Betonkai einfache Schwimmstege:
    Decin Bruecken.JPG

    ⌂ Ruderclub Veslařský klub “Slavia”, Polabí 7, 40501 Děčín, Tel. (+41) 2-518 586
    ⌂ Kajakclub “Kajakářský Klub Děčín” (▲),
    beide mit noblen Vereinsrestaurants.
    “Obwohl uns die Mitglieder des Kajakclubs im April 2009 freundlich empfingen, beschied der “Direktor” uns, daß dies Privatgelände sei und wir höchstens draußen bei den Kastanien zelten dürften. Kam gerade von einer Regatta, ob der Club verloren hatte? Das Nutzen der Sanitäreinrichtungen war nicht möglich, doch konnten wir im Restaurant des Kajakkclubs die Toiletten während der Öffnungszeit benutzen.”(Palmström/DoH, 2009)
    “Nicht entgehen lassen sollte man sich dann aber auch … die schöne Sportlergaststätte, eher -restaurant, mit equisiter Küche und wunderbarem Elbeblick vom hölzernen Balkon aus.” (Gunar, 18.7. 2016)
    Genau gegenüber vom Kanuclub 300 m entfernt ist ein Tesco-Markt, allerdings ein Kulturschock.

Ruderclub.JPG Kajakclub.JPG Zelten vorm Club.JPG

Immerhin ist dies seit Lovosice die ruhigste Stelle des tschechischen Elbtals, weder Bahn noch Straße lärmen, selbst von der Stadt hört man fast nichts. Hier empfiehlt es sich auch, die Einkäufe der Waren zu machen, die man mit nach Deutschland nehmen möchte.
Rechts zwischen Schnellstraßen- und Bahnbrücke, auf der Landzunge vor der Mündung der Ploucnice, seit 2014 das Kemp Děčín, Tel. +420 774 262 111, Mehl recepceÄTTkempdecin.cz, vorrangig an Radfahrer gerichtet (“Der Platz liegt direkt an der Elbe, allerdings ohne Steg oder Einstiegshilfe, es gibt Türen im Zaun, die auf Wunsch geöffnet werden, ein Bootswagen ist hilfreich.” Zitat “Kanu-Sport” 6/2015, S. 4). Bewachtes Gelände. Es wird englisch und deutsch gesprochen. Kochgelegenheit, Waschmaschine, Duschen, Behinderten-WC, Kinderspielplatz mit Sandkasten; Gaststätten nahebei. Die Preise liegen (noch) deutlich niedriger als die der Kanu-Stützpunkte weiter stromab.
Links hinter der Brücke in der Ferne voraus noch einmal der Děčínský Sněžník (“Hoher Schneeberg”).

  • km 741,7 (km 94,5) – )( Schnellstraßenbrücke Děčín
    > vor der Brücke Steine im Wasser!
  • km 741,3 (km 94,9) – ][ , die Eisenbahnbrücke ist noch einmal mit alten Bunkern gesichert.
    > vor der Brücke Steine im Wasser!
    Bis km 741,0 (km 95,3) enges, betonntes Fahrwasser. Bei einem Pegel in Ústí von unter 300 cm entgegenkommende Motorschiffe abwarten!
  • km 740,5 (km 95,0) – Tyršův-)(
    >   ۩   Renaissance/Barockschloß, bis 1991 von der Sowjetarmee genutzt; jetzt mit Vedutensammlung und Rosenterrasse.
    > vor und gleich hinter der Stadtbrücke Anlegemöglichkeit. Museum der Elbschifffahrt nahe des Bahnhofs.
    An der durchtunnelten Wand des Schloßfelsens nahe der Bachbrücke werden (vom Wasser aus schwer zu sehen) seit Generationen Hochwassermarken vermerkt. Die älteste überlieferte Marke von 1570 ist nicht mehr lesbar, der Strich von 1432 wurde erst zur Zeit der Romantik ergänzt (das Jahr stimmt zwar, aber nicht die Höhe).
    ╠ Ploučnice (der Polzen), bei hohem Wasserstand ab Stráž pod Ralskem auf 85 km, sonst ab Česká Lípa auf 38 km befahrbar; meist Zahmwasser, doch Unterlauf ab Benešov nad Ploučnicí bis zur Elbe 10 km steiniges WW I; viele Baumhindernisse.
    Das weiße Schlößchen auf dem Fels gegenüber (Pastýřská stěna/Schäferwand) ist ein Ausflugsrestaurant mit Aussicht auf Stadt und Elbtal, auf der Höhe dahinter der Zoo.
    Hinter der Schloßbrücke liegt im Wasser des linken Ufers der nur bei Niedrigwasser sichtbare “Hungerstein”, dessen Erscheinen früher auf Dürre und Hungersnot deutete. Jahreszahlen sind seit 1616 eingemeißelt, dazu der Satz: “Wenn du mich siehst, dann weine”.
    Decin2.JPG   Schloss Decin.JPG   Durchbruch.JPG

    Ab jetzt durchquert man in einem zunehmend tiefer liegenden Durchbruchstal das Elbsandsteingebirge.

  • km 740,2 (km 96,0) – > Steine unter Wasser bis Flussmitte, Achtung, < in der Fahrrinne fahren! Bei einem Pegel in Ústí von unter 300 cm entgegenkommende Motorschiffe abwarten!
  • km 738,9 (km 96,7) – letzte alte Eisenbahnbrücke inmitten des Hafens. Voraus die mächtige Sandsteinwand des Růžový hřeben (Rosenkamm), 310 m über Elbniveau.
  • km 737,02 (km 98,98) – an dieser Stelle soll irgendwann die Staustufe Děčín (Plavební stupeň Děčín) entstehen, deren Bau seit Jahren umstritten ist. Während die Schifffahrtsverwaltung durch den Anstau die sommerlichen Niedrigwasser mindern will, fürchten Ökologen um die einmalige Landschaft. Man achte auf die Eisvögel, die im Waldabschnitt bis zum nächsten Ort vorkommen!
  • km 736,8 (km 99,0) – im Bogen der Rechtskurve gutes Anlegen möglich, ▲ Biwakplatz (Zuglärm); prüfen, ob man vom oben entlangführenden Elberadweg zu sehen ist! – Es folgen noch mehrere weitere Anlegemöglichkeiten.
  • km 735,1 (km 100,8) – < im Wald Čertová Voda (Tschirte), Bhf.
    Voraus am rechten Ufer die zerklüfteten, 200-250 m hohen Felswände von Labská stráň (Elbleithen).
    Ab etwa km 735 (km 100), 5 km hinter Děčín, empfängt das Telefon das deutsche Mobilnetz.
  • km 733,5 (km 102,3) –
    Segen.JPG

    < die hellgraue Figur des Hl. Adalbert, der die Schiffer segnet, weil sich die Elbe hier am tiefsten (bis 210 m!) in den Sandstein schnitt und so den tieferliegenden Granit erreichte, der bis zum 18. Jh. eine gefährliche Stromschnelle bildete. Ihre Felsen flankieren das rechte Ufer bis zum Bahnhof.
    Es folgt Dolní Žleb (Niedergrund), am Ortseingang (km 732,8) stehen sich die Felsgebilde “Nonne” (Jeptiška) und “Mönch” (Mnich) gegenüber (man suche, wer auf welcher Seite steht).

  • km 731,9 (km 104,3Auto-Gierfähre, Seil links; am linken Ufer das Restaurant “Dolní Grund” und die kleine Kneipe der “Pension Piccolo” (preiswerter, aber ohne Ausblick). Letzte Möglichkeit für Böhmische Knödel!
    < 400 m weiter Bhf. Dolní Žleb.
  • km 731,2 – 731,0 (km 105,0-105,2) – Schöne Rückblicke auf Dolní Žleb mit den markanten Felsabbrüchen der Spáleniště (Lehmischwand), 300 m über Elbniveau. Voraus das dunkel bewaldete Massiv des Großen Winterberges (556 m), höchster Berg der Sächsischen Schweiz.
  • km 730,7 (km 105,1) – > am Ufer Felsbrocken des letzten Bergsturzes 1984. Die Birkenschneise im Fichtenwald zeichnet die Spur der Lawine nach.
  • km 730,0 (km 105,81) – < Gelobtbachmühle Schöna, der Mühlbach bildet die tschechisch-deutsche Grenze.
    Bahnhof.JPG

    Hier beginnt mit km 0 die deutsche Kilometrierung. Die Grenze verläuft in der Mitte des Fahrwassers; bis Schmilka herrscht kaum Strömung.

  • km 729,6 (km 106,2) = km 0,4 – > am Hang die hellen Abbrüche eines Bergsturzes 1978, der den Transitverkehr 70 Tage zum Erliegen brachte. Einer der Brocken liegt noch heute im Wasser.
  • km 728,3 (km 107,5) = km 1,2 – > Hřensko, letztes tschechisches Dorf.
     Kamenice-Bach, × ; der ca. 2011 erfolgte Felssturz hinter der Bachmündung verfehlte die Nachbarhäuser nur knapp.
  • km 726,6 (km 109,2) = km 3,4 – ab jetzt ist auch das rechte Ufer deutsch. Ein Halt an der Grenze ist nicht mehr notwendig – die Lage ist so entspannt, daß die tschechische Wasserpolizei auch mal einen Ausflug nach Bad Schandau macht.

Deutsche Oberelbe

Das Elbsandsteingebirge bis Dresden (Sächsische Schweiz) ist der reizvollste Elbabschnitt. Vor etwa 2 Mill. Jahren begann sich die Elbe entlang einer alten Bruchzone in die Sandsteintafel der Sächsischen Schweiz einzuschneiden; zu Beginn der Elstereiszeit vor 500.000 Jahren hatte sie bereits ihr Bett, nur etwa 40 m höher als heute. Die Zuflüsse schnitten sich wie sie in den weichen Sandstein und zerklüfteten ihn zu dem Felsgewirr, das wir heute sehen. Wer hier nicht einen Tag Pause einlegt, um wandern zu gehen, bringt sich um ein einzigartiges Naturerlebnis!

Dieser Streckenabschnitt wird auch am stärksten befahren. Neben der Frachtschifffahrt verkehren hier Ausflugsdampfer und zahlreiche Motorboote, die nicht immer beim Vorbeifahren bremsen. Öfter nach hinten sehen! Beim Anlegen die Boote weit ans Ufer ziehen (Wellenschlag). “Hier hat man es vor allem mit der in Dresden beheimateten Dampfschiffsflotte zu tun. Auch wenn die Welle der Schaufelraddampfer nicht zu verachten ist, solltest du dein Augenmerk mehr auf die zwei hypermodernen Touristenschaukeln namens “August der Starke” und “Gräfin Cosel” widmen, diese sind um einiges schlimmer. … Ein Schlepper, welcher untermotorisierte Binnenschiffe durch das Elbsandsteingebirge schleppt, sei noch erwähnt, ausreichend seitlicher Abstand sei empfohlen, da sich das Wellenbild eher nach hinten richtet. Ob es sich dabei um einen Schaufelradschlepper handelt, kann ich weder bestätigen noch dementieren, es war einfach nicht zu erkennen.” Guido Hoffmann (25.09. 2007) Wahrscheinlich ist der tschechische Heckradschlepper “Beskydy” gemeint, der letzte seiner Art auf der Elbe. Vor dem Aufkommen der Schubschifffahrt in den 1970er Jahren war diese Bauweise auf schmalen, flachen Strömen wie der Elbe das Mittel der Wahl. Mit der Einstellung der Schleppschifffahrt wurden die Heckradschlepper arbeitslos, und nur die “Beskydy” blieb als “Nothelfer” im Einsatz. Ihr Clou besteht nämlich darin, daß der Antrieb zwar, wie üblich, im Heck liegt, der Motor aber im Bug, so daß das Schiff gleichmäßig austariert im Wasser liegt und auch bei sommerlichen Niedrigpegeln keine Grundberührung hat; wenn “normale” Schiffe an Flachstellen hängenbleiben, kann sie die “Beskydy” immer noch freischleppen. Nach verzweifelten Erhaltungsversuchen wurde sie 2013 restauriert und hofft auf Unterschutzstellung als Technisches Denkmal; ihr erfolgreicher Einsatz 2016 bei der schwersten Elbhavarie seit 1978 dürfte ihren Nutzen demonstriert haben. Paddlers Leid ist Schiffers Freud…

ACHTUNG: Im Bereich Schmilka-Wehlen fährt ein kommerzieller Powerbootfahrer teils sehr rücksichtslos. Als Paddelbootverleiher sollte er es besser wissen. Für Konfliktfälle Kamera griffbereit halten (Beweisfoto für die Anzeige)! Auch so herrscht an Wochenenden zwischen Bad Schandau und Dresden starkes Kabbelwasser durch rücksichtslose Motorboot- und Jetskifahrer.

An Werktagen wird das sächsische Elbtal zwischen Bad Schandau und Pirna als Übungsstrecke für Kampfflugzeuge genutzt, die im Tiefflug dem Flußlauf folgen. Die Nutzung durch die Bundeswehr hat Vorrang vor Nationalparkregeln, Erholungsansprüchen und Hörstürzen. “Jet noise – the sound of Freedom!”

Vorsicht mit Bojen und Anlegepontons; vor allem im Oberlauf ist die Strömung auch am Rand so stark, dass man vorwärts fahrend nicht ohne weiteres ausweichen kann; daher auch immer flussauf einsetzen und anlegen.” Jörn Jaschinski (2008) (Am Schloß Pillnitz im Oberlauf kam 2008 eine Paddlerin ums Leben, die während des Fotografierens nicht bemerkte, daß ihr Boot gegen eine Tonne trieb.)

Paddler auf der Oberelbe sollten neben den Gierfähren unbedingt auf die Fahrwassertonnen achten! Man nähert sich ihnen nämlich nicht nur mit dem Tempo des Paddelns, sondern zusätzlich mit der Elbströmung, die 4-5 km/h beträgt – also viel rascher, als man glaubt. Jedes Jahr muß die Wasserschutzpolizei Paddler retten, die die Entfernung zur Tonne unterschätzten, mit ihr zusammenstießen und kenterten. Ein tragischer Unfall ereignete sich 2008, als ein mit erfahrenen Paddlern besetzter Faltbootzweier während des Schauens und Fotografierens quertrieb und unbemerkt mittig gegen eine Tonne stieß; die Strömung, auf die Bootsenden drückend, brach das Boot augenblicklich in zwei Teile, nur einer der beiden Paddler konnte sich retten.

Im Bereich des Nationalparks “Sächsische Schweiz” ist Biwakieren verboten und wird mit hohen Strafen belegt!

Neben Pillnitz bilden das “Blaue Wunder” (Loschwitzer Elbbrücke), die Elbschlösser und die Brühlsche Terrasse mit der Silhouette von Dresden die Höhepunkte der Fotomotive. Im April bietet die Baumblüte der Hänge, im Oktober die Laubfärbung zusätzlichen Farbenzauber.

Letzter Gruß des Gebirges sind die lieblichen Hänge um Meißen: Die Elbe durchbricht hier das Meißener Syentit-Granit-Massiv. Wer nur die Gebirgsstrecke erleben möchte, sollte die Tour in Meißen beenden. Danach beruhigt sich die Landschaft, der Fluß tritt in das norddeutsche Tiefland ein; die Weinberge weichen zurück. Bis zur Mündung der Schwarzen Elster gleicht die Elbe, von Deichen begleitet, einem Kanal. Kaum einmal stehen Baumgruppen am Ufer, die den Gleichklang von Wasser und Himmel lockern könnten; kein Berg, kein Haus, das den Blick auf sich zieht.

Die meisten Fähren und größeren Orte haben Ufergaststätten, schon des nebenherlaufenden Elbe-Radwegs wegen. Bootshäuser stehen in passablen Entfernungen. An den Maifeiertagen und in der Hochsaison (Juni–August) sind sie meist so stark belegt, daß eine kurzfristige Voranmeldung ratsam ist. Unterhalb Dresdens und erst recht mit dem Beginn des Buhnenausbaus (ab km 121) gibt es bei Mittel- und Niedrigwasser so viele Kehrwasser-Sandbänke, daß man zum Übernachten nicht zwingend auf Bootshäuser angewiesen ist. Sandbankzelten in der Einsamkeit ist ein besonderes Erlebnis! Die Wasserschutzpolizei toleriert dies außerhalb NSG’s, nicht aber Boote ohne Namenszug.

Der Bereich zwischen Kreinitz und Coswig/Anhalt gilt als “Erosionsstrecke”, weil sich die Elbe hier jedes Jahr 1-2 cm tiefer in den Untergrund schneidet. Seit 1888 hat sich der Fluß um 160 cm und allein seit 1959 um 60 cm eingetieft! Neben dem großen Gefälle dieses Abschnitts sind menschliche Einflüsse wie Mäanderdurchstiche und die Verringerung der Flußbreite durch Buhnen die Ursache. Um die Tiefenerosion zu bremsen, werden hier große Mengen Schotter, die zuhauf am Ufer liegen, in die Fahrrinne geschüttet.

Unterhalb von Meißen sind andere Fahrgastschiffe unterwegs, dieser Flußabschnitt ist jedoch nicht ganz so hoch frequentiert. Diese Flotte operiert etwa bis Lutherstadt Wittenberg und erzeugt eine schon etwas moderate Welle. Von etwa Dessau bis Tangermünde operiert eine Fahrgastschiffsflotte mit einer Welle, welche nur deshalb der Rede wert ist, weil sie kaum der Rede wert ist. Kurz, die ist so klein, dass ich sie mir als Standard für alle Fahrgastschiffe wünschen würde.” Guido Hoffmann (2007)

Die großen Schubverbände sind das Problem nicht, wenn Du immer schön die Innenkurven ausfährst. Gelegentlich empfand ich von hinten kommende Fahrgastschiffe als bedrohlich, die fahren nämlich schnell und leise.” Horst (2003)

Die Stromregulierung ist durch Buhnen, die je nach ihrer Lage verschieden lang sind, bewirkt, und man kann sich ihnen bis auf 12-15 m ohne Gefahr nähern. Bei Hochwasser scharf Obdacht geben auf die Strömungsmerkmale an den Buhnenköpfen. … Scharfe Biegungen, die viel Strom am Ufer haben, sind durch Steinböschungen “Parallelwerk” geschützt. Die Fahrt liegt dann ganz nahe am Ufer, und man kann sich diesem bis auf 10 m ohne Gefahr nähern. Ist man zwischen Ufer und Schleppzug in Gefahr geraten, so kann man sich zwischen die Buhnen flüchten; es genügt, nur hinter der Linie, die man von Buhnenkopf zu Buhnenkopf peilt, zu fahren; hier ist stets tiefes Wasser. … Gleich hinter der Buhne ist nicht nur Stau, sondern sogar Gegenstrom (sichtbar an der Kreiselbildung); die Fahrt stoppt plötzlich, die Wende kann versagen.” (KELLER 1922)

Aus gegebenem Anlaß: Berufsschifffahrt (Fähren, Frachter, Ausflugsdampfer) hat Vorfahrt!

Erst mit der Mündung der Schwarzen Elster und dem Ort Elster wird die geordnete Monotonie durch wald- und wiesenreiche Überschwemmungsauen ersetzt. Die Deiche treten zurück; Baumgruppen und Wiesen bilden eine Parklandschaft. Hinter dem Dorf Griebo beginnen die ersten größeren Wälder, die langsam zusammenfließen und bis zur Saalemündung den Kern des heutigen “Biosphärenreservats Mittelelbe” bilden. Sie sind kaum bewirtschaftet und werden bei Hochwasser regelmäßig überflutet; mitunter reicht der Urwald bis ans Ufer heran. Nahe des seit der Flut 2002 verlassenen Gehöftes bei km 234 dehnt sich links der berühmte Wörlitzer Park, nur leider 1.000 m abseits hinter dem Deich. Die volle Schönheit des “Wörlitzer Gartenreiches” erschließt sich einem erst bei einer Fußwanderung, z.B. auf dem Berting-Wall zwischen Wörlitz und Vockerode.

Die Totalreservate links und rechts des Ufers bergen eine reiche Tier- und Pflanzenwelt. Die Biber leben in den gesperrten Altarmen hinterm Deich und schwimmen selten im Hauptstrom; auch Fraßspuren sind kaum zu sehen. Ab und zu nur hört man das Klatschen des Schwanzes, wenn einer erschreckt abtaucht.

War die Elbe bis zur Elstermündung jetzt 80-100 m breit, so hält sie jetzt bis Magdeburg eine Breite von 100-120 m. Bei “normalem” Wetter muß jetzt mit West- bis Nordwestwind, also Gegenwind, gerechnet werden. Er kann recht steif sein und zehrt ab 3 Bft. an Kräften und Streckenleistung. Paddel festbinden!

Größere Zuströme erhält die Elbe durch die im Mittellauf mündende Mulde und die Saale, die die Wassermenge des Stromes um jeweils etwa 10% erhöht.

Die gesamte Elbe bis Hamburg ist Binnenwasserstraße. Die auf ihr geltenden Verkehrsregeln sind hier nachzulesen. Spezielle Verkehrsregeln für die Elbe findet man in den Flussabschnitten der Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung .

Deutsche Grenze bis Torgau

Der deutsche Anteil am Oberlauf ist recht kurz. Spätestens ab Torgau, eher schon ab Riesa geht die Elbe in ihren Mittellauf über. Die Internationale Kommission zum Schutz der Elbe hat 1992 eine geografische Gliederung der Elbe festgelegt, wonach der Oberlauf bei Schloss Hirschstein zwischen Meißen und Riesa am deutschen Strom-km 96,0 endet.
Dieser Abschnitt wurde im April/Mai 2009 abgefahren und protokolliert, der Abschnitt Königstein – Torgau im Juni 2012 aktualisiert.

In den Abschnitten der Naturschutzgebiete sind die km-Angaben grün hinterlegt, ggf. Einschränkungen beachten!

  • km 0,0 = 730,0 – < Gelobtbachmühle Schöna. Der Mühlbach bildet die deutsch-tschechische Grenze.
    Bahnhof.JPG

    Hier beginnt mit km 0 die deutsche Kilometrierung. Die Grenze verläuft in der Mitte des Fahrwassers; bis Schmilka herrscht kaum Strömung.

  • km 0,4 = 729,6 – > am Hang die hellen Abbrüche eines Bergsturzes 1978, der den Transitverkehr 70 Tage zum Erliegen brachte. Einer der Brocken liegt noch heute im Wasser.
  • km 1,2 = km 728,3 – > Hřensko, letztes tschechisches Dorf.
     Kamenice-Bach, × ; der ca. 2011 erfolgte Felssturz hinter der Bachmündung verfehlte die Nachbarhäuser nur knapp.
  • km 2,0 = 728,0 – ↔ Motor-Personenfähre Hřensko – Schöna
    Der Bhf. Schöna (linkes Ufer) ist der erste deutsche Bahnhof an der Elbe; erster deutscher Lebensmittelladen. Guter Ort, um eine Paddeltour zu beginnen.
    Hier halten aber nur Regionalzüge, in die man (wenn man mit Fernzug anreist) in Dresden oder Bad Schandau umsteigen muß.
  • km 3,4 = 726,6 – die tschechische Grenze verläßt den Fluss, die Elbe liegt nun ganz in Deutschland.
    > Beginn des “Nationalparks “Sächsische Schweiz”, Uferzelten verboten, hohe Strafen!, Karte mit den Grenzen des Nationalparks
  • km 3,9 –  Motor-Personenfähre
    Schmilka
    < Bhf Schmilka
    Der früher hier gelegene Zeltplatz existiert nicht mehr, dafür auf dem rechten Ufer nahe der Fähre großer (kostenpflichtiger) Parkplatz.
    Übliche Einsetzstelle für die Elbbefahrung, Imbiss, Toilette.
    An dem bei km 4,6 links sichtbaren Bahnviadukt stand das Hochwasser 2002 an der Unterkante des Gleisbetts (weiße Markierung).
  • km 5,1 – > ۩ Beginn der früheren sächsischen Sandsteinbrüche, deren Wände bis 70 m hoch aufragen, darüber die Schrammsteine. Die helle Stelle gleich am Anfang, gekrönt vom schweren Klotz des Torsteins, ist die Abbruchfläche einer großen Lawine 1985, die bis in die Elbe rollte.
  • km 6,0 – voraus der Kirchturm von Bad Schandau und in der Ferne der Tafelberg des Liliensteins (bestes Fotolicht mittags).
  • km 7,2 – > An den ersten Häusern von Postelwitz liegen im Birkenwald die riesigen Blöcke einer Lawine: “Das Siedlerhaus eines Waldwärters wurde am 14. Januar 1936 durch Felssturz zerstört. Oben löste sich eine gewaltige Wand. Etwa 5000 Raummeter Gestein stürzten auf die Halde. Ein Felsblock von 150 cbm = 400 t rutschte den Haldenhang hinab, streifte das Haus und verschob das Mauerwerk ganz. Aber keine Tür, keine Fensterscheibe zerbrach. Es wurde auch niemand verletzt. Sogar die Ziegen und Kaninchen konnten unversehrt aus dem verschütteten Stalle geborgen werden. Im Nachbarhaus zerschlug ein kopfgroßer Stein glatt die Rückwand.” (GROSSE 1936)
    600 m weiter > Postelwitz. ۩ Schöne Fachwerk- und Umgebindehäuser (diese sächsisch-böhmische Spezialbauweise ist sehenswert!) An den Häusern 43 und 69 sowie am Fährmannshaus Hochwassermarken. Schrägrampe bei km 7.7, am Einschnitt des Zahnsgrundes, noch vor den Stegen des Yachtclubs Postelwitz.
    Vorläufiges Ende des “Nationalparks “Sächsische Schweiz”.
    < Restaurant “Ziegelscheune” (▲)
    Schöner Rückblick bei km 7,6 (bestes Fotolicht abends).
  • km 9,1 – ↔ Motor-Personenfähre, Schiffsanleger
    Krippen, Bhf., ۩ Im Haus Nr. 76 das Museum des Erfinders des Holzschliffpapiers Friedrich Gottlob Keller (1816-95).
    Der früher hier gelegene Zeltplatz Postelwitz existiert nicht mehr.
  • km 9,8 –  Kirnitzsch ×, Befahren nicht erlaubt (Nationalpark)
    ۩ Personenaufzug zur Ostrauer Scheibe (1904, techn. Denkmal; Betriebszeiten und Fahrpreise)
  • km 10,2 – ↔ Motorfähre zum km 11.1
    Schiffsanleger
    Bad Schandau, Stadtkirche mit Hochwassermarken unter der Orgelempore, nach der Flut 2002 wiederhergestellt. Am linken Ufer beim Bahnhof großer (kostenpflichtiger) Parkplatz.
    Übernachtung:

    • “Elbhotel”, An der Elbe 2, 01814 Bad Schandau, Tel. 035022-9210 und
    • “Hotel Lindenhof”, Rudolf-Sendig-Str. 11, 01814 Bad Schandau, Tel. 035022-4890, beide “nur” dreisternig und direkt an der Elbe gelegen.
  • km 10,8 – > 2 schöne Rastplätze
  • km 11,1 –  Motorfähre zum km 10.2, > Fähranleger
  • km 11,5 – )( Straßenbrücke
    < Bhf. Bad Schandau, direkt an der Elbe (ca. 50 m bis zum Ufer), hier halten auch Fernzüge (z.B. CityNightLine über Berlin – Prag, kommt morgens 7:00-8:00 an.)
  • km 11,9 – ][ Eisenbahnbrücke, technisches Denkmal
  • km 12,0 – ╠ Lachsbach × (Sebnitz/Polenz), Befahren nicht erlaubt (Nationalpark), an der Mündung guter Rastplatz
  • km 13,2 – > Hafen Prossen, Schiffsanleger. Die Höhe des baumbewachsenen Dammes vom Winterhafen entspricht dem Pegel des Rekordhochwassers 1845, das bisher nur von der Flut 2002 übertroffen wurde.
  • km 13,7 – schöner Blick zurück auf die Felswände
    > hinter Prossen bis zur Königsteiner Fähre erneut der Nationalpark “Sächsische Schweiz”, Uferzelten verboten, hohe Strafen! – Im Hangwald des linken Ufers Schlafplatz von einem Dutzend Fischreihern.
  • km 14,8 – < “Elb-Panoramagaststätte & Pension“, Dresdener Str. 1, 01824 Königstein, 035 021 / 67614, schöne Elbterrasse, paddlerfreundlich; gutes Anlegen am Strand, Boote gegen Wellenschlag der Schiffe sichern!
    ۩ voraus Festung Königstein
  • km 14,9 – hinter dem orangen Haus < ▲ Zeltplatz Königstein (ehem. R/27), Schandauer Str. 25e, 01824 Königstein, 035021-68224
    > oberhalb des steilen Hanges Natur- und FamilienOase Königstein, Halbestadt 13, 01824 Königstein, 035022-99480, Übernachtung; ▲ = ?, Anlegemöglichkeit = ?
  • km 15,5 – Anlegen zum C-Platz
    Bei km 15,9 Postkartenblick auf den Königstein (bestes Fotolicht vormittags/mittags).
  • km 16,5 – ↔ Motor-Personenfähre, Schiffsanleger, 200 m zum Penny-Markt
    < Bhf. Königstein mit (kostenpflichtigem) Parkplatz.
    Königstein mit ۩ Festung (250 m über Elbniveau), Besichtigung empfohlen, bestes Fotolicht morgens
    ╣ Biela
    > ۩ Lilienstein (335 m über Elbniveau). Das Nationalparkgelände am rechten Ufer setzt vorübergehend aus.
    Bis Stadt Wehlen hat die Elbe nun starkes Gefälle und umströmt kräftig in weitem Bogen den Lilienstein. Am Ende des Bogens kommen die Säulen der Rathener Sandsteinfelsen in den Blick. Die Felsen wirken vom Fluß aus kleiner, als sie in Wirklichkeit sind. Ihre wahre Größe ist nur auf einer Fußwanderung erlebbar.
  • km 17,2 – > Hafen Königstein. Im Folgenden zwischen km 18 und km 19 schöne Rückblicke auf die Festung.
  • km 20,0 – > Ferdinands Homestay, Halbestadt 51, 01824 Königstein, 03502-254 775, unterhalb des Liliensteins, mit ▲C. Ruhiger als der Platz Königstein gelegen, weil nachts nur der Zug und keine Straße lärmt. Einzige Zeltmöglichkeit im Nationalpark! Dafür hievt man die Boote die steile, sehr hohe Böschung hinauf. “Sehr schön gelegenes Hostel mit angeschlossener kleiner Zeltwiese direkt am Nationalpark Sächsische Schweiz. Im Hostel können auch die Camper frühstücken, die gemütlichen Aufenthaltsräume benutzen und sich an der Bar bedienen lassen. Angenehme Atmosphäre und sehr entgegenkommende sowie freudliche Betreiber. Die nächste Einkaufsgelegenheit ist ca. 8 km entfernt in Prossen.” Zitat Christian am 8.10. 2013 in Outscout.org
    ۩ Wer es die Bösching hinauf schafft, kann von hier aus in einer knappen Stunde auf den Lilienstein wandern (Aussicht auf die Elbschleife!)
    Das rechte Ufer gehört erneut zum Nationalpark “Sächsische Schweiz”.
  • km 22,7 –  Gierfähre in der Linkskurve, Seil rechts (links vorbeifahren).
    > Kurort Rathen, Lebensmittelladen in der Ortsmitte. ۩ Rhododendronpark am Hang, Blüte Mai-Juli, gute Aufstiegsmöglichkeit zur ۩ Bastei (305 m), Amselgrund, Felsenbühne
    < Bhf. Kurort Rathen
    > ۩ Hinter der Stadt zwischen den Felsen die Basteibrücke, bestes Fotolicht nachmittags und abends.
    Im Rückblick das Liliensteinmassiv (bestes Fotolicht nachmittags).
  • km 23,3 – > ۩ Bastei (305 m), die folgenden Steinbruchwände sind sehr hell und erreichen mit 120 m die größte Höhe des deutschen Elbabschnitts.
    Die weißliche Spitze des “Wartturms” schräg links unterhalb der Bastei-Gebäude rührt von einem 2000 erfolgten Felssturz her, der ein Drittel des Felsens bis in die Elbe hinabriß.
  • km 24,9 – Endgültiges Ende des Nationalparkgebietes. > ▲C VKD DresdenDKV Kanustation, Hofewiese 20, 01829 Wehlen, Stefan Schlegel 0172-4810112 (wohnt am Hang rechts oberhalb der Zeltwiese) oder Dieter Sinde 0351-3104798 bzw. 0173-5391350. Parken schwierig, Wochenende und feiertags reservieren!
    Restaurant direkt neben dem Bootshaus (Küche spätestens ab 20 Uhr wegen Wohlstand geschlossen, bei Bedarf auf den Ort ausweichen). Einkaufsmöglichkeit im Ort 1 km stromabwärts.
    ۩ Schöner Blick zurück auf die Felswände.
    ۩ Zumindest eine Wanderung durch den Griesgrund auf die Bastei wird empfohlen: 165 m über Elbniveau, Blick bis ins Ost-Erzgebirge hinein. Tiefe Felsschlüchte erlebt man eindrucksvoll im Uttewalder Grund zwischen Stadt Wehlen und Lohmen. Und wer es weniger belebt haben möchte, fährt ans gegenüberliegende Ufer und steigt auf Bärenstein und Rauenstein, die alle diese Formen auf engstem Raum aufweisen.
  • km 26,0 –  Gierfähre (weiß jemand, an welcher Seite man passieren muß?), hinter dem Fähranleger Motorbootsteg mit schräger Rampe, gute Stelle zum Anlegen. Restaurant nahebei.
    Stadt Wehlen (das “Stadt” wird mitgesprochen), ۩ Pflanzgarten der wichtigsten montanen Arten, dazu Bienenvolk in gläsernem Bienenstock
    < Bhf. Stadt Wehlen
  • km 28,0 – > “Zeichener Steinbrüche”, waren als letzte Sandsteinbrüche bis 1966 in Betrieb
    Bis Pirna hat die Elbe kaum Gefälle und wenig Strömung.
  • km 29,8 – ↔ Motor-Personenfähre
    Obervogelgesang, Bhf.
    Zeichen, Schiffsanleger
  • km 31,6 – ۩ Im Schotter des rechten Ufers liegt der “Hungerstein”, ein Sandsteinblock, der nur bei Niedrigwasser auftaucht und früher Dürre mit Hungersnot verkündete. Seit 1728 meißelten viele Generationen Jahreszahlen ein, zuletzt 2003. Die Inschrift auf seinem Rücken hat das Eis in Jahrhunderten abgeschliffen, doch das Bergmannswappen auf der Flanke ist noch erkennbar.
  • km 32,7 – < Achtung am linken Ufer: Von der kleinen Bachbrücke am linken Ufer führt eine dicke Rohrleitung ins Flachwasser hinein.
    Bei Niedrigwasser Abstand vom Ufer halten!
  • km 32,9 – > Pirna-(Ober)Posta; rechts die ersten Weinberge.
  • km 33,6 – > Winterhafen Copitz
    Anleger mit schöner Rastwiese, mehrere Bootshäuser.
    Links der Paddlersteg des SV Grün-Weiß Pirna. “Direkter Zugang zur schön restaurierten Innenstadt, Parkplatz 100 m.” (Skipperguide-Wiki: Elbe)
  • km 33,9 – ↔ Motor-Personenfähre.
    Pirna-Copitz
    Pirna, ۩ Sehenswerte Renaissance-Altstadt mit schöner spätgotischer Kirche (obersächsische Hallengotik). Im Turm des Rathauses, leider nur im Fernglas richtig sichtbar, schlägt eine Astronomische Uhr, zusätzlich wartet an der Südfassade eine Sonnenuhr auf das Ende des Regens. Großer (kostenpflichtiger) Parkplatz am Bahnhof.
    Hier enden die alten Sandsteinbrüche, die Felsen treten zurück und öffnen sich zur “Dresdener Elbtalweitung”.
    Bester Fotoblick abends von der kleinen Terrasse am Copitzer Ende der Stadtbrücke (am rechten Ufer, versteckt zwischen Pappel und Kiefer), der “Canalettoblick”. Gutes Anlegen dafür an der Schrägrampe des Motorbootclubs Pirna-Copitz, gleich hinter dem Copitzer Fähranleger.
  • km 34,0 – < Schiffsanleger
  • km 34,4 – )( Straßen- und ][ Bahnbrücke, < dahinter Bhf. Pirna
    < hinter den Brücken ⌂ Pirnaer Ruderverein 1872, An der Elbe 11, ▲C, 03501-446151 oder 03501-447802; hier Aussetzen möglich. Auch Zelten geht, doch lagen die Zeltgebühren 2015 deutlich über dem Elb-Durchschitt.
    Im Bereich der alten Pirnaer Brücke ist ‘immer’ Wind, nicht irre machen lassen, es wird danach wieder geschützter.” (Fahrtbericht “Elbe von Usti nach Dresden”)
  • km 35,4 – ╣ Gottleuba
  • km 35,6 – )(
  • km 36,0 – < Großsedlitz
  • km 37,4 –  Wesenitz
    (alte Fährstelle) < L Industriegebiete. Bei km 37,3 führt links die Straße “Am Niederhof” zum Bhf. Heidenau-Großsedlitz, Strecke 200 m. – Der berühmte Barockgarten ist 1 km vom Wasser entfernt, besser vom Land aus besichtigen.
    > (unsichtbar) Pratzschwitz
  • km 38,5 – < der schloßartige Bau der Papierfabrik Heidenau mit ihren drei Türmen. Bei km 38,7 links Ein- und Aussetzen an verwachsener Sandsteintreppe möglich. Bei km 38,9 (Imbißstand) führt die baumbestandene Hafenstraße vom Ufer zur Kreuzung mit der Schmiedestraße. Über diese halbrechts hinweg und gleich links in die Johann-Sebastian-Bach-Straße einbiegend gelangt man zum Bhf. Heidenau-Süd, letzter ufernaher Bahnhof vor Dresden-Neustadt. Strecke 600 m.
  • km 39,2 –  Müglitz
  • km 39,6 – ↔ Motor-Personenfähre
    Mügeln
    Birkwitz, Schiffsanleger
  • km 40,0 – km 60,0 – < > Stadtgebiet Dresden
  • km 40,3 – Hochspannungsleitung
  • km 40,5 – Hochspannungsleitung
  • km 41,2 – alte Fährstelle
    Söbrigen
    Im Rückblick erscheint bei guter Sicht der Kamm des Osterzgebirges mit dem Buckel des 28 km entfernten Geisingbergs bei Altenberg (824 m).
  • km 42,0 – ۩ Pillnitzer Insel, die letzte erhaltene Elbinsel, > fahren und nicht auf der Insel anlegen (NSG mit Eichen- und Ulmenwald, Biber). “Den andern Arm fahren zu wollen, wird die Haut übelnehmen: die Einfahrt ist von oben kommend fast immer unpassierbar: sehr flach und mit fetten Steinen gespickt.” (Zitat Fahrtbericht “Elbe von Usti nach Dresden”)
    Beeindruckend der abendliche Einfall und morgendliche Ausflug der Krähenkolonie: tausende Saatkrähen und Dohlen nutzen zur Zugzeit im Oktober und März die Insel als Rast- und Schlafplatz.
    ▲ Campingplatz Wostra (ehem. R/36), An der Wostra 7, 01259 Dresden, 0351-2013254, cp-wostra ätt freenet.de
    < kurz vor der Inselspitze anlegen, 200 m landeinwärts, der Platz liegt an einem klaren See; gegenüber das Freibad Wostra (textilfrei); der Zeltplatz selbst hat Kleiderordnung.
  • km 42,7 – > Biergarten “Pillnitzer Elbblick”, Söbrigener Str. 2, 01326 Dresden, 0351-4248444
    oberhalb des Schlosses Pillnitz an der Dampferanlegestelle Dresden-Pillnitz gelegen
  • km 43,0 – > ۩ Schloss Pillnitz, einstige Sommerresidenz der sächsischen Könige, inmitten von Weinbergen. Bis heute ist das straffreie Anlegen an der Wassertreppe nur dem König von Sachsen erlaubt (Normalsterbliche landen 50 m oberhalb des Schlosses an; seit 2012 wird April-Okt. Parkeintritt kassiert). Beachte die Hochwassermarken an der rechten Freitreppe des Wasserpalais: 2002 stand das Schloss bis zu den Torbögen unter der Balustrade unter Wasser. (Wenn man die Niedrigwassermarken am Fuß des rechten Treppenpfeilers sieht, steht die Elbe eindeutig zu niedrig:) ) Bestes Fotolicht mittags und nachmittags.
    Achtung, beim Fotografieren nicht gegen die grüne Tonne treiben (Todesfall)!
  • km 44,0 – > ۩ “Schifferkirche” Hosterwitz, darüber der 225 m hohe Fernsehturm. Bestes Fotolicht vormittags und mittags.
    < links schöner Kiesstrand zum Rasten.
    Zwischen km 44,2 und 44,8 im Rückblick noch einmal die Tafelberge der Sächsischen Schweiz: (von links) Pfaffenstein, Gr. Zschirnstein, Königstein, Lilienstein und die beiden Bärensteine.
  • km 45,5 – < ⌂ Kanuverein Laubegast, Laubegaster Ufer 35, 01279 Dresden, Hartmut Schmidt 0351-2525613 oder 0351-4913526,
    direkt davor:
    < “Schiffs- und Yachtwerft Dresden”, die letzte Werft der Stadt.
  • km 46,5 – ↔ Motor-Personenfähre Dresden-Niederpoyritz
  • km 47,2 – > hinter der Strombiegung Biergarten “Elbterrasse Wachwitz” mit kleiner Sandsteintreppe am Ufer, Altwachwitz 14, 01326 Dreden, 0351-269610
  • km 48,2 – < vor dem “Blauen Wunder” ⌂ Wassersportverein “Wiking Schweifsterne”, Tolkewitzer Str. 69, 01277 Dresden, Reinhardt Bauer 0351-3400468 oder Stefan Haase 0351-4677343 bzw. 0172-7916112
    ۩ beim Rückblick grüßt ein letztes Mal der 25 km entfernte Königstein.
  • km 48,3 – < ⌂ “Verein Kanusport Dresden”, mit Tipi (Kennzeichen vom Wasser aus! War jedoch im Herbst 2013 abgebaut), Tolkewitzer Str. 79, 01277 Dresden, Heiko Mario Kriegel 0351-3108919
    Am Stahlsteg am gleichen Ufer folgenden “Kanuclubs Dresden” besser nicht anlegen – im Oktober 2013 sollen Tourenpaddler hier rüde abgewiesen worden sein.
  • km 49,8 – )( “Blaues Wunder”, ۩ eine der ersten Stahlbrücken Deutschlands (1893), ein Pionierwerk. Als einzige Elbbrücke überstand sie den Krieg: Zivilcourage verhinderte 1945 ihre Sprengung durch deutsche Armeeangehörige.
    Vor und hinter der Brücke gutes Anlegen zwecks Besuch der hiesigen Biergärten:

    • vor der Brücke > “Körnergarten”, Friedrich-Wieck-Str. 26, 01326 DD-Loschwitz, 0351-2683620, “etwas preisintensiv, ‘bekannt’ durch den mdr-Tatort mit Peter Sodann.”
    • unmittelbar dahinter > “Demnitz-Elbegarten”, Friedrich-Wieck-Str. 18, 01326 DD-Loschwitz, 0351-2656209, tägl. ab 14:00, (Tipps von Hans-Peter Fieber, Dresden)
    • direkt vor der Brücke < der “Schillergarten”, Schillerplatz 9, 01309 DD-Blasewitz, breite Sandbank zum Anlegen; noch heute steht Schiller hier, guckt auf die Elbe vor der Brücke und auf die äußerst exklusiven Speisekarten.
    • direkt hinter der Brücke
      “Villa Marie”, Fährgässchen 1, 01309 DD-Blasewitz, 0351-315440, in hübschem Haus, ähnlich exklusiv wie der “Schillergarten”.
    • Gluten-, laktose- und milchzuckerfreien sowie veganen Kuchen gibt’s in der “Bäckerei Wippler” am rechten Ufer der Brücke am Körnerplatz direkt vor der Standseilbahn, vom Ufer 3 Minuten die Friedrich-Wieck-Straße hinauf (ab Oktober Stollenbäckerei!)
      Bis km 52,5 stört oft Gegenwind beim Fotografieren und Staunen.
  • km 51,0 – > ۩ die 3 “Elbschlösser” des Prinzen Albrecht v. Hohenzollern
  • km 52,7 – Die vieldiskutierte “Waldschlößchenbrücke”, 2013 eingeweiht, verstellt den schönsten Blick auf Dresden. Optimales Fotolicht für das einstige Motiv Canalettos herrscht am Vormittag.
  • km 53,5 – ↔ Motor-Personenfähre Johannstadt
    daneben “Fährgarten Johannstadt”, Käthe-Kollwitz-Ufer 23b, 01307 Dresden, 0351-4596262, mit eigenem Bootssteg. “Fliesen auf den Toiletten begutachten!” (Tipp von Hans-Peter Fieber, Dresden) “100 m zu schönem Kinderspielplatz, samstags Trödelmarkt.” (Skipperguide-Wiki: Elbe)
    Wer Gartenkultur genießen will, zieht sein Boot beim km-Schild 54,0 rechts den Schotterstrand hinauf und läuft 100 m landeinwärts zum “Cafe Rosengarten”, Carusufer 12 Ecke Löwenstraße (Kennzeichen: Schild “Ankern verboten” vor dem Haus). Von der Terrasse schweift der Blick über das Gartendenkmal der 30er Jahre mit seinem von Rosen umrahmten Senkgarten.
    In Dresden steht oft ein italienischer Eisbus rechtes Ufer, kurz nach Fähre Johanna, 10 Meter vor der Prießnitzmündung hinter den Bäumen (am Fußweg). ” (Zitat frankmehlhop im Faltbootforum 2012)
  • km 55,0 – ۩ Zentrum Dresden
    “Hier konzentriert sich alles, was der Strom zur Schönheit der Stadt beitragen kann … Mit einer durchschnittlichen Breite von 120 m rückt sie die Gegenstände so weit vom Beschauer ab, daß das städtebauliche Ensemble und einzelne größere Baumgruppen mit einem Blick erfaßt werden können, doch wiederum nicht so weit, daß nicht bauliche Details noch wirksam würden.” (HAHN/NEEF 1985)
    “In Dresden selbst wird Wildzelten, wie auch ungenehmigtes Feuer ebenso wie das Paddeln mit einem Boot ohne Namen gnadenlos geahndet.” (GeorgS2009)
    “Wir setzen linksseitig vor der ersten Dresdner Stadtbrücke aus, mit Blick auf das berühmte Terassenufer. Schön, dass es Elbwiesen gibt, die unverbaut geblieben sind, ein Stückchen Sand fand sich auch, so dass das Anladen gut ging … Von der Aussetzstelle kann man nach etwas Fußweg die Straßenbahnen erreichen, z.B., um zum Bahnhof zu kommen.” (Fahrtbericht “Elbe von Usti nach Dresden”)
    “An Albertbrücke (Dresden) nicht unbedingt den rechtesten Bogen nehmen.” (Peter Giesler / Frank P aus DD 2003)
    Unter der Augustusbrücke am Schloß ist in der Patina des Sandsteins noch der Wasserstand von 2002 und 2013 zu sehen.
    Kunstfreunde seien gewarnt, daß Montags sämtliche Dresdener Museen (mit Ausnahme des Historischen Grünen Gewölbes) geschlossen sind!
    ۩ Hinter der Eisenbahnbrücke klingt die Silhouette Dresdens in Industrieanlagen aus; ein Blick zurück lohnt trotzdem.
  • km 57,3 – > hinter der Eisenbahnbrücke der Hafen Dresden-Neustadt mit einem alten Elbdampfer, heute preiswertes Hostel “Die Koje”, 0351-8400981, Anlegemöglichkeit = ? (Achtung: das Jugendschiff des CVJM, km 57.0, ist es nicht!)
  • km 58,5 – > Hafen DD-Pieschen; an der Fußgängerbrücke “Ball- und Brauhaus Watzke”, Leipziger Ecke Kötzschenbrodaer Str., mit deftiger Küche und schönem Blick auf die Altstadt, Anlegen am Mündungsbauwerk direkt hinter der rot-weißen Peilstange.
  • km 59,7 – > alter Dorfkern von Dresden-Übigau; die Uferhausidylle erinnert an den Main – wahrscheinlich wirbt der Wirt deshalb für bayerisches Bier.
    Biergarten “Lindenschänke”, Altmickten 1, 01139 Dresden, 0351-8599577, http://www.dresden-gourmet.de , tägl. 11:00-22:00. “Direkt an der Elbe; sehr schön, ruhige, schattige Lage, richtig gute Küche.” (Tipp von Hans-Peter Fieber, Dresden)
    < Einfahrt zum Elbhafen Dresden-Friedrichstadt (Alberthafen), dem Frachthafen von Dresden. Beim Hochwasser 2013 reichte die Flut bis an die Unterkante der Bahnbrücke am Hafeneingang.
  • km 60,2 – > Das kleine Schloß mit der Ufertreppe, bis 1989 gepflegt, verfällt seit Jahren. Von der traditionsreichen Werft nebenan zeugt nur noch der alte Frachtkran.
  • km 61,45 –  Weißeritz, schlechte Wasserqualität.
    < am Ufer Bhf. Dresden-Cotta, Aussetzen an der Betonschräge des Ruderclubs und kurzer Weg zu den Gleisen. Früher lag am Cottaer Ufer ein “Hungerstein”, der nur bei extremem Niedrigwasser auftauchte und in dieser Publikation, S. 8, abgebildet ist. Wo genau mag er liegen?
  • km 64,0 – rechts schaut der Kirchturm von DD-Kaditz über den Deich. Die berühmte “Tausendjährige Linde” an der Kirche hebt sich nur wenig ab.
  • km 65,4 – < die ehem. Gohliser Windmühle (techn. Denkmal mit Biergarten), bei höflichem Nachfragen kann biwakiert werden. Achtung, direkt am Elberadweg! April/Mai und Sept./Okt. Mo Ruhetag, Juni-August täglich (als wir dort standen, war aber zu), Nov.-März geschlossen.
  • km 66,4 – > alte Fährstelle Radebeul-Gohlis, 800 m zum Kaufland (hoch zur Kötzschenbrodaer Str. und diese 250 m nach rechts)
  • km 68,2 – > Radebeul
    Vor dem hellen Wohnblock > ⌂ “Spiel- und Sportverein Planeta”, An der Festwiese 9, 0351-8386837 bzw. 0176-6703 2256 (beide abends) oder Jens Morczinietz 035243- 36453
    Bhf. Radebeul-West 700 m. Zu Essen und trinken siehe die Auflistung in den Einsetzstellen.
    ۩ Die Dampflok schnauft in Richtung Moritzburg, in einer der Villen wohnte Karl May, und von den Weinbergen grüßt das Spitzhaus. Links laufen die riesigen Fallrohre des Pumpspeicherwerks Oberwartha den Hang hinunter; das Unterbecken nahe der Elbe wird vom Deich verdeckt.
  • km 69,7 – ][ Eisenbahnbrücke, dahinter )( eleganter Brücken-Neubau
    200 m Bhf. Niederwartha, Linie 225 (Dresden-Coswig-Großenhain). Anlegen vor der Brücke, zum Bhf. steil die Treppe hinauf.
    Im Rückblick die Radebeuler Weinhänge, vorn mit dem wuchtigen Wasserturm, rechts daneben die zinnenbekrönte “Friedensburg”, dahinter das Spitzhaus.
  • km 71,3 – km 72,6 – Wasserskistrecke.
  • km 73,0 – ↔ Motor-Personenfähre Kötitz-Gauernitz. Am Fähranleger rechts Trinkwasserbrunnen!
  • km 74,3 – > ⌂ “Coswiger Kanuverein”, Feldweg 15, 01640 Coswig, 03523-701530 bzw. Steffen Pickardt 0173-5787562 oder Peter Thon 03523-723 68 bzw. 0172-7903147 (April bis Oktober). Anfahrt hinter dem Urwald der Gauernitzer Halbinsel rechts im Altarm. Bei Pegel 2,60 m direkte Anfahrt möglich, dazu bei km 73,4 gegenüber der Pyramidenpappel über die Halbinsel fahren. Die Halbinsel selbst ist NSG, nicht anlegen! – Im Vergleich zum Elbsandsteingebirge sehr ruhig gelegen, vielfältige Vogelstimmen. Die freundliche Atmosphäre wird sehr gelobt!
    Bäcker 300 m nach rechts (Mai-Sept. auch So. 7:00-10:00). Badesee 5 Minuten nach links (mit textilfrei-Abschnitt). Bhf. 1 km, Züge nach Berlin, Leipzig, Cottbus und Hoyerswerda. ۩ Die Alte Kirche im Zentrum (zwischen Bahnhof und Straßenbahn) stammt aus der Renaissance und hat im Turm noch eine alte Ein-Zeiger-Uhr (die Genauigkeit genügte den Menschen des Mittelalters) mit originalem Uhrwerk des 16. Jh.
    Coswig b. Dresden ist nicht zu verwechseln mit der Stadt Coswig/Anhalt an der Mittelelbe.
    Bis Diesbar-Seußlitz hat die Elbe nun starkes Gefälle und strömt kräftig.
  • km 76,0 – < ducken sich die Gehöfte von Reppina unter den 100 m hohen Elbhang
    Über dem Hangwald leuchten die roten Dächer des Schlosses Scharfenberg auf; kaum zu besichtigen, da Anlegen schwierig.
  • km 77,5 – > ۩ das kleine Spaargebirge mit Weinhängen, davor Sörnewitz
    Der Granitsteinbruch oberhalb der Häuser leuchtet bräunlichgrau aus dem Wald. Deutlich sind die hellen Kotspuren der Turmfalkennester zu erkennen, die die gleichfalls hier brütenden Ufer- (Mehl?)schwalben jagen.
    Auf der Kuppe (Aussicht!) ein Botanischer Garten der hiesigen mediterranen Pflanzenwelt.
  • km 78,5 – Hinter der Biegung erscheint der Meißener Dom
  • km 78,9 – < Zugang zu einem Caravan-Zeltplatz mit Kiosk 200 m (ehem. Campingplatz R/11 mit der “Rehbockschänke”)
  • km 80,4 – > Anlegen zum “Eiscafé Eckardt”, Mo+Di ab 14:00, Mi-So ab 11:00
  • km 81,8 – ][ Eisenbahnbrücke
    Davor > ⌂ “Sportgemeinschaft Kanu” (Kennzeichen: grünes Tor), Plangasse 1, 01662 Meißen, 03521-733711, oder Udo Richter, 03521-736019
    Bhf. Meißen 300 m, Züge nach Dresden (Linie 241.1) und Leipzig (Linie 506)
    ۩ Altstadt Meißen, Dom und Wein. Bestes Fotolicht vormittags und mittags, Postkartenblick vom Radweg der Eisenbahnbrücke.
  • km 84,0 – < ۩ Ruine des Klosters Zum Heiligen Kreuz, Bildmotiv Caspar David Friedrichs, das mit der Reformation verfiel; Schotterstrand zum Anlegen.
    > ۩ Steinbrüche: Nach der Reblauskatastrophe 1887 verkauften viele Winzer ihre Hänge an Schotterfabrikanten. Heute brüten Turmfalken und Dohlen in den Felsen.
  • km 84,5 – ۩ schöner Blick zurück auf den Meißener Dom; voraus taucht die Landmarke des Zehrener Kirchturms auf.
  • km 85,5 – > Zadel mit der Landmarke des Kirchturms.
    < Schotterstrand für Biwak
    > ۩ geologisches Denkmal: In diesem Steinbruch hat sich über dem schräggefalteten Syenodiorit (Granit) die waagerecht geschichtete Sandsteinkappe erhalten, aus der auch die Sächsische Schweiz besteht (besser noch ist das bei km 86,5 erkennbar.) Im Abbruch der Lößoberfläche die Löcher zahlreicher Uferschwalbennester.
  • km 87,8 – > Restaurant “Elbterrassen zum Zuessenhaus”, Anlegen an der weiß-roten Peilstange.
    Zehren mit seiner schönen, hochliegenden Kirche
  • km 89,7 –  Gierfähre Kleinzadel, Seil rechts, Mo-Fr 6:00-19:00, Sa+So 9:30-12:00 und 12:30-19:00, bei hohem Pegel frei fahrend. Beachte die weiße Hochwassermarke von 2002 am hellgrünen Giebel des Fährhauses! Wer sieht die Störche auf dem alten Schornstein hinter der Werft?
    Nahebei Restaurant “Zum Korbmacher” Elbstraße 31, 01665 Kleinzadel, 03521-727271, mit Rastmöglichkeit (evtl. Zeltwiese).
  • km 93,0 – km 94,0 – > Diesbar-Seußlitz hinter dem markanten Felsen mit dem Sendemast, ۩ die letzten Weindörfer der Elbe. Paddlersteg rechts am Ortseingang bei km 82,6.
    Stromab in Seußlitz steht ein Schloß (von George Bähr erbaut; lange Zeit Altersheim, jetzt an Privat verkauft) mit altem Landschaftspark, für den Privat neuerdings Eintritt kassiert. In den Diesbarer Lokalen kann man heimischen Wein trinken und die Sonne im Elbdunst versinken sehen. Zu Himmelfahrt ist “Heiratsmarkt”! – Letzter Gruß des Gebirges ist rechts die ockerfarbene Wand des Granitsteinbruchs “Böser Bruder”, in der vereinzelt Turmfalken brüten und weiße Kotspuren am gelben Gestein hinterlassen.
  • km 94,7 – ↔ Motorfähre Niederlommatzsch, Mo-Fr 5:30-19:00, Sa+So 9:30-12:00 und 12:30-20:00
    < Lokal “Elbklause” und Bäckerei Reimann, Anlegen an Pflasterschräge neben der Fähre.
    Übernachten im “Weinhof und Pension Günther”, Niederlommatzscher Str. 6, 01665 Niederlommatzsch, 035247-51286, etwas abseits des Ufers (anmelden!)
  • km 96,0 – < ۩ Schloß Neuhirschstein, Anlegen an Betonschräge; im 2.WK war hier der belgische König interniert.
    Die Elbe tritt nun aus dem Bergland in die Ebene ein. Es muß mit mehr oder weniger starkem Gegenwind gerechnet werden.
  • km 97,7 – > Merschwitz Von nun an begleiten Deiche die Elbe bis zur Nordsee.
    Voraus die Wacker-Siliziumwerke Nünchritz.
    Bis Riesa Gegenwindstrecke.
  • km 101,8 – > Nünchritz, schönes Anlegen an Schotterstrand zwischen “Elbterrasse” und “Sportcasino”, Mo 11:00-13:00, Di-Fr 11:00-13:00 + 17:00-22:00, Sa 11:30-22:00, So 10:00-21:00 (Stand 2012)
    Lidl 100 m, nahebei Dönerbude, Softeis-Cafe und Elektroladen. EC-Automat (Volksbank) als Drive-In! – Bhf. Nünchritz 1 km, Züge nach Dresden und Leipzig (Linie 500)
    Das Bootshaus des SV Chemie Nünchritz steht in der Grödeler Straße etwas stromab am Dorfende km 102.4, Kennzeichen: junge Pyramidenpappel.
  • km 102,7 – > heller Stumpf der Holländer-Windmühle Grödel
    < schöner Sandstrand für Biwak
  • km 103,8 – Die Sandsteinbastion rechts versperrt die Einfahrt zum Elsterwerda-Grödeler Floßkanal (Befahren anstrengend und nicht lohnend). Im Rückblick noch einmal die Siliziumwerke Nünchritz.
  • km 107,0 – ↔ Motor-Personenfähre Riesa
    vor der Fähre < ⌂ “Riesaer Wassersportverein”, Elbstr. 14a, 01589 Riesa, 03525-734738, bootshaus ätt riesa.de
    Bahnhof 500 m, Züge nach Dresden und Leipzig (Linie 500)
  • km 108,0 – < vor dem Futtersilo an der “Elbgalerie” Pflasterschräge ins Wasser, von hier 50 m bis zum Kaufland Riesa
  • km 109,4 – < Einfahrt zum Hafen Riesa (ausgebaute Mündung der Döllnitz). Vielleicht sehen Aufmerksame den Nerz, der sich 2013 im Kanalsystem am Kai des Hafensüdufers angesiedelt hat.
  • km 109,8 – < hinter den Stadtbrücken DKV-Zeltplatz des ESV Lok Riesa, 03525-734543
  • km 110,5 – km 111,5 – Wasserskistrecke auf der linken Stromseite, endet an der Stromleitung
  • km 112,0 – Gohlis
  • km 113,4 – < Steg zum “Ferienhof Reichert” (200 m; Gaststätte Do+Fr 11:00-14:00 + ab 17:00, Sa+So ab 11:00, dazu Unterkunft).
  • km 114,0 – ⌂ Kanusportverein, Oppitzscher Weg 26, 01616 Strehla, 035264-92975 oder Thomas Beute 03525-891012
  • km 115,2 – ↔ Motorfähre Strehla (März-Okt; kein Cafe in Fährnähe). ۩ Zentrum der kleinen Ackerbürgerstadt; weithin sichtbare, spätgotische Kirche mit reicher Renaissanceausstattung.
    Links an der Sandbucht neben der Fähre ein Denkmal für das erste Zusammentreffen sowjetischer und amerikanischer Truppen am Ende des 2. Weltkrieges am 25.4. 1945 an dieser Stelle. (Die zwiespältigen Umstände der Begegnung sind hier genauer beschrieben.) Strehla ist einer der Orte, an denen der “Aufschwung Ost” vorüberzog: trotz Denkmalschutz verfallen die Häuser. Dennoch: “Strehla mit seinem malerischen Schlosse bildet das letzte wirklich schöne Landschaftsbild.” (Keller, 1922)
  • km 117,0 – Am linken Ufer, direkt im Bogen der Außenkurve, ist durch die Bäume eine kleine metallene Nixe am Ufer erkennbar. Hier liegt am Totwasser vorm Deich der “Nixstein”, Rest einer Felsschwelle, die im Frühjahr 1937 für die Elbregulierung gesprengt wurde. Die in der Fahrrinne verbliebenen Steine tauchen bei einem Strehlaer Pegel unter 121 cm wieder auf.
  • km 119,3 – Kreinitz, Anlegen am “Kanu-Restaurant” mit Zeltwiese und Betten, Auto-Abstellen möglich, kein Anleger/Steg.
  • km 121 – km 121 A – ۩ Dieser Kilometer hinter Kreinitz zieht sich als “km 121” und “km 121 A” über 2.040 m hin. Dies rührt aus der Elbvermessung um 1880, die die Königreiche Preußen und Sachsen jeder für sich durchführten, so daß an der damaligen Staatsgrenze plötzlich ein Kilometer zuviel war. Lieber steckte man im Grenzabschnitt eine unsinnige Strecke doppelt ab, als sich auf ein einheitliches Maß zu verständigen. Auch heute fährt man hier von Sachsen nach Preußen (“Brandenburg” genannt), erkennbar daran, daß Uferstangen mit Seezeichen die bisherige Betonnung ablösen und die gemauerten Uferschrägen durch Buhnen ersetzt werden (nur in Außenkurven tauchen sie noch auf).
    Der Fluß wird breiter, rechts grüßt ein märkischer Kiefernwald.
  • km 124,7 – ╠ ehem. Kieshafen Borschütz, jetzt Verladehafen für in Lauchhammer hergestellte Windrotorblätter. Einfahrt nicht erlaubt.
  • km 127,1 –  Hafen Mühlberg < am Ende des Hafens SV Empor, Ruderabteilung, Betonrampe mit Schwimmstegen. In der Saison anmelden, wenig Stellplatz: W. Kohls 035342-71621 oder B. Stelzer 035342-71218 oder D. Heinrich 035342-71710. Ruhig gelegen, nur morgens und abends lärmt die Krähenkolonie am Hafeneingang. Wenn der Platz voll ist, evtl. beim Wasserwanderrastplatz im Jachthafen versuchen: gleich daneben gelegen, sehr sauberes Sanitär, Duschen gratis, überdachte Sitzmöglichkeit, Aufenthaltsraum, komplett ausgerüstete Küche mit Kühlschrank kann genutzt werden, Supermärkte in der Nähe, Gaststätte nebenan, ebenso ein Spielplatz und Beach-Volley-Platz (nach Radreisewiki 2014); hier eine Karte.
    ۩ Zentrum des kleinen Ackerbürgerstädtchens. Gotische Frauenkirche mit bemalter Kassettendecke (und unrhythmischem Stundenschlag). Klosterkirche St. Marienstern, sommers bis 18:00 für Besucher geöffnet (2009). Das schöne kleine Renaissanceschloß verfällt leider. Denkmal im Hafen für die Rettung der Stadt während der Flut 2002, drumherum sitzen die Alten auf der “Lügenbank”. Hinter der Stadt treten die Dörfer vom Fluß zurück.
  • km 128,1 – )( Straßenbrücke, die seit 2008 die Mühlberger Gierfähre ersetzt.
  • km 135,2 – > hinter einer Spundwand Stehla
    Bis Prettin hat die Elbe auf mehreren Abschnitten starkes Gefälle und strömt kräftig.
  • km 136,4 – km 138,8 – > gute Rastplätze für ▲
  • km 139,6 – ╣ Hafen Belgern
    Das meiste Geld habe ich in Belgern mit 7,50 €/Nacht gezahlt. Das war aber auch kein Kanuverein, sondern ein Marineverein mit eher etwas lausigem Gelände. Entsprechend hoch waren auch die Stege und Uferböschungen.” (Zitat Gunar 2008)
  • km 140,2 –  Gierfähre Belgern, Seil rechts (links vorbeifahren). Achtung, Fähre liegt hinter einer Kurve! Es wird berichtet, daß der Fährmann 2005 kaum Rücksicht auf Wassersportler nahm! – Steiniges Anlegen im Kehrwasser direkt hinter der Fähre.
    < Restaurant “Fährdiele”, einfach und gut, Mo 11:00-14:00 + ab 17:00; Di-Fr 11:00-14:00; Do+Fr ab 17:00; Sa geschlossen; So 11:00-20:00 (Stand 2012)
    ۩ hübsches Zentrum des kleinen Ackerbürgerstädtchens; spätgotische Stadtkirche mit schönem Netzgewölbe, tägl. bis 18:00 für Besucher offen (2012). In den Gewölbemalereien verewigten sich alle Gewerke der Stadt bis hin zur Freiwilligen Feuerwehr.
    Vom gegenüberliegenden Ufer etwas landeinwärts schöner Blick auf die Stadtsilhouette (bestes Fotolicht vormittags).
    Zwischen km 140,0 und 140,5 fehlen 315 m in der Kilometrierung: hier wurde 1875 der Lauf im “Döbeltitzer Durchstich” begradigt, nachdem die Elbe bereits vermessen worden war. Auf km 140,2 folgt km 140,6.
  • km 146,4 – rechts gute Zeltstelle. ۩ Kurz davor, im Kehrwasser der ersten Buhne, die völlig verwachsene Mündung vom Altarm des NSG “Alte Elbe Kathewitz” (Biberdämme, Zugvogelrastplatz, Libellen); das Kehrwasser besagter Buhne ist ein guter Angelplatz.
  • km 149,5 – km 151,0 – rechts hinter dem Deich erstrecken sich die Pferdeweiden des berühmten Gestüts Graditz.
  • km 154,6 – km 155,7 – Der “Torgauer Felsen”, eine Quarzitrippe, durchzieht den Grund; das Schloß Hartenfels ist auf ihr gegründet. Tonnen kennzeichnen die Stelle; Paddler merken nur bei Niedrigwasser Wirbel. Bis km 162,0 bleibt die Fahrrinne streckenweise eng, Vorsicht bei Niedrigwasser!
  • km 155,2 – < Torgau
    ⌂ “Torgauer Kanuclub”, Pestalozziweg 14, 04860 Torgau, Jürgen Becker 03421-904516 oder 0173-3721514, oder Thomas Dorozalla, 03421-968098 oder 0714-3165268; Bootshaus 0152-04672121. Die Betonrampe des Kanuvereins liegt 100 m hinter dem flachen Steg des Rudervereins. Bei Niedrigwasser besser am Ruderverein anlegen.
    Bhf 1,5 km, Züge nach Leipzig, Cottbus und Hoyerswerda (Linien 215 und 228)
    ۩ Großes Renaissanceschloß (Landmarke, bestes Fotolicht vormittags und mittags) mit Bären im Burggraben (die nur tags zu sehen sind und sich abends verkriechen). Einziges erhaltenes Schloß der deutschen Frührenaissance; die Schloßkapelle, der erste protestant. Kirchenbau überhaupt, wurde 1544 von Luther geweiht. Auch die Altstadt aus dieser Zeit ist erhalten. Postkartenblick auf die Stadt vom Bahndamm des rechten Ufers, ca. 500 m landeinwärts; bestes Fotolicht vormittags und mittags.
    Auf der Uferbastion unterhalb des Schlosses bei km 154,7 versteckt unter den Linden das Denkmal für die Begegnung sowjetischer mit amerikanischen Soldaten am 25.4.1945.
    Bis km 170,0 war die Elbe zu DDR-Zeiten Wettkampfgewässer des Anglerverbandes.
    HINWEIS: Die beiden Fährgaststätten auf der Etappe von Torgau nach Elster sind derzeit geschlossen!
  • km 155,6 – ][ Eisenbahnbrücke


Mittelelbe 

“Mittelelbe” bezeichnet die Elbe als Tieflandfluß bis kurz vor Hamburg: Am Stauwehr Geesthacht erreicht die Elbe das untere Ende ihres Mittellaufs.

Torgau bis Magdeburg

Dieser Abschnitt wurde im Mai 2009 abgefahren und protokolliert.

  • km 155,2 – < Torgau
    ⌂ “Torgauer Kanuclub”, Pestalozziweg 14, 04860 Torgau, Jürgen Becker 03421-904516 oder 0173-3721514, oder Thomas Dorozalla, 03421-968098 oder 0714-3165268; Bootshaus 0152-04672121. Die Betonrampe des Kanuvereins liegt 100 m hinter dem flachen Steg des Rudervereins. Bei Niedrigwasser besser am Ruderverein anlegen.
    Bhf 1,5 km, Züge nach Leipzig, Cottbus und Hoyerswerda (Linien 215 und 228)
    ۩ Großes Renaissanceschloß (Landmarke, bestes Fotolicht vormittags und mittags) mit Bären im Burggraben (die nur tags zu sehen sind und sich abends verkriechen). Einziges erhaltenes Schloß der deutschen Frührenaissance; die Schloßkapelle, der erste protestant. Kirchenbau überhaupt, wurde 1544 von Luther geweiht. Auch die Altstadt aus dieser Zeit ist erhalten. Postkartenblick auf die Stadt vom Bahndamm des rechten Ufers, ca. 500 m landeinwärts; bestes Fotolicht vormittags und mittags.
    Auf der Uferbastion unterhalb des Schlosses bei km 154,7 versteckt unter den Linden das Denkmal für die Begegnung sowjetischer mit amerikanischen Soldaten am 25.4.1945.
    Bis km 170,0 war die Elbe zu DDR-Zeiten Wettkampfgewässer des Anglerverbandes.
    HINWEIS: Die beiden Fährgaststätten auf der Etappe von Torgau nach Elster sind derzeit geschlossen!
  • km 155,6 – ][ Eisenbahnbrücke.
  • km 155,6 – km 156,6 – Wasserskistrecke
  • km 164,5 – km 165,0 – > Untiefe “Mockritzer Sande”, bei Niedrigwasser links fahren
  • km 168,5 – km 170,0 – Wasserskistrecke
  • km 169,4 – ⌂ “Wasserwanderfreunde Prettin, Hirschmühlenweg, 06922 Prettin, 035386-22428, mit ▲ Zeltwiese und Duschen, ruhig gelegen, (Kennzeichen: Lindengruppe mit großer Sitzbank rechts am Deich. Einfahrt hinter der rot-weißen Markierungsstange.)
    ۩ Zentrum des 1 km entfernten kleinen Ackerbürgerstädtchens. Schloß Lichtenburg mit Stadtmuseum und Gedenkstätte für das hier etablierte KZ.
    Die Kirche (mit spätgotischem Flügelaltar) ist bis zur Dämmerung für Besucher offen (2009), der steile Kirchturm eine Landmarke.
  • km 172,5 –  Gierfähre Prettin, Seil mittig, Liegeplatz rechts (links vorbeifahren).
    < Gaststätte “Fährhaus Dommitzsch” (nach zwischenzeitlicher Schließung 2015 wieder offen; Hausmannskost).
    Dommitzsch 1 km abseits, ۩ die spätgotische Kirche ist wochentags bis 17:00, samstags bis 12:00 für Besucher offen (2009), der gedrungene Kirchturm mit Spitze eine Landmarke.
  • km 178,2 – < Greudnitz, gutes Anlegen und Rastplatz an der alten Fährstelle am linken Ufer (schöne Sandbank rechts!)
  • km 184,8 –  Gierfähre Pretzsch, Seil mittig, Liegeplatz links (rechts vorbeifahren).
    < Restaurant “Fährhaus” (seit 2012 geschlossen!), Rastplatz hinter der Fähre, Ernst-Thälmann-Str. 1, 034926-57414, Mi Ruhetag; Spezialität: flambiertes Rauchbier.
    ۩ Renaissanceschloß mit kleinem Kurpark, wirkt auch im Rückblick schön.
  • km 190,3 – > Rastplatz Klöden, (▲) 400 m weiter bei der “Bikerburg Klöden” am Schloß, mit Ritteressen, Partys und historischen Festen muß gerechnet werden.
    ۩ romanische Dorfkirche mit Wand- und Glasmalereien des 15./16. Jh., Besichtigung nach Anmeldung 035388-20210
  • km 194,3 –  Altarm “Klödener Riss” ×, Befahren nicht erlaubt (Biber-NSG)
  • km 195,5 – km 197,5 – Rennbootstrecke
  • km 198,5 –  Schwarze Elster ×, Befahren nicht erlaubt (Biber-NSG)
    Nach einer großen Linkskurve kommt die Landmarke des Elsteraner Kirchturms in den Blick.
  • km 200,3 –  Gierfähre Elster/Elbe, Seil mittig, Liegeplatz links (rechts vorbeifahren).
    Elster
    Auf der Rückseite des Schiffssteges Anlegen möglich. Mehrere Restaurants, Sparkasse, Lebensmittel- und Haushaltwarenmarkt
    Bhf 1 km, Züge nach Wittenberg, Dessau, Halle, Leipzig und Falkenberg/Elster (Linie 216)
  • km 200,7 – > ⌂ Kanuverein “Harmonie”, Elbstr. 9p, 06918 Elster, Tel. 035383-21444, oder Lutz Rotte 035383-20475,
    Zuglinie und Straße stören kaum; im Bootshaus ein Stück “Elbkette” der früheren Kettenschifffahrt und eine reiche Faltbootsammlung bis hin zu dem Vorkriegskajak, das sich die Bauern selber bauten!
  • km 202,0 – km 205,5 – < NSG (früher Armeegelände),Anlegen verboten
  • km 205,0 – > Gallin hinter dem Deich; an der alten Fährrampe Anlegen möglich zwecks Restaurantbesuch; in der Ferne voraus die Türme der Wittenberger Stadtkirche, in der Luther predigte.
  • km 210,1 –  Altarm “Hohendorfer Riss” bzw. “Hohndorfer Rinne”, bei gutem Wasserstand 1,5 km bis Hohndorf fahrbar. Dort Di-So Restaurant
  • km 212,4 – > Wittenberg, ⌂ und ▲ Ruder-Club Wittenberg, Dresdener Str. 160, 06886 Lutherstadt Wittenberg, Einfahrt hinter dem weißen “Marine-Sportclub”,
    03491-403125 oder Erhard Tisch 0178-2387985, Lebensmittelmarkt 100 m Richtung Bhf.
  • km 213,0 – > ⌂ Wassersportgemeinschaft Wittenberg 1962 e.V., Dresdener Str. 175, 06886 Lutherstadt Wittenberg, “am rechten Ufer vor der Elbbrücke genau hinter der Ruine des VEB Kraftverkehr” (Zitat Freister in http://www.kanuforum.de/showthread.php?t=7625 vom 23.3. 2013)
    Dieter Boost 03491-661482, diger1707 ätt googlemail.com, Hafenmeister tägl. 8:00-18:00 vor Ort
    zum Bhf. siehe Vereins-Link; Züge nach Leipzig, Düsseldorf, München, Berlin, Hamburg, Stralsund (Linie 250)
    ۩ “Hier stehe ich, ich kann nicht anders, Gott helfe mir, Amen!”
  • km 213,7 – ]( Straßen- und Eisenbahnbrücke in ungewöhnlicher Konstruktion
  • km 214,7 – < “Marina Camp Elbe”, Brückenkopf 1, 06886 Lutherstadt Wittenberg, 03491-4540 oder 0178-6117665 und 0178-6117666, für höhere Ansprüche
    > ۩ Turm der Wittenberger Schlosskirche (die mit den Thesen)
    < wacht ein Wittenberger Bürger in Scharlachrot am Hafen
  • km 216,4 – > Piesteritz, Restaurant “Zum Goldenen Anker”, im Hintergrund die Anlagen des Stickstoffwerks “SKW Piesteritz”
  • km 218,0 – > verlassenes Bootshaus, früher zum “SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz” gehörend. ▲ möglich, aber ausdrücklich nicht empfohlen
  • km 224,0 – km 225,0 – Wasserskistrecke
  • km 225,4 – > ۩ unter einer Weide ein kleines sowjetisches “Denkmal”, eine namenlose Blechsäule mit leuchtendrotem Stern. Keiner der anwesenden Angler konnte erklären, was es damit auf sich hat.
  • km 228,8 – > Griebo. Rasten an der Betonschräge im Kehrwasser der Buhne möglich. Aussetzen lohnt trotz des nahen Bahnhofs nicht, da das Landwarenhaus Schulze dafür 5 €/Boot verlangt (und die Buhne durch die Hintertür im Blick hat). ۩ romanische, barock veränderte Dorfkirche, tägl. bis 17:00 für Besucher offen (Stand 2009)
  • km 229,0 – km 303,0 – < Beginn des früheren Biosphärenreservat “Steckby-Lödderitzer Forst”, jetzt erweitert zum “Biospärenreservat Flusslandschaft Elbe”. Die genaue Auflistung der Anlege- und Biwakverbote ist den aktuellen DKV- und Jübermann-Beschreibungen zu entnehmen. Uferzelten in diesen Bereichen wird mit hohen Strafen belegt.
  • km 231,0 – > Motorboot-“Hafen”, die zu Coswig zählende “Siedlung Ratskiefern” ist vom Fluß aus nicht zu sehen.
    Nahe des verlassenen Gehöftes bei km 234 liegt der bekannte Wörlitzer Park links hinter dem Deich, aber vom Wasser aus nicht erreichbar.
  • km 235,9 – > ⌂ Kanuverein Coswig, Hinter der Elbfähre, 06869 Coswig, 034903-62220 oder Gerd Lewerenz 034903-63395, reichertkurt ätt aol.com (Evtl. abweichende Adresse, Zerbster Str. 76, 06869 Coswig, 034903-62971)
    Bhf. 1,6 km, Züge nach Wittenberg, Dessau, Halle, Leipzig, Falkenberg/Elster (Linie 216)
    ۩ Keramik- und Schifffahrtsmuseum mit zahlreichen Elbeschiffmodellen
    Coswig/Anhalt ist nicht zu verwechseln mit dem sächsischen Coswig b. Dresden an der Oberelbe.
  • km 236,3 –  Gierfähre Coswig, Seil und Liegeplatz rechts (links vorbeifahren).
    < Restaurant “Elbterrassen Wörlitz” mit eigener Fischräucherei
    > das helle Schloß, die Wasserfront wirkt auch im Rückblick schön.
  • km 237,0 – > Biergarten “Schwarzer Bär” mit Elbeblick
    > 200 m weiter Anlegen zum Lidl-Markt
  • km 238,0 – km 239,0 – Wasserskistrecke 01.04.-15.10.
  • km 240,1 – > Rastplatz
  • km 243,5 – km 244,5 – < NSG (z.T. Totalreservat mit Hartholzaue und Biberburgen), Anlegen verboten
  • km 245,3 – > ⌂ SG Turbine Vockerode
    Seit das alte Kraftwerk 2001 (und das ehem. Gasturbinenwerk 2013) ihrer riesigen Schornsteine beraubt wurden, zeugt nur noch der 40 m hohe Klotz des Kesselhauses hinter den Bäumen von sieben Jahrzehnten Industriestandort. Am linken Ufer gähnen die Einläufe, die für das Kraftwerk stündlich 60-80.000 m³ Wasser aus der Elbe saugten.
  • km 246,5 – )( Autobahnbrücke der A9. “Plaste und Elaste aus Schkopau”
  • km 249,3 – ╠ Altarm “Kurzer Wurf” ×, der 1934 als letzter der Elbe durchstochen wurde, Einfahrt nicht erlaubt (Vogelschutzgebiet, Biberrevier)
  • km 250,4 – ╠ Wiedereinmündung des Altarms ×, Einfahrt nicht erlaubt.
    Da die Kilometrierung ursprünglich (um 1880) an diesem Arm festgelegt wurde, springen heute die Zahlen: km 250,5 = km 252,0 (daher Kilometerschild 252 weiß auf schwarzem Grund).
    > 300 m weiter denkmalähnlicher Sandsteinblock unter einer Eiche. In der Folge an beiden Ufern mehrfach Rampen und Mauern ehem. militärischer Bestimmung.
  • km 253,0 – < schöne Strände zum Rasten
  • km 257,6 – )( ][ Straßen- und Eisenbahnbrücke Roßlau
    Bhf. Roßlau 300 m, großer Parkplatz gleich anbei; Züge nach Wittenberg, Dessau, Halle, Leipzig, Berlin (Linien 216, 207), Zugfahrer steigen besser hier ein als in Dessau – der Weg zum Bhf. ist deutlich kürzer!
    Zum REWE-Markt “Schifferstieg” unter Bahnbrücke durch, Treppe hoch und entlang der Gleise kurz landeinwärts.
  • km 257,9 – > Anlegen hinter den Brücken beim “Paddlerverein Roßlau” möglich
  • km 259,6 – ╣ Mulde ×, Befahren nicht erlaubt (Biber-NSG). An der Mündung ▲ der “Wassersportfreunde Rodleben”, 0340-2202574 (Wolfgang Klauß), Imbißbude
  • km 260,4 – < “Wassersportclub Wallwitzhafen” in den Ruinen desselben. Von der Ruine der am Südostufer der Mündung liegenden “Wallwitzburg” weiter Blick über die Elbschleife.
  • km 261,3 – < ⌂ und ▲-Wiese “Junkers Paddelgemeinschaft Dessau,  Am Leopoldshafen, 06846 Dessau, 0340-8582952, Heinzpeter Lüdicke 0163-7834421, Steffen Leuken 0340-2211333 bzw. 0176-20011977.
    Bahnhof 2,5 km, Züge nach Wittenberg, Halle, Leipzig, Berlin (Linie 216, 207)
    ۩ Das Bootshaus von 1930 ist eine Stabnetzwerk-Konstruktion aus Stahllamellen, die im Junkers-Werk zum Bau großer Werkhallen entwickelt wurde (techn. Denkmal).
    ۩ 300 m stromab Restaurant “Kornhaus” links, einziges vom Wasser aus erreichbares Bauhaus-Gebäude (1930), bis in die Innenausstattung erhalten! Anlegen entweder direkt vor dem Kornhaus im Strom oder strömungslos in der Einfahrt des Leopoldhafens hinter dem Turm der Regattastrecke (Anlegen ist da eigentlich verboten). Rund um das Restaurant riesige Alteichen.
  • km 263,0 – An beiden Ufern Rastplätze.
  • km 263,0 – km 266,0 – < NSG (Totalreservat), Anlegen verboten
  • km 268,5 – > Brambach, ▲-Wiese des Lokals “Elbterrassen zu Brambach”, Dorfstr. 2, 06862 Brambach, Tel. 034901-82675, im Hotel Duschen. Okt-April Mo. geschlossen
  • km 269,4 – > Kirche und Ställe des Dorfes Rietzmeck. ▲ “Elbufercamp”, 034901-598700
  • km 270,0 – < > Rastplätze
  • km 274,9 –  Gierfähre Aken, Seil mittig, Liegeplatz rechts (links vorbeifahren).
    < Fährkrug
    ۩ Zentrum der kleinen Schifferstadt. Museum über die Tierwelt des Auenwaldes (Schwerpunkt Biber) und mit Modellen von Elbeschiffen.
  • km 275,0 – km 289,8 – > NSG (Reservats-Kernzone zwischen Aken und Breitenhagen; Biber, Kormoran, Greifvögel). Anlegen nur in Ortschaften erlaubt
  • km 276,0 – < ⌂ “Akener Ruder- und Kanuclub”
  • km 276,4 – < Aken
    < ⌂ “Köthener Kanuclub”, Am Ratswerder, 06385 Aken/Elbe, 0179-3701622 oder Lutz Leopold 03496-510413
    “Nettes Städtchen, nette Leute, netter Zeltplatz, gefüllter Kühlschrank gegen Unterhopfung, Schlafmöglichkeit im Clubhaus und ein genialer Bootslift: Du paddelst den beladenen Falter drauf, gibst dem Operateur ein Zeichen und fährst (nicht nur wie, sondern richtig) auf Schienen den Hang hoch. War beim letzten mal leider nicht betriebsbereit.” (Zitat Klaus Hach / bei Hamburg, 2002), inzwischen leider nicht mehr in Betrieb
    ۩ Urwälder des “Steckby-Lödderitzer Forstes”. In ihrem Schutz hat der Elbebiber jahrhundertelange Verfolgung überlebt.
  • km 278,5 – km 290,7 – < NSG (z.T. Totalreservat), Anlegen nur in Ortschaften erlaubt. – Es ist geplant, an dieser Stelle den Deich des linken Ufers zurückzusetzen und den derzeit direkt am Ufer verlaufenden “Schutzwall” zu öffnen. Damit könnten 600 ha Überschwemmungsaue wiederentstehen und die Flutgefahr für stromab liegende Orte mindern. Eine weitere Deichlücke führt ca. km 283,5, linkes Ufer, dorthin. Die neue Rückhaltefläche wird aber nicht vor 2018 (!) fertig sein.
  • km 280,0 – > Rastplatz Steckby. Die heutige Vogelschutzwarte, die frühere “Biologische Station”, ist die Keimzelle des heutigen Biosphärenreservates.
  • km 287,2 –  Gierfähre Breitenhagen, Seil und Liegeplatz links (rechts vorbeifahren).
    < Breitenhagen mit Rastplatz und ▲-Wiese, Duschen, Nienburger Str. 1, 39240 Groß Rosenburg, 039294-25960
    Restaurant im Dorf, Museumsschiff “Marie-Gerda”, hochwassersicher auf Stelzen gestellt. 2002 blieb das Schiff von der Flut verschont, war aber tagelang vom “Festland” abgeschnitten. Schifferfest am letzten Juni-Wochenende.
  • km 287,2 – km 289,9 – > NSG (Reservats-Kernzone), Anlegen nur in Ortschaften erlaubt
  • km 290,7 –  Saale, ab jetzt kein Anlegeverbot mehr
  • km 291,4 –  Gierfähre Barby, Seil mittig, Liegeplatz rechts (links vorbeifahren).
    < unmittelbar vor der Fähre ⌂ “SSV Blau-Weiß 04”, An der Fähre 5, 39249 Barby/Elbe, 039298-28324 (morgens lärmende Pfauen nebenan)
    < hinter der Fähre städtischer Liegeplatz mit ▲-Wiese, Breites Tor 31a, 039 298 / 6720 oder Michael Spandau 039 298 / 840 065
  • km 293,5 – < Dampfersteg, davor an Steinschräge Anlegen möglich
    Barby, ۩ Zentrum des kleinen Ackerbürgerstädtchens
  • km 294,2 – ][ Eisenbahnbrücke einer stillgelegten Strecke
  • km 296,4 –  Nuthe ×, Befahren nicht erlaubt (NSG)
  • km 300,7 – ╠ Alte Elbe, 2 km weit paddelbar;
    vor dem Pretziner Wehr ▲ “Campingplatz Steinhafen Pretzien” (ehem. H/9), Friedhofsweg, 39245 Plötzky, 039 200 / 51585, elbaue.ploe ätt t-online.de, mit Duschen; Anlegen am Bootssteg im Kanal-Abzweig oder an Badestelle/Betonschräge unmittelbar hinter dem Abzweig (13:00-15:00 Mittagsruhe!)
    Am Steinhafen auch ⌂ des “SV Eintracht Gommern”, Steinhafen, 39245 Pretzien, Burkhard Schulle 0391 / 622 5266, schulle-kanu ätt arcor.de
    In der Zufahrt zur Elbe viele Motor- und Funbootfahrer (Wellenschlag!)
    ۩ Die Besichtigung des Pretziener Flutwehrs, des größten Schützentafelwehrs Europas, ist zu empfehlen; man kann dorthin paddeln. Im Dorf eine romanische Kirche mit schönen Wandmalereien um 1230, Di-So 14:00-16:00 für Besucher offen (2009)
  • km 302,7 – < Rastplatz Glinde, Supermarkt 200 m rechts den Weg entlang, Achtung, Jetski-Verleih!
  • km 304,0 – km 306,0 – Wasserskistrecke auf der rechten Stromseite, 1.5.-30.9.
  • km 309,5 – < Beginn von Schönebeck
    < ⌂ und ▲-Wiese des “Schönebecker Sportclubs e.V.”, Buschweg 5, 39218 Schönebeck, 03928 / 403 061 (Hafenmeister Mo-Fr 8:00-21:00, Sa+So 16:00-18:00)
    < “Schiffshotel Sonnenschein”, Buschweg 1, 39218 Schönebeck, 03928-70610, ▲-Wiese, Restaurant,
    (früherer Frachtkahn, auf Hochwasserstelzen gestellt und umgebaut) Übernachten möglich beim “Bootshaus Delphin”, 03928 / 403 061 (Mo-Fr 16:00-18:30; anmelden!)
  • km 310,4 – )( Straßenbrücke der Südumgehung von Schönebeck (Elbe).
  • km 311,0 – > ۩ im Buhnenbereich der “Hungerstein”, ein Findling, der nur bei einem Schönebecker Pegel unter 125 cm auftaucht und dessen Erscheinen früher von Dürre und Hungersnot kündete. Mehrere eingemeißelte Jahreszahlen zeugen von Trocken- und Notzeiten.
  • km 311,8 – )( Straßenbrücke Schönebeck, Strömung an den Brückenpfeilern! Bhf. Schönebeck-Süd 1 km, Züge nach Magdeburg, Erfurt, Halle (Linien 335, 340)
    Anlegen an der Pflasterschräge links vor der Brücke, hinter der unförmigen Metallskulptur
    ۩ Schifffahrts- und Salinenmuseum. Folgt man der Müllerstraße unter der Brücke hindurch stromabwärts, kommt nach wenigen Schritten am Hinterende vom Parkplatz des Teutloff-Schulungszentrums ein alter Apfelbaum; im nachfolgenden Ufergestrüpp kann man Brombeeren naschen.
  • km 313,7 – Hafen Frohse mit Station der Wasserschutzpolizei
    ۩ romanische Kirche (1016) mit farbenprächtigen Fenstern von 1956 und Storchennest auf dem Giebel
  • km 314,5 – < Rastplatz “Wassersportzentrum Henning”, Burgwall 2a-b, 39218 Frohse, 0391-082435 oder 0151-11732480, info ätt wsz-henning.de
    mit ▲-Wiese, April-Oktober, Duschen und Imbiß; der Hafenhund heißt Knut, Inhaber leider extrem unfreundlich, Anlegen ist kostenpflichtig. Bhf. Schönebeck-Frohse 800 m, Züge nach Magdeburg Hbf. (Linie 309)
  • km 317,5 – km 317,85 – in der linken Stromhälfte Felsen, die bis in die Flußmitte reichen; Vorsicht bei Niedrigwasser!
  • km 318,0 –  Gierfähre Magdeburg-Westerhüsen, Seil und Liegeplatz links (Achtung: Seilmarkierungen sind kaum zu sehen!), rechts vorbeifahren.
    < Bhf. Magdeburg-Südost 800 m, Züge nach Magdeburg Hbf. (Linie 309)
  • km 320,3 – ╠ Altarm ×, der in das NSG “Kreuzhorst” führt (Hartholzaue, Biberburgen und Reiherkolonie); Einfahrt gesperrt
  • km 322,0 – Beginn von Magdeburg
    < ⌂ “WSV Buckau-Fermersleben”, Elbweg 2, 39122 Magdeburg, 0391 / 404 8648 oder Holger Beierke 0391 / 401 8860 bzw. 0175 / 202 4616, Bootshaus 0391 / 631 3088
  • km 322,0 – km 323,0 – Wasserskistrecke
  • km 322,8 – > im Nebenarm auf den ersten 500 m vor dem Wehr viele Wassersportvereine, z.T. mit Übernachtungsmöglichkeit
    Achtung, Sandbank in der Mitte, Fahrwasser entlang des linken Ufers einhalten!
    Hinter der Brücke folgt das █ “Cracauer Wasserfall” ×, nicht weiterfahren (Todesfälle!)
    Nach Magdeburg Hbf. vom linken Ufer 4 km Fußweg. Schneller: Seestraße des rechten Ufers 200 m geradeaus, bis Haltestelle “Pfeifferstraße” (Straßenbahn 4, Niederflurwagen)

    < ⌂ und ▲ “Magdeburger Ruder-Club”, Seilerweg 5, 39114 Magdeburg, 0179-6967742 oder 0160-3258187 (anmelden!), Duschen und Sauna
    < ⌂ und ▲ Seglerverein “Alte Elbe”, Seilerweg 7, 39114 Magdeburg, 0391-5430383, FirmaWieprecht ätt aol.com , mit Selbsthilfe in der Werkstatt
    < ⌂ “WSV Lok Magdeburg”, Seilerweg 9, 39114 Magdeburg, jhoppe ätt cubelink.de
    < ⌂ und ▲ “Post-SV Magdeburg v. 1926”, Seilerweg 11, 39114 Magdeburg, 0391-5431687
    > Rastplatz und ▲ Kanu-Club “Börde”, Seestr. 26, 39114 Magdeburg, Ralph Unger 0173 / 61 39 561, Kennzeichen: Slalomstrecke und ein schräges Kreuzzeichen am Steg; Achtung, nicht direkt ansteuern (Sandbank), sondern weiten Rechtsbogen schlagen! Penny-Markt 100 m. Der Weg zum Klub ist in den Einsetzstellen beschrieben.

  • km 324,0 – ↔ Motor-Personenfähre Magdeburg-Buckau
    < davor Biergarten “Mückenwirt” mit Steg. Anlegen in der Strömung an kleiner, offener Stelle im Stillwasser neben der Fähre oder an kleiner Sandstelle direkt am Mückenwirt, mit Blick auf den Dom. Geht man die Straße “An der Buckauer Fähre” Richtung Straßenbahn, kommt man nach 300 m zum Traditions-Eiscafe “Bortscheller”.
    Der Magdeburger Dom kommt in Sicht.
  • km 325,7 – Magdeburg-Zentrum. Die schräg verlaufende, 90 m lange Eisenbahnbrücke wurde 1934 als Hubbrücke errichtet, um Schiffe auch bei Hochwasser durchlassen zu können (Techn. Denkmal, jetzt stillgelegt). 1945 entging sie als einzige Elbbrücke zwischen Dresden und Hamburg der Sprengung durch deutsche Soldaten.
    Hinter der zweiten Eisenbahnbrücke “Domfelsen”, ein Sandsteinriff, das an der Freitreppe vor dem Dom von links in den Strom ragt. Anlegen verboten, rechts fahren!
    “Vorsicht am Domfelsen, der Jübermann-Atlas hat recht, Begegnung mit der Berufsschifffahrt an dieser Stelle vermeiden. Die Ampelanlage braucht Paddler nicht zu interessieren, an der Stelle, die dem Dom am nächsten ist, am besten rechts (inselseitig) halten. Der Domfelsen besteht aus Felsen, von links kommend ca. ein Drittel der Flußbreite, die bei Pegel um die zwei Meter knapp unter die Oberfläche kommen, z.T. mit Sträuchern besiedelt, z.T. treibgutverhangen, d.h. für Falter gefährlich. Der Domfelsen macht aber schöne Wellen und schönes Kehrwasser.” (Seb, 2001) Bestes Fotolicht nachmittags und abends
  • km 327,3 – ╠ Zollelbe – an der Zollelbe gute Aussetzmöglichkeit (rechts vor der Zollbrücke am SC-Magdeburg und am Yachthafen Zollelbe) und kürzester Weg (1 km) zum Hbf (Straßenbahnhaltestelle: Zollhaus Linie 4 und 6 vom Hbf). Weitere Beschreibung s. Elbe Einsetzstellen.

Magdeburg bis Geesthacht

Der Gegenwind kann jetzt lange anhalten und die Fahrt stark behindern. “Wenn Du die richtige Strähne erwischst, dann bläst er aus Nord bis Nordwest Dir mitten ins Gesicht, er bläst Dir glatt den Hut vom Kopfe, das wird dann KAMPF! Wenn Du dann aber am Ziel bist – entweder in Hamburg-Harburg auf der Pionierinsel bei dem Kanusportklub Harburg ( Süderelbe) oder dem Kanusport-Leistungszentrum Allermöhe (Einfahrt von der Norder Elbe in die Dove Elbe und durch die Tatenberger Schleuse) – dann wirst Du auf die Wochen der Einsamkeit auf diesem wunderschönen Strom zurückblicken und sagen ‘auf ein nächstes Mal’.” Horst (2001)

Im Unterlauf zwischen der Havelmündung und Hamburg tritt in Frühjahr und Herbst besonders häufig Morgennebel auf.

Zwischen Tangermünde und Hamburg gibt es Motorboothäfen, die auch schon getestet wurden: “Nicht empfehlenswert sind IMO meist die Yachtliegeplätze, dort gibt es zwar auch ein Plätzchen zum Zelten, aber für Paddler ungeeignete Steganlagen und oft ein Preisniveau für Großyachtskipper.” Michael Niemann (2003)

Seit 2000 dürfen auf bestimmten Flüssen ohne Motorbootführerschein, d.h. lediglich nach Einweisung durch den Verleiher, Hausboote gechartert werden. Auf der Elbe betrifft das den Abschnitt zwischen der Mündung des Pareyer Verbindungskanals bei Bittkau und dem Schleusenkanal Havelberg. Obwohl bisher keine Unfälle durch unerfahrene Bootsführer bekannt wurden, sollte man die Nähe von Charterbooten meiden.

Zwischen Wittenberge und Lauenburg ist werktags mit dröhnenden Kampfflugzeugen zu rechnen, die entlang des Stromes den Tiefflug üben.

Der letzte große Zustrom in die Elbe geschieht durch die Havel, deren Wassermenge die der Elbe um noch einmal 10% erhöht. Sie mündet in drei Armen; der letzte (der Gnevsdorfer Vorfluter) wurde erst in den 30er Jahren gegraben, um die Hochwasser der Unterhavel besser abfließen zu lassen und gleichzeitig die Wirkung der Elbhochwasser zu verringern, die das Havelland bis Gülpe unter Wasser setzten. Mit der Mündung der Havel verbreitert sich die Elbe von 170 auf 200 Meter.

Ab Wittenberge werden die Abstände zwischen den Bootshäusern sehr weit, doch bieten die Kehrwasser weiterhin reichlich Zeltplätze. Schutzgebiete beachten: Wildzelten in diesen Bereichen honoriert die Wasserschutzpolizei mit 50 Euro!

Der Abschnitt von Dömitz bis Hitzacker ist der einzige, der kriegs- und teilungsbedingt nicht für Schifffahrt bei Niedrigwasser ausgebaut werden konnte. Die Buhnen lassen dem Strom hier 50 m mehr Platz als ober- und unterhalb, weshalb hier er sich auf 200-250 m Breite aufweitet und Sandbänke mit sich führt. Diese sind bis 800 m lang und wandern bis 10 m pro Tag abwärts. Man trifft daher öfter auf Baggerschiffe; wöchentlich werden die Sandbänke vom Vermessungsschiff “Kugelbake” ausgelotet. (Wieviel Sand der Fluß transportiert, sieht man übrigens an der Alten Elbe in Magdeburg, die seit dem Bau des Cracauer Wehres 1819 fast völlig zugeschwemmt wurde. Die Fahrrinne entlang ihres Westufers muß regelmäßig ausgebaggert werden, um den Wassersportclubs den Zugang zu erhalten.)

Bis 1990 war das rechte Ufer zwischen Lütkenwisch (km 472) und Lauenburg (km 566) als DDR-Grenze mit einem mehrteiligen System von Sperrzäunen und Wachtürmen gesichert. Eine Anzahl Menschen hat zwischen 1961 und 1989 versucht, über die Elbe schwimmend in die Bundesrepublik zu gelangen, doch war dies kein leichter Weg in die Freiheit. Die starke Strömung ließ Schwimmer auf ihrem Weg zum anderen Ufer lange Zeit entlang der Grenzanlagen treiben, wo sie von den Beobachtungsposten entdeckt wurden. Der Wachturm von Cumlosen (km 470) als erstes Grenzbauwerk überblickte die Elbe nach allen Seiten, und das dort stationierte Kontrollboot (übrigens mit schwedischer Volvo-Technik versehen!) fing “Grenzverletzer” ab. Wer nicht verhaftet oder angeschossen wurde, verklammte im kalten Wasser oder versank in den Strudeln der Buhnenköpfe. Ein Denkmal in Lütkenwisch (km 473) erinnert an jene, die von den Wachposten mit Booten überfahren und von der Schiffsschraube tödlich verletzt wurden. Im Grenzmuseum Boizenburg sind zehn Opfer des Elbzauns dokumentiert, das Grenzlandmuseum Schnackenburg nennt weitere 26, ohne die ums Leben gekommenen Grenzsoldaten.

Die oft beschriebenen Infanterieminen, die das Hochwasser gern ausschwemmte, wurden als Gegenleistung zu den 1984/85 von Franz Josef Straußgewährten Milliardenkrediten beräumt. Im Zuge des Grenzzaunabrisses nach 1990 (Vieles wurde von den Anwohnern kurzerhand wegmontiert und findet sich jetzt an Hühnergattern, Kaninchenställen und Gittertüren) förderte eine gründliche Nachsuche bis 1995 die letzten Tretminen ans Licht, so daß die Ufer jetzt gefahrlos zu betreten sind. Trotzdem bleibt das Anlegen auf weiten Strecken des Ostufers verboten, um die dort rastenden und brütenden Kraniche, Graugänse usw. nicht zu stören. Zahlreiche knorrige Alteichen lassen zeitweilig den Eindruck einer Parklandschaft entstehen.

Während das Ostufer als “Grenzstreifen” der DDR kaum besiedelt und bewirtschaftet blieb, wurde das Westufer in den 70er/80er Jahren Heimstatt von Menschen, die sich in der für BRD-Verhältnisse abgelegenen Gegend dem Getriebe der Gesellschaft entziehen wollten. Bis heute kann man z.B. in Hitzacker zahlreiche Künstler erleben, und die Proteste gegen das Atomendlager Gorleben wurzeln u.a. in dieser Szene. Das schöne niedersächsische Ufer der Elbe sollte in den 80er/90er Jahren zum Nationalpark “Elbtalaue” werden; Rechtsstreitigkeiten verhinderten 1999 seine Ausrufung.

Wer nicht die Gezeitenelbe fahren will, kann in Boizenburg oder Lauenburg bahnhofsnah die Fahrt beenden.

Zu Himmelfahrt und zu Pfingsten ist die Elbe zwischen Dömitz und Hamburg mit Motorbooten gefüllt, weil deren Besitzer dann aus den nordwestdeutschen Winterquartieren in die mecklenburgischen Sommerreviere verlegen. Die Motorboote fahren gern in Trupps und sind oft rigoros zu Paddlern (Abstand, Wellenschlag)! “Den Streckenabschnitt Dömitz-Hamburg solltest du am Wochenende oder an Feiertagen wegen regen Sportbootverkehres meiden, die fahren teilweise wie die Henker.” Guido Hoffmann (2007)

Dieser Abschnitt wurde zwischen Magdeburg und Lauenburg im April/Mai 2010 per Fahrrad abgefahren. Ergänzungen sind willkommen.

  • km 325,7 – Magdeburg-Zentrum
    Hinter der zweiten Eisenbahnbrücke “Domfelsen”, ein Sandsteinriff, das an der Freitreppe vor dem Dom von links in den Strom ragt, > fahren!
  • km 325,0 – 327,0 Anlegen verboten!
    “Vorsicht am Domfelsen, der Jübermann-Atlas hat recht, Begegnung mit der Berufsschifffahrt an dieser Stelle vermeiden. Die Ampelanlage braucht Paddler nicht zu interessieren, an der Stelle, die dem Dom am nächsten ist, am besten rechts (inselseitig) halten. Der Domfelsen besteht aus Felsen, von links kommend ca. ein Drittel der Flußbreite, die bei Pegel um die zwei Meter knapp unter die Oberfläche kommen, z.T. mit Sträuchern besiedelt, z.T. treibgutverhangen, d.h. für Falter gefährlich. Der Domfelsen macht aber schöne Wellen und schönes Kehrwasser.” (Seb, 2001)
    Bestes Fotolicht nachmittags und abends.
    Der Pegel am km 326,6 (Magdeburger Strombrücke) ist auch vom Boot aus lesbar. Bis Niegripp hat die Elbe nun starkes Gefälle und strömt kräftig.
  • km 327,3 – ╠ Zollelbe – an der Zollelbe gute Aussetzmöglichkeit (rechts vor der Zollbrücke am SC-Magdeburg und am Yachthafen Zollelbe) und kürzester Weg (1 km) zum Hbf (Straßenbahnhaltestelle: Zollhaus Linie 4 und 6 vom Hbf). Weitere Beschreibung s. Elbe Einsetzstellen.
  • km 329,4 – km 329,8 – An der Eisenbahnbrücke rechts Herrenkrugfelsen, fast bis in Flußmitte reichend; < fahren. Paddler merken nur bei Niedrigwasser Wirbel.
    Mit der Bahnbrücke endet die Stadt.
  • km 333,6 – ╣ Abstiegskanal Rothensee, der die Elbe mit dem Mittellandkanal verbindet, kurz davor die Einfahrt zum Industrie- und Handelshafen.
    Schiffshebewerk Rothensee (techn. Denkmal), keine Umtragemöglichkeit zum Mittellandkanal.
    ACHTUNG: Schiffswendeplatz! Rechts fahren!
  • km 337,6 – > Steilwand des Weinbergs, 35 m über Elbniveau (NSG). Naturliebhaber können am Schotterstrand anlegen, Ulmenwald auf Mergelhängen erleben und die Uferschwalbenkolonie suchen.
  • km 338,6 – )( A2 Berlin-Hannover, dahinter > die 120 m hohen, rötlichweißen Halden der Kaligrube Zielitz, den Boden auf Jahrhunderte versalzend.
  • km 338,8 – > Rastplatz Hohenwarthe
    ۩ Romanische Dorfkirche mit spätgotischem Schnitzaltar, Mai-Okt Mi+Fr-So 15:00-18:00 für Besucher offen (2009). Ausstellung zum Wasserstraßenkreuz und der Kanalbrücke in der nahen Touristeninformation.
  • km 339,6 – ۩ Die Wasserbrücke des Mittellandkanals (2003) überquert die Elbe, größte Kanalbrücke der Welt; ihr Spiegel liegt 13 m über dem Normalpegel der Elbe.
  • km 340,0 – > Steg des Hotelrestaurants “Waldschänke”, An der Waldschänke 1a, 39291 Hohenwarthe, 039222-95990, mit eigenem Weinberg (beachte die HW-Marke von 2002!)
    100 m zuvor ▲ “Touristencamp Quartier 1”, An der Waldschänke 4, 39291 Hohenwarthe/Elbe, 039222-95738 oder 0170-3176247. Parken, einsetzen, übernachten, Anmeldung! Das Camp wurde von Besuchern als “kauzig” beschrieben, “kein Vergleich zu den Kanuvereinen.”
  • km 342,0 – km 342,8 – > NSG, Anlegen verboten
  • km 343,6 – ╠ Elbe-Havel-Kanal bzw. Niegripper Verbindungskanal. ACHTUNG: Die Schleuse Niegripp am Niegripper Verbindungskanal (km 0.7) ist vom 1.3. bis 30.4. 2016 wegen Betonier- und Reparaturarbeiten gesperrt!
  • km 344,5 – km 345,8 – Wasserskistrecke.
  • km 345,5 – > Rastplatz Niegripp; der Rastplatz und der als Technisches Denkmal dort liegende Schleppkahn “Olaf” wurden beim Elbehochwasser 2013 stark zerstört.
  • km 346,1 – ╠ Niegripper Altkanal; seit die alte Schleuse Niegripp zugeschüttet wurde, sitzt nur noch das Wasserstraßenamt im Kanalstummel
  • km 350,5 – ╣ Ohre ×, Befahren nicht erlaubt (NSG)
  • km 350,7 – ↔ Rogätz, ۩ Gedrungener Bergfried als letzter Rest der alten Burg (Landmarke, an klaren Tagen Sicht bis zum 95 km entfernten Brocken). Im Gutshaus daneben erlebte der Wissenschaftler Max Planck das Kriegsende.
  • km 351,2 – < ▲ “Sportclub Kanu”, Steinortstr. 41a, 39326 Rogätz, 039208-23602 oder 039208-24527 oder 039208-23233 (Heinz Stephan), Restaurant und Laden 500 m
    “Schöner Zeltplatz, schönes Clubhaus. Der nette Hausmeister brachte uns morgens Brötchen mit, kochte Kaffee, und wir genossen im Obergeschoß ein Frühstück wie im 1.Klasse-Hotel mit freiem Blick auf die Elbe.” (Klaus Hach, 2002)
  • km 356,5 – > Rastplatz Blumenthal
  • km 358 – km 367 – diese Ufer waren zu DDR-Zeiten Wasserübungsgelände der Sowjetarmee. Die meisten Mauern und Gerätschaften sind heute abgebaut, die Ufer renaturiert.
  • km 368,0 – < Polte mit dem Hitzberg (22 m über Elbniveau)
  • km 371,5 – ╠ Pareyer Verbindungskanal, dort Schleuse (039349-349, Sept-April Mo-Sa 6:00-20:00, So 7:00-19:00, Mai-Aug Mo-Sa 6:00-20:00, So 8:00-20:00)
    Hinter der Schleuse ╠ “Kühns Loch”, an dessen Ende “Wassersportverein Parey” (039349-51579 Herr Specht, in der Saison 18:00-20:00 vor Ort) mit ▲-Wiese
    ۩ Dorfkirche (1698) mit reicher Barockausstattung;
    – techn. Denkmale: einer der letzten erhaltenen Ziegel-Ringöfen (~1880, in Verfall) südl. des Dorfes am Bootssteg EH-Kanal km 351,
    – der älteste erhaltene Kabelkran (1928) an der Tankstelle,
    – funktionstüchtige Paltrockwindmühle gegenüber Bootshaus; alles zu besichtigen unter 039349-410
    an der Kreuzung mit Hauptstr. li. zum Gasthof “Alte Gemeinde” (Di Ruhetag), re. zu chin.+türk. Imbiß, Schlecker und Netto
  • km 374,5 – ╠ “Baggerelbe” nach Derben, Anlegen im Gras vor der Schiffswerft, am Ende der Treppe Gasthof “Zur Bergquelle” mit Elbterrasse, Mi Ruhetag
  • km 375,0 –  Motorfähre Ferchland-Grieben, Hochspannungsleitung
    An dieser Fähre (und an den Tangermünder Brücken) endeten am 7.5.1945 die letzten Kämpfe des Zweiten Weltkrieges in Deutschland.
    > ۩ Hochufer des Galgenbergs (31 m über Elbniveau), schönster Blick der Mittelelbe! Hauptstraße , re. 500 m bis August-Bebel-Str, dort Schild “Wanderweg W3 Elbsteilufer”. Blick Richtung Süden: am Hang links bis zur 2. und 3. Sitzgruppe unter den knorrigen Pappeln. Blick Richtung Norden: nach rechts zur Sitzwiese vorm Robinienwäldchen. Der Blick schweift von der Zielitzer Hochhalde bis Tangermünde. Bestes Fotolicht vormittags und mittags.
  • km 376,5 – km 377,5 – Jetski-Strecke
  • km 381,5 – km 385,0 – < > NSG, Kranichrastplätze März/April und Okt/Nov, 300 m Fluchtdistanz einhalten!
    ╣ “Bölsdorfer Haken” ×, Kormorankolonie.
    Einfahrt in die Altarme × verboten
  • km 388,2 – < Tangermünde, Kirch- und Burgturm, ۩ Zentrum aus dem 17. Jh. mit Stadtmauer komplett erhalten
    “Für die schöne historische Altstadt solltet Ihr Euch eigentlich min. einen halben Tag einplanen. Wir haben beim Ruderclub übernachtet. Der hat zwar nur eine kleine Zeltwiese, dafür aber auch einen Brötchenbringdienst. Wenn’s voll ist, gibt es nebenan den WSV, sind ebenfalls nette Leute.” (Klaus Hach, 2002)
    “Uriges Kuhschwanzbier (hell und dunkel, auch zum Mitnehmen, ca. 3,40 €/Flasche) in der Langen Straße am südwestlich gelegenen Neustädter Tor.”(Radreise-Wiki). Eine weitere “Kuhschwanzbierkneipe” an der Kirche. Antiquariat mit Lesecafe Marktstr. Ecke Lange Fischerstr., Mi 10-12, 15-16 Uhr, bzw. Lange Str. 7, Do+Fr 10-12 und 15-16, Sa 10-12 und 15-17, So 14-17 Uhr (2013). Beachte die Hochwassermarken am Elbtor!
    Von der Elbe aus bestes Fotolicht mittags und nachmittags.
    Neben der Altstadt sollte auch der 47 m hohe Hafenspeicher kurz beachtet werden. Er ist ein frühes Typenprojekt aus den 1930er Jahren. Solche “10.000-Tonnen-Reichstypenspeicher” oder “Reichsnährstandssilos” wurden, was damals neu war, nach einer einheitlichen Norm (“Programm für den beschleunigten Bau von Getreidelagerräumen”) zwischen 1936 und 1945 zur Verpflegung der enorm gewachsenen Garnisonen und der Bevölkerung an großen Wasserstraßen errichtet (Insel Eiswerder in Berlin-Spandau, Halle/Saale, Hafen Leipzig-Lindenau, Magdeburg, Eisenhüttenstadt, Demmin, Loitz, Stralsund (Am Langenkanal und An der Fährbrücke 3), Darłowo/Rügenwalde (Westpommern, Polen), Münster/Westfalen, Holzminden/Weser usw.) Für die damalige Zeit modern entworfen, wurde das Getreide unter Luftabschluß in großen, im Gebäude verborgenen Silos gelagert, so daß es weder verdarb noch Mäusen zum Opfer fiel. Im mehrstöckigen Dachgeschoß konnte man auch Kleinmengen in Säcken lagern und ggf. schnell versenden. Der An- und Abtransport erfolgte per Schiff und Bahn.
     Tanger
    “Den Namen Fluß verdient der Tanger nur im Winter bei Hochwasser, wenn die Elbe den niedrigen Sommerdeich überflutet und das Bett des Tanger und sein Wiesengelände auffüllt. Da erblicken die Anwohner eine stattliche Wasserbreite von mehreren km Länge und Breite, die in der warmen Jahreszeit dem Ruderer willkommen wäre. Jedoch im Sommer, bei niedrigem Wasserstande, ist der Tanger nur ein wasserarmer Bach, der sich mühsam durchs Gelände schlängelt und nicht das kleinste Fahrzeug tragen kann.” (KELLER 1929)
    In der Mündung 300 m ⌂ und ▲ “Tangermünder WSV”, Bootshaus am Hafen, 39590 Tangermünde, Tel. 039 322 / 2320 oder 039 322 / 2090 oder 0177 / 6510 959, Mitte März bis Mitte Oktober, mit Restaurant, Laden 500 m
    ⌂ und ▲ “Tangermünder Ruderclub”, Bootshaus 39, 39590 Tangermünde, 039322-2409 Herr Rethfeldt, oder “Tangermünder Wassersportverein”, Tel. 039 322 / 2320 (nach 16 Uhr)
    Bahnhof 800 m, Züge nach Stendal (Linie 269) und weiter nach Wolfsburg, Braunschweig, Uelzen, Wittenberge, Berlin (Linien 202, 301, 305)
  • km 390,8 – ][ helle Stahlbogenbrücke der Umgehungsstraße B 188n (Landmarke).
  • km 394,6 – ][ der ICE-Strecke Berlin-Hannover; > durchfahren, im Joch am linken Ufer großer Stein
    < Hochufer
  • km 395,8 – km 399,0 – > Artillerieschießplatz Klietz; an der Storkauer Furt üben unsere Beschützer mit tauchend fahrenden Leopard-Panzern das Kriegspielen.
    Anlegen verboten!
  • km 396,3 – < Storkau, Rastplatz an der alten Fähre, Käserei, Bioladen
    ۩ Schloß (1912) in harmonischer Lage, heute Hotel, romanische Backsteinkirche (~1200) mit Chorturm, romanischem Taufbecken und reicher Ausstattung des 17.-19. Jh.
    Während der Napoleonzeit 1807-13 diente die Kirche als Befestigung und sicherte den Elbübergang vom damaligen frankreich-hörigen “Königreich Westfalen” hinüber ins preußische Ausland. Die Schießscharten der Wachmannschaft sind, obwohl vermauert, noch heute zu erkennen. – Käserei und Bioladen.
  • km 398,3 – < Rastmöglichkeit Billberge, oben am Hang Gestüt (Ausbildungszentrum) und Kutschenmuseum
  • km 399,0 – ╠ Altarm, ×
  • km 402,3 –  Gierfähre Arneburg, Liegeplatz rechts (links vorbeifahren). Betriebszeiten Mitte April – Mitte Okt Mo-Fr 7:00-12:00 und 13:00-19:00, Sa+So 10:00-12:00 und 13:00-19:00.
  • km 403,6 – < Arneburg auf hohem Ufer; das Walmdach des Kirchturms mit der Spitze ist eine Landmarke
    ⌂ und ▲ 1. Arneburger SBV im Hafen, Breite Str. 15. 39569 Arneburg, 0162-1931930 (Hafenmeister), Mitte April-Nov, Laden 300 m, Restaurant 500 m
    ۩ Zentrum der kleinen Fischerstadt mit vielen Fachwerkhäusern. Kirche tagsüber göffnet. “Eiscafe-Pizzeria” mit selbstgebackenem Kuchen (Spezialität: handgemachtes Nougat-Eis). Auf der Burg “Burggaststätte”, von der Terrasse Blick übers Elbtal. Seit 2015 gibt es sogar eine Aussichtsplattform am Hochufer!
  • km 408,5 – < sollte das modernste Kernkraftwerk der DDR entstehen. Revolution und Vereinigung 1989/90 verhinderten seine Fertigstellung. Der weiß-rot geringelte Schornstein gehört zum Zellstoffwerk.
  • km 409,5 – > Rastplatz Schönfeld, Restaurants und Zimmer 1,5 km; ▲C Schönfeld (03982-237) liegt weitab vom Elbufer. Die Hänge links verebben nun.
  • km 416,1 –  Gierfähre Sandau, Seil und Liegeplatz rechts (links vorbeifahren). Betriebszeiten Mo-Sa 5:30-21:30, Sa+So 7:00-21:30; fährt bei Hochwasser als Motorfähre.
  • km 416,4 – Sandau, Rastplatz ohne Service
    > ۩ Blick auf Sandau. Der Kirchturm fiel 1945 in Trümmer, als die US-Armee die Stadt 5 Tage vom anderen Ufer aus beschoß; Wiederaufbau erst seit 2002. Bis heute hängen die Glocken in der Ruine, die Turmuhr ist auf 8:20 Uhr stehengeblieben. Die Kirche, eine romanische Pfeilerbasilika, ist im Sommer meist geöffnet (Stand 2010).
  • km 422,1 –  Gierfähre Havelberg-Werben, Seil und Liegeplatz links (rechts vorbeifahren). Betriebszeiten Mo-Fr 5:30-21:30, Sa+So 7:00-21:30, bei HW Motorfähre
    < Rastplatz Räbel ohne Service
  • km 422,8 – ╠ Schleusenkanal zur Havel.
    Die Havelmündung bietet einen schönen Abstecher. Man fährt dazu in den Schleusenkanal zur Schleuse Havelberg und biegt 300 m dahinter < in den alten Havellauf ein. Schleusenzeiten (Fernbedienung) Okt-April tägl. 7:00-17:00 Uhr, Mai-Sept. Mo-Sa 6:00-21:00, So 8:00-20:00
    Unterkunft:
    ▲ “Campinginsel Havelberg“, Spülinsel 6, 039 387 / 20655 und 039 387 / 20656 bzw. 0163 / 3938 701, mit eigenem Steg, oder nebenan beim:
    Havelberger Wassersportverein, 0173 / 7876 804
    Am ersten September-Wochenende ist Pferdemarkt – Zeltplätze ein halbes Jahr vorbestellen, die Stadt ist dann voll!
    ۩ Der romanisch-gotische Dom und und die Terrassenaussicht lohnen den Abstecher! Bestes Fotolicht nachmittags und abends, sehr schön vom Stadtgraben aus! Als Zugabe gibt’s die Biberburg an der Zeltplatzbrücke, deren Insassen abends gern Äpfel mampfen.
    Jenseits des Havelberger Doms fließt die Havel naturbelassen direkt unterm Hochufer entlang. Leider fehlt die Strömung, die reizvolle Landschaft lohnt aber den Umweg. Der anschließende Gnevsdorfer Vorfluter hat Kanalcharakter; besser trägt man an der Wehrgruppe Quitzöbel wieder in die Elbe um.
  • km 426,5 – 427,0 – < Sandbank “Mauseloch”
  • km 427,6 – ╠ ursprünglicher Havellauf, kurz hinter der Einfahrt die Wehrgruppe Quitzöbel; Umtragen über Treppe möglich (steiler Hang).
  • km 429,4 + 429,7 – schöne Fotoblicke auf die riesige Stadtkirche von Werben.
  • km 430,4 – ╣ Einfahrt zum Rastplatz Werben mit Bootsrampe, auch bei Niedrigwasser nutzbar. ▲ = ?
    ▲C Werben (039393-219, -225, -276) liegt abseits des Flusses. Nach Werben 1,5 km.
    ۩ das Zentrum der kleinen Ackerbürgerstadt mit Stadtmauer und großer Hallenkirche ist erhalten!
  • km 431,0 – km 437,9 – > NSG, Anlegen verboten
  • km 438,0 – ╠ Gnevsdorfer Vorfluter zur Havel
    Gnevsdorf, die Dorfstraße wird von Birnbäumen gesäumt.
  • km 438,0 – km 445,5 – > NSG, Anlegen verboten (Rotmilan, Fischadler, Kranichrastplatz).
  • km 438,7 – > (▲) kleine Bucht mit alter Panzerrampe, “Lagern zulässig” (Schild auf der Karte am Rastplatz des Elberadwegs).
    An der Hauptstraße links 600 m nach Rühstedt, ۩ Dorf mit den meisten Störchen Brandenburgs. Viele Kneipen und Bauernmuseum. Die Dorfkirche (Wandmalereien des Jüngsten Gerichts vom 15.Jh.; Renaissancegrabmäler der Gutsherren; Wagner-Orgel von 1738) ist Mai-Aug. Sa+So 13:00-17:00 Uhr für Besucher geöffnet (2016).
  • km 439,2 – km 446,0 – < neun Versuchsfelder aus “Kerbbuhnen”, die in Ufernähe durch einen Graben vom Festland getrennt wurden. Im Rahmen eines bis 2009 laufenden Versuchs soll geprüft werden, ob die Fisch- und Laufkäferfauna bereichert und die langfristige Verlandung von Buhnenfeldern verringert wird.
  • km 440,0 – < Rastplatz Schönberg ohne Service, ▲ = ?
  • km 441,8 – km 474,5 – < zwischen Schönberg und Schnackenburg Anlegen verboten, Ausnahmen: Wahrenberg km 459,5-460,0 und km 464,0-465,5
    Anlegeverbot Schnackenburg bis Lauenburg (km 475,5 – km 567,0) außerhalb von Ortschaften
  • km 445,8 – > Rastplatz und Sportboothafen “Bälower Haken”. Paddeln des Altarms bis Bälow 1.3.-15.6. verboten. ۩ Dorfkirche (1915 v. Georg Büttner).
  • km 448,0 – > Rastplatz Hinzdorf mit ▲ (kein Trinkwasser, Trockenklo), 03877-904429 (Tip aus “Blaues Band”) Das Lokal “Pfannkuchenhaus”, Dorfstraße 14 unweit der Anlegestelle, ist empfehlenswert! Ggf. kann man hier auch übernachten.
  • km 449,0 – km 453,0 – > NSG, Anlegen verboten
  • km 450,8 – < Einmündung der Alten Elbe; 4 km stromauf am Südufer Beuster, gutes Anlegen am Sandstrand links vor der Brücke (vorher nicht erlaubt). Bäcker, Hofladen der Schäferei; ۩ spätromanische Pfeilerbasilika (2. Hälfte 12. Jh.) des früheren Augustiner-Kollegiatsstifts, eine der ältesten Backsteinkirchen der Altmark, mit Westturm und Kreuzrippengewölben des 14. Jh, 1885 erneuert. Am eingesenkten Tor der Kirche sieht man, wie sich der Boden im Lauf der Jahrhunderte erhöht hat. Schlüssel für Stifts- und Dorfkirche siehe Aushang am Friedhof. – “Blaulichtmuseum” mit Feuerwehr-, Polizei- und Rettungsfahrzeugen.
    ۩ Das gegenüber von Beuster, am anderen Ufer der Alten Elbe gelegene Dorf Werder (althochdt. verd oder varid = Flußinsel) ist einer der ganz wenigen Orte, die bis heute außerhalb des Elbdeichs auf Warften liegen und deren Leben seit Jahrhunderten vom Steigen und Fallen des Elbpegels geprägt ist.
  • km 452,5 – km 453,5 – Wasserskistrecke
  • km 454,9 – > Wittenberge (das ist nicht Wittenberg!), bis 1990 “Stadt der Nähmaschinen”, heute Stadt ohne Zukunft. Seit dem Zusammenbruch der Industrie zog mehr als ein Drittel der Bewohner der Arbeit hinterher. Soziologen können die mühsam sanierten Reste des Packhofviertels besuchen, das vor den Flächenabrissen Ghetto- und Nachkriegsfilmen als Kulisse diente.
    > am Ende des Stadthafens (hinter der Eisenbahnbrücke) ⌂ und ▲ WSV Wittenberge, Dorfstr. 12, 19322 Garsedow, 03877-403096 oder 03877-405166 Ruth Wiebeck.
    Im Hafen direkt an der Stadt “Marina Nedwighafen”, Elbstr. 65, 19322 Wittenberge, 03877-75125, März-Nov, Zimmer und ▲, Fischgaststätte “Zum Fährmann”. In der Dämmerung tönen die Saatkrähen der Brutkolonie im Stadtpark.
    ۩ Im Stadtmuseum (Putlitzstr. 2) und im “Uhrenturm” je eine Sammlung hier produzierter Nähmaschinenmodelle eines Jahrhunderts (im Uhrturm Anfg. Mai bis Anfg. Okt. jeden 1. Sonnabend im Monat 14 Uhr Führung). Im Lokschuppen am Bhf. das größte Eisenbahnmuseum Brandenburgs.
    Vom Bhf. Züge nach Hamburg, Schwerin, Magdeburg, Berlin (Linie 204, 204.1, 305)
    “In Wittenberge im ‘Kranhaus’ erlesene Speisen und den eloquenten Starkoch genießen.” (Michael Niemann 2003) 5 Minuten vom Hafen, Hafenstraße 4
    “Wenn du nicht den langen Weg zu den WSVlern paddeln willst, nicht in den Hafen paddeln bis km 455,2 rechts Sandbank, dann irgendwo auf der Wiese zelten, in der Marina melden, Dusche, WC ***, evtl. dort essen, freundlich.” (Rainer Brockmann 2003; die Zeltwiese im Hafen ist wegen wiederholtem Saufvandalismus seit 2015 geschlossen.)
    Bis Lauenburg ist werktags mit dröhnenden Kampfflugzeugen zu rechnen, die entlang des Stromes den Tiefflug üben. “Jet noise – the sound of Freedom!”
  • km 459,5 – < Wahrenbergmit vielen Storchennestern und WWR, jedoch ohne Service. ▲ = ? ۩ Fachwerkkirche (2. Hälfte 18. Jh.) mit einem Turm, der nicht, wie üblich, ans Schiff angebaut, sondern in das Kirchenschiff hineingestellt wurde (rührt sein schiefer Stand von daher?)
    Storcheninfo im “Elbhof”, dem ehem. Fährgasthaus.
    > schöner Sandstrand an der alten Fährstelle
  • km 464,0 – km 465,5 – < Anlegen auf 1,5 km erlaubt, danach erst wieder in Schnackenburg
  • km 469,6 – > ehem. DDR-Zollhafen (bis heute von Streckmetallzaun und Teilen der Hinterlandmauer umgeben), jetzt Bootsclub Cumlosen, März-Okt, 038794-30226 oder 038794-30512 oder 038794-20845 Hafenmeister, ▲ 200 m abseits des Ufers. “Deichcafe” Sa+So geöffnet, sonst Gaststätte 2 km weiter im Dorf.
    ۩ Wachturm der früheren DDR-Grenztruppen, vom Fluß kilometerweit zu sehen. Heimatkunde- und Tierpräparatesammlung am Dorfplatz (Schlüssel bei Tischler Jirjahn nebenan), Galerie “Rolandswurt” nahebei. Bus 925 nach Wittenberge.
    In warmen Mai- und Juninächten tönt weithin das Gemecker der hier lebenden Laubfrösche.
  • km 470,3 – Viele sonst seltene Uferschwalben über dem Fluß, die in einem Lehmhaufen hinter dem Deich des rechten Ufers leben.
  • km 472,7 – Hier begann bis 1990 der deutsch-deutsche Grenzabschnitt der Elbe; kurz vor dieser Stelle wurden die Frachtschiffe der DDR-Grenzkontrolle unterzogen. Das rechte Ufer war mit Zäunen und Wachtürmen gesichert. Ein Grenzturm im nahen Lütkenwisch ist als Mahnmal erhalten worden.
  • km 474,5 – ↔ Fähre. Wie alle Elbfähren bis hinunter nach Boizenburg mußte auch diese 1945 die Fahrten einstellen und begann damit erst wieder 1991.
    Schnackenburg, östlichstes Ende Niedersachsens
    im alten Zollhafen ⌂ Schnackenburger Bootsfreunde, 05840-347 Hafenmeisterin oder 05846-2265 Peter Schröder, Mitte März – Mitte Okt,
    Restaurant und Cafe 200 m, Lebensmittelkiosk (Mo-Fr 7:30-10:30 und 15:00-17:30), Haushaltwarenladen. Am Fährzugang alte HW-Marken.
    ۩ “Das noch sehr kaltkriegslastige, aber dennoch interessante ‘Grenzmuseum'” (Michael Niemann, 2003)
    Die ursprüngl. spätromanische Nikolaikirche steht Besuchern offen (2016); die Schale des barocken Taufengels wurde früher mit Elbwasser gefüllt.
     des Aland, oberhalb des Schnackenburger Hafens Anlegen erst wieder oberhalb der Brücke Scharpenhufe-Wahrenberg (km 14,7) erlaubt. Vom Hafen bis zum Flutsperrwerk an der ehem. innerdeutschen Grenze 1.3.-30.6. ganz gesperrt.
  • km 475,5 – km 567,0 – < Anlegeverbot außerhalb von Ortschaften bis Lauenburg.
  • km 477,0 – < Sandbank “Böser Ort”, so genannt, weil in diesem 90-Grad-Knick häufig Schiffe auf Grund laufen und der Deich dem Druck von Hochwassern besonders ausgesetzt ist; 2002 verhinderte nur pausenloses Sandsackstapeln einen Deichbruch an dieser Stelle. 2005-2009 wurde hier von km 477 bis km 484 – erstmals in Deutschland – der Deich rückverlegt; seitdem strömen durch sechs große Breschen im Altdeich Hochwasser in 425 ha wieder entstehende Überschwemmungsaue. Mit Erfolg: beim Hochwasser im Juni 2013 mußte an den hiesigen Deichen kein einziger Sandsack mehr gestapelt werden. – Man trifft Störche, Kiebitze und Silberreiher; mit viel Glück sieht man die Wildpferdherde und die Ungarischen Graurinder, die als “Rasenmäher” hier angesiedelt wurden.
  • km 478,7 – > alter Grenzwachturm
  • km 484,6 – ↔ Fähre, daneben gutes Anlegen an der alten Fährrampe
    Lenzen
    > an der Fähre Einfahrt “Motor- und Yachtclub Lenzen MYCLE”, Hafenmeister 038792-50229 (Mo-Fr 9:00-18:00) oder 0172-1683 478, März-Okt. ▲, Brötchenservice. Gaststätte “Sportboothafen” Juni-Aug tägl. geöffnet, sonst an einem wechselnden Tag der Woche geschlossen (erfragen). Bus 925 nach Wittenberge.
    ۩ Neben der Fähre ein ehem. Wachturm der NVA-Grenztruppen, jetzt Aussichtsturm mit Elbblick von Schnackenburg bis Gorleben, und ein Gedenkstein an die “Grenzöffnung” per Fähre am 19./25.11.1989; daneben Denkmal des Deichhauptmanns.
    In Schloß und Stadt Lenzen (3 km entfernt) scheint seit dem Fachwerkbau die Zeit stehengeblieben zu sein. Beachte die Rathausuhr mit nur einem Zeiger – diese Genauigkeit genügte den Menschen Anfang des 18. Jh.! (Noch heute schlagen Rathaus- und Turmuhr wenige Minuten nacheinander.) Die Stadtkirche St. Katharinen ist Juni-Aug. Mo-Fr 11:00-12:00 und 15:00-17:00, Sa+So 14:00-17:00 geöffnet; Di 12:00-12.30 “Orgelklänge zur Mittagszeit”. Im Haus Am Bahndamm 11 ein original eingerichteter Lebensmittelladen (“Konsum”) der DDR-Zeit als Museum: 1. Mai bis Mitte Okt. Mo-Fr 10-17, Sa 14-17 Uhr, Mitte Okt. bis 30. April Mo-Fr 10-16 Uhr. Im Schloß (Rundblick!) ein Besucherzentrum des BUND.
    Bis 1989 sah die DDR-Grenze bei Lenzen so aus.
    Mehrfach ist links die über die Hangwipfel ragende Aussichtsplattform der Gaststätte “Schwedenschanze” erkennbar, die eine weite Sicht nach Norden und Westen bietet. Von der linksufrigen Fährstelle schnauft man dazu 30 Minuten bergauf bis zum Turm und dem hübsch gelegenen Gasthaus (wo die Fährstraße an den Hangwald stößt, den Schotterweg nach rechts 700 Meter lang hinauf). Lohnend!
  • km 486,0 – < ۩ auf dem Höhbeck-Hügel Sendemast “Gartow 2”, ab 1979 Richtfunkverkehr nach (West-)Berlin. Mit dieser Anlage konnten 12.000 Telefongespräche gleichzeitig zwischen Berlin und dem Bundesgebiet übertragen werden; die Erdkrümmung wurde durch die Masthöhe von 344 m ausgeglichen. (Die DDR nutzte das Prinzip stillvergnügt für sich und baute einen Horchturm auf die Stöllner Berge bei Rhinow, genau in die Richtfunkstrecke hinein.) Von den ursprünglich zwei Masten steht heute nur noch einer, der Ausstrahlung des Deutschlandfunks dienend; das frühere Hochsicherheitsgelände ist jetzt verlassen, die Tore der Sperrkreise stehen offen, und das Funkhaus ist leer.
  • km 487,2 – km 489,2 – Wasserskistrecke auf der linken Stromseite.
  • km 487,3 – > Einfahrt zum ehem. Hafen Mödlich, keine Infrastruktur, aber kurzer Weg zum Dorf.
    ۩ Geht man den Weg in Richtung des hellen Hauses mit der weißen Bank, kommt man an ein Eichenwäldchen, dessen Stämme vom Eis des Januarhochwassers 2003 abgehobelt wurden. Markant ist das an einem großen Baum am Wege zu sehen (“Eiseiche”).
    Mittelalterliche Dorfkirche mit schönem Ziergiebel, spätgotischem Schnitzaltar nebst Kanzel, sommers geöffnet; von Mai-Okt. jeden Sa 14:00 Führung (2016)! – Das Dorf ist bekannt für seine Storchennester. Wie auch rund um Lenzen, werden die Altarme um Mödlich von Laubfröschen bewohnt, deren meckernde Balzrufe in warmen Mai- und Juninächten weithin zu hören sind.
  • km 487,5 – < Vietze, ۩ Heimatmuseum des alten Schifferdorfes, Führungen Mai-Sept. Sa+So ab 16:00, Jul+Aug. auch mittwochs. Die Kirche ist die älteste des Wendlandes: als sie (um 1100) erbaut wurde, herrschten am anderen Elbufer noch heidnische Slawenfürsten!
  • km 493,0 – ╣ Hafen Gorleben, Lüchower Str., 29475 Gorleben, 05882-223, ▲ möglich, Lebensmittelmarkt
    ۩ Vom Fluß aus nicht sichtbar, begründet sich hier Deutschlands strahlende Zukunft.
  • km 497,0 – Auf den folgenden 3 km bricht links die Geest steil zur Elbe ab.
    Rechts hinter dem Deich das kleine Dorf Unbesandten mit Gaststätte in Ufernähe. Im Haus Am Elbdeich 4 unterhält die Familie Pauli eine kleine Ausstellung über das Leben in den Grenzdörfern vor 1989. Sie selbst kaufte die Ruine des Hofes 1996 und setzte ihn originalgetreu instand. Auf dem Gelände Streuobstwiesen mit in der DDR gezüchteten Apfelsorten.
  • km 497,8 – < Flachwasser “Grippelner Haken”
  • km 504,0 – > Dömitz, erkennbar am massigen Klotz des Hafenspeichers und dem filigranen Bogen der Brücke.
    ۩ Altstadt mit einer der besterhaltendsten Festungen Nordeuropas (Renaissance), Mo-Fr bis 17:00, Sa+So bis 18:00 geöffnet, in den Kellern überwintern jährlich 100-200 Fransenfledermäuse; sommers rufen Unken aus dem Burggraben.
    Bus nach Ludwigslust (“Mitnehmen von Fahrrädern begrenzt möglich”), von dort nach Hamburg, Schwerin, Berlin (Linie 1171, 204, 204.1). Rufbus nach Dannenberg.
    ▲ “Campingplatz am Bootshafen”, am Panorama-Cafe, Hafenplatz, 19303 Dömitz, 0173-9761436 Hafenmeister, steiles Aussetzen. Einfache, aber saubere Sanitäranlagen. Belegschaft besteht aus Boot- ebenso wie aus Elberadfahrern.
    Unübersehbar das “Panorama-Cafe” auf dem Speicher, Ausblick und Preise grandios, aber nur Kaffee und Kuchen; Mittag- und Abendessen gleicher Preislage im Erdgeschoß. Daneben soll eine neue Sliprampe liegen. – Auf der Stadtseite der Brücke das preiswerte “Eiscafe Tiziano” und das deftige “Dömitzer Eck”. Aldi nebenan (2010 auch So 12:00-18:00). Penny 200 m Richtung Stadtausgang, auf dem Weg dorthin kleine Bäckerei, Eisdiele und Pizzeria.
    ╠ Müritz-Elde-Wasserstraße, vor der Schleuse ein alter Grenzwachturm
    Dömitzer Kanuverein, eigener Stichkanal im Oberwasser der Schleuse, sehr stark verschilft. Er zweigt kurz vor der rot-weißen Eisenbahnbrücke am “D”-Schild nach Osten ab. Bis zum Ende durchfahren! Tel. 038 758 / 35736 oder 038 758 / 22626 Herr Fähnrich oder 038 758 / 24369 Herr Engelmann oder 0152 / 0218 7028. Schräg gegenüber (“Am Floßgraben”) Fischerei mit Verkauf.
    Man kann im Hafen an den Stegen der Marina festmachen (Vorleine, Achterleine, evtl. Fender). ALDI direkt am Hafen.“(Der olle Hansen, 2009)
    … die waren vor 2 Jahren sehr paddlerfreundlich, leichtes Aussteigen und Sanitär vorhanden, fehlten beim KC; und natürlich Dömitz anschauen.” (Rainer Brockmann, 2003)
    Hafen bzw. Marina liegen im Unterwasser der Schleuse.
    Den Streckenabschnitt Dömitz-Hamburg solltest du am Wochenende oder an Feiertagen wegen regen Sportbootverkehres meiden, die fahren teilweise wie die Henker.Guido Hoffmann, 2007
    Bis 1989 boten die Hafenspeicher bei Dömitz dieses und die Grenzanlagen dieses Bild. Zu sehen ist der äußere, auf dem Deich errichtete Sperrzaun, während sich der innere, den DDR-Bürgern zugewandte, auf dem Bild kaum sichtbar auf den alten Festungsmauern entlangzog. Auch die Brücke über die Müritz-Elde-Wasserstraße war durch den inneren Grenzzaun gesichert, und die verfallene, 1987 baupolizeilich gesperrte Elde-Schleuse schützte zuverlässig vor “Grenzdurchbrüchen” auf dem Wasserweg. Das Gelände des “Motoryachtclubs Dömitz” war damals Hafen für die Schnellboote der Grenztruppen.
    Bevor die Straßenbrücke 1991/92 neu erbaut wurde, war die Ruine ihrer 1945 zerbombten Vorgängerin jahrzehntelang ein Mahnmal der deutschen Teilung. Diese Funktion hat jetzt die Eisenbahnbrücke übernommen, die das gleiche Schicksal erlitt und bis heute Ruine blieb.
  • km 504,7 – > gutes Anlegen an der Vorkriegs-Fährrampe, von hier kürzester Weg zu Stadt und Festung. Kennzeichen: hinter dichten Weidenbüschen verstecktes rotes Pegelhäuschen auf dem Deich
  • km 505,1 – ╠ der Dömitzer Dove-Elbe mit verschlossenem Sperrwerk
    > gutes Anlegen an der 1991/92 benutzten Fährrampe. Wäre die Einfahrt nicht verboten, könnte man bis zum ersten Backsteinhaus paddeln und dort die alte Steinschleuse von 1572/1722 besuchen (techn. Denkmal).
  • km 509,5 – < ▲ WWR Damnatz (sprich: Damnaatz), Penkefitz 102, 29451 Dannenberg, 05861-7858 ۩ Die schlichte Fachwerkkirche, von den Bauern selbst erbaut, überstand sogar die Greuel des Dreißigjährigen Krieges. Während der Befreiungskämpfe 1813 hat sich ein französischer Soldatentrupp in der Kirche verzweifelt verteidigt; die preußischen Einschußlöcher an Galerie und Orgelempore sind heute noch zu sehen. Wie der Kampf endete, erzählt ein Findling an der Südwand des Turmes: “Franzosengrab 1813”.
    Bis Hitzacker außerhalb der Fahrrinne Sandbänke, die auch für Paddler flach sein können.
  • km 511,1 – > ۩ Territorium der “Dorfrepublik Rüterberg (das war mal bitterer Ernst).
    Das “Eiserne Tor”, das 22 Jahre lang den Zugang zum umzäunten Dorf bildete, ist als Mahnung erhalten worden.
    Paddlerrastplatz. ▲ beim “Motorclub 511”, 19303 Rüterberg, 038758-20826 oder 0170-6953804 Harri Gäth (bei höflichem Fragen vielleicht windgeschütztes Zelten!) Nicht an den Bootsstegen anlegen (recht hoch), sondern an der Betonschräge im folgenden Kehrwasser.
    300 m stromaufwärts nahe des Grenzwachturms preiswertes Restaurant “Elbklause” (Apr-Sept., Mo Ruhetag), dort auch sehenswerte Heimatstube (Sa+So 14:00-17:00, sonst anmelden 038 758 / 20333). Der alte Wachturm wird jährlich mehr von Efeu zugewachsen. An der Fliederhecke vor dem Turm ist die Geschichte der Dorfrepublik ausführlich beschrieben. Vom Aussichtsturm schöner Elbblick.
  • km 511,5 – km 555,0 – > Die Uferwiesen bis zur Höhe Radegast sind im März/April und Oktober ein großer Kranichrastplatz und somit NSG.
    Anlegen außerhalb von Ortschaften verboten. Die Kranichschlafplätze dürfen in der Zeit von 1,5 h vor Sonnenuntergang bis 1 h nach Sonnenaufgang im Umkreis von 300 m (Fluchtdistanz der Vögel) nicht betreten werden.
  • km 512,2 – ╠ Prignitzer Löcknitz
  • km 522,7 – < Hitzacker
    ╣ Jeetzel mit Yachthafen, ▲ MYC Hitzacker, An der Alten Jeetzel 3, 29456 Hitzacker, 05862-8705 Hafenmeister, Restaurant am Ort, Sanitäranlagen 200 m
    ۩ In die Hügel gebettete Altstadt, Stadt- und Elbemuseum im alten Zollhaus. Die Johanniskirche ist im Sommer für Besucher geöffnet. Freilichtmuseum der Bronzezeit mit Anlegemöglichkeit oberhalb der Brücke (fraglich, ob Auswärtige anlegen dürfen!!); nach Anmeldung (05862-6794) kann man in nachgebauten Einbäumen der Bronzezeit fahren (die Paddel sind allerdings neuzeitlich). Von der “Weinberg”-Aussicht über den Häusern schöner Blick aufs Elbtal. Bhf. 2 km, Züge nach Lüneburg, Hamburg, Lübeck, Hannover (Linien 112, 145, 110)
  • km 523,0 – ↔ Personenfähre (01.04.-15.10.) Am 19.11. 1989, zehn Tage nach der Maueröffnung, nahm diese Fähre als erste die deutsch-deutschen Elbfahrten wieder auf, nachdem Zivilcourage die Öffnung des Grenzzauns erzwungen hatte. Etwas abwärts erinnert zwischen den Häusern des rechten Ufers eine Holzstele, eine Friedenstaube symbolisierend, an ein Ufergehöft, das dem Abrißbefehl der NVA zum Opfer fiel. Weitere Infos: Kanufreunde Hitzacker, 05862-7628 oder 0175-2721119, Manfred Gutzeit
    < begleitet nun auf 20 km die Hochfläche der Görde den Fluß, die in 50 bis 80 m hohen Steilhängen zum Ufer abfällt.
  • km 525,5 – km 527,5 – Wasserskistrecke auf der linken Stromseite.
  • km 528,2 – ╣ Schutzhafen Thießau, ohne Infrastruktur
  • km 533,5 – km 535,5 – Wasserskistrecke auf der linken Stromseite.
  • km 534,5 – < ▲C “Elbufer”, 29490 Klein Kühren, 05853-256 (Anfang April – Ende Okt), Gaststätte “Zum Göpel”, gegenüber “Steakhaus Klein Kühren” (beide Mo Ruhetag)
    “Erst am Strand km 535,0 anlanden. Als Paddler bekommst du vorne nahe Elbe einen Platz, hier hats immer einige Paddler, freundlich.” (Rainer Brockmann, 2003) “Schwer zu finden. Wenn man stromab fahrend fast schon am Campingplatz, der vom Wasser gut sichtbar ist, vorbei gefahren ist, am Strand anlegen!” (Zitat werow.com)
  • km 536,4 – ↔ Motor-Autofähre Darchau – Neu Darchau
    Restaurants und Lebensmittelladen nahebei in Darchau (rechtes Ufer).
    Darchau, Anlegen im Kehrwasser unmittelbar vor der Fähre oder direkt dahinter an der alten Rampe. Cafe “Zur Elbe” am Deich, 14:00-18:00 (Mo Ruhetag), 2010 kaum Mittag- und Abendessen, aber reiches Kuchenangebot
    Neu Darchau: Anlegen im Kehrwasser unmittelbar vor der Fähre. Direkt hinter der Fähre liegt die Einfahrt zum Hafen, wo Anlegen kostenpflichtig ist (was man erst sieht, wenn man angelegt hat). Restaurant “Göpelhaus” am Deich, gepflegte Speisekarte, auch Montags. Edeka 200 m die Straße geradeaus.
    Vor 1989 hatten in Neu Darchau stehende (West)betrachter dieses Bild vom östlichen Nachbardorf Darchau: die “Mauer” bestand hier aus einem 3,20 m hohen, undurchsichtigen Streckmetallzaun auf der Deichkrone. Auf den folgenden 3 km standen vor 1961 sieben Gehöfte im Deichvorland des Ostufers, die im Zuge des “Mauerbaus” abgerissen und eingeebnet wurden.
  • km 543,3 – ╣ Hafen Alt Garge, die Steilhänge biegen landeinwärts, das Ufer wird wieder flach.
  • km 545,0 – ╠ Hafen Stiepelse, Restaurants im Ort. Die schlichte neogotische Kapelle ist im Sommer für Besucher geöffnet.
  • km 550,0 – km 553,0 – < NSG, Anlegen verboten
  • km 552,3 – km 554,0 – Wasserskistrecke auf der linken Stromseite.
  • km 549,9 – ↔ Fähre, von einem Wachturm “gesichert”, direkt davor links:
    ╣ Hafeneinfahrt Bleckede, am Ende des Hafens ⌂ und ▲ “Bleckeder Bootsfreunde”, Ostern bis Mitte Okt, 038841-20843 oder 0171-4108744 Joachim Dittmer (anmelden!), Restaurant und Laden 200 m. ۩ Fachwerkstadt mit Elbschloss, jetzt Infozentrum des Biosphärenreservates. Das Schloss und viele Gaststätten haben montags geschlossen!
    Jacobikirche (spätklassizistischer Saalbau, spätgotischer Pietà, Kanzelaltar, Taufstein 16.Jh.), Sommer täglich 9:00-17:00 geöffnet.
    100 m unterhalb der heutigen liegen die alten Fährrampen, an denen beidseitig bei Mittel- und Niedrigwasser gutes Anlegen möglich ist.
  • km 555,0 – ╣ Altarm “Radegaster Haken”, von hier 2 km Landtransport zum Marschwetter-Fließ in der Winsener Marsch möglich. Am km-Schild 555 Anlegen möglich, schöner Blick vom Deich; nachmittags gutes Fotolicht
  • km 555,1 – < “Camping Elbeling”, Am Deich 9a, 21354 Radegast, 05857-555, Anlegen im Sandstrand des zweiten Kehrwassers nach dem km-Schild und eine asphaltierte Deichauffahrt hoch, 250 m. Essen in “Heins Kate”, Brötchenservice (am Vortag bis 20:00 anmelden); Hunde anleinen. ۩ Die Dorfkirche ist im Sommer für Besucher geöffnet.
    Die Staustufe Geesthacht beginnt die Strömung zu vermindern.
  • km 558,5 – > letztmalig ein alter Wachturm
  • km 559,5 – ↔ Fähre
    ╠ Sude und Hafeneinfahrt Boizenburg/Elbe, die Grünspanspitze des Kirchturms hebt sich weithin vom dunklen Waldhang ab.
    ╣ Hafeneinfahrt, Kennzeichen: ca. 5 m hoher, rot-weißer Beton-“Leuchtturm”. Nicht schon vor dem Turm einbiegen – Sandbank mit Unterwassermole!(Im verlinkten Bild ganz rechts). Am Ende des Hafens ⌂ und ▲ BSV Boizenburg, Am Hafen, 19258 Boitzenburg, 0173-4170169 Hafenmeister
    ۩ Zentrum der kleinen Fachwerkstadt, die wegen der früheren Grenznähe kaum umgebaut wurde; sehr sehenswert! Heimatmuseum am Markt. Auf dem Waldhang oberhalb der Dampferanlegestelle der Hafeneinfahrt (bis 1989 stark gesichert) liegt das Museum des früheren deutsch-deutschen Grenzüberganges, das in einer Baracke des früheren KZ-Außenlagers errichtet wurde. In seiner schmerzhaft-unaufgeregten Art bildet es den Gegenpol zum Marktgeschrei der Schnackenburger Schau. Geöffnet Sa+So 14:00-17:00
    > auf 4 km die 50 m über Elbniveau aufragenden “Vierberge”. NSG “Elbhang Vierwald” mit Hangwald und Weichholzaue
    Boizenburg/Elbe ist nicht zu verwechseln mit Boitzenburg/Uckermark, einem Städtchen zwischen Mecklenburg und Brandenburg nahe der Feldberger Seenplatte.
  • km 562,5 – ╣ ▲C “Camping und Freizeitpark Grünendeich”, Grünendeich 2, 21354 Wendewisch, 05857-248, 350 m vom Yachtsteg entfernt. Anlegen an Betonschräge am Ende des Altarms links neben den Stegen. “Campkneipe Sonnenstrand” 2010 geschlossen, Neueröffnung ungewiß. Zelten im Deichvorland nicht erlaubt (NSG).
  • km 563,5 – km 566,0 – Wasserskistrecke auf der linken Stromseite.
  • km 566,3 – Hier verließ bis 1990 die deutsch-deutsche Grenze den Fluß Richtung Norden.
    > bis km 569,0 Anlegen verboten
  • km 566,5 – km 568,9 – Wasserskistrecke auf der rechten Stromseite.
  • km 569,3 – > Lauenburg
    ╠ Elbe-Lübeck-Kanal
    ۩ Handelsstadt mit reicher Geschichte, sommers stark überlaufen. Schiffermuseum, Elbstr. 59 nahe der Kirche. Schöner “Askanierblick” vom Schloßberg. “Wasserfront” an der Elbe mit Hochwassermarken 20 m oberhalb von “Möllers Gasthof” gegenüber der Kirche (mittlerer Teil der Elbstraße, vom Wasser aus schwer zu sehen); den Uferweg abwärts finden sich noch weitere Marken, dabei eine von 1713! Techniker können den Raddampfer “Kaiser Wilhelm” (1900) besuchen, dessen kohlebefeuerte Dampfmaschine brav ihren Dienst tut.
    > mehrere ⌂, u.a. Ruderverein “RGL“, km 570,3 am Ende der Lauenburger Wasserfront
    Fährt man in den Elbe-Lübeck-Kanal ein und hält sich vor der Schleuse rechts, gelangt man in den Stummel des alten Stecknitzkanals, der ältesten künstlichen Wasserstraße Europas. In die berühmte Palmschleuse (techn. Denkmal) kann eingefahren werden, das von oben grüßende Spezialitätenrestaurant ist nur umständlich erreichbar.
    Eine Besichtigungsfahrt vom gegenüberliegenden ▲ Zeltplatz Hohnstorf in die Altstadt geht nur über das Anlegen im Sportboothafen oberhalb oder am Ruderclub unterhalb der Altstadt. An der ganzen Wasserfront Lauenburgs ist Anlegen verboten, auch an der Jugendherberge in der alten Zündholzfabrik – sie teilt sich ihren Steg mit der Wasserpolizei! Paddler übernachten am anderen Ufer im Hohnstorfer ▲ “Camping Elbestrand” (siehe unten).
    Wer einfach nur aussetzen und zum Bahnhof gehen möchte, kann dies auch im Lauenburger Stadthafen tun (Beschreibung hier).
    < direkt hinter der Brücke Restaurant “Hohnstorfer Fährhaus”, Anlegen an Betonschräge hinter dem Dampfersteg. Ab 1. Okt. montags Ruhetag. Schönster Blick auf Lauenburg! (Bestes Fotolicht vormittags und mittags)
  • km 570,0 – < gegenüber Lauenburg ▲C “Camping Elbestrand”, Bundesstr. 19c, 21522 Hohnstorf, 04139-6640, Mitte April – Mitte Okt. Anlegen nicht am Sandstrand, sondern 10 m weiter an Betonschräge, Paddlerzeltwiese gleich daneben. Schöner Blick auf Lauenburg. Mittagsruhe 13:00-15:00 Uhr, Hunde anleinen. Rezeption, Toilette und Duschen hinter dem Deich. Edeka und Sparkasse an der Tankstelle, zum Bhf. Lauenburg 2 km. Guter Platz, um eine Elbetour zu beenden.
  • km 570,5 – km 578,0 – < > Zwischen Lauenburg und Tesperhude ist das Betreten der Ufer oberhalb der MHW-Linie verboten. Ausnahme: Trittstein bei km 572,0
  • km 573,8 – < Artlenburg, ۩ Die Nikolaikirche ist im Sommer für Besucher geöffnet.
    Voraus der hohe Schornstein des Kernkraftwerks Krümmel (km 580,5).
  • km 575,0 – > ▲C Artlenburg, familienfreundlich.
  • km 578,0 – < Tespe, danach ▲C. Auch im Hafen Tespe ist Zelten evtl. möglich (Segelclub).
  • km 580,5 – > AKW Krümmel, Querströmung durch den Zustrom des Kühlwassers
  • km 582,0 – > am Hang Pumpspeicherwerk Geesthacht, mit 80 m Fallhöhe (120 MW Leistung) und dem Fassungsvermögen der Binnen- und Außenalster zusammen größtes Wasserkraftwerk Norddeutschlands; rauscht das Wasser aus dem Becken durch die Fallrohre, bebt der Boden am Elbufer!
    “Wegen Querströmungen am Werk rechtzeitig vorher entlang des linken Tonnenstriches fahren!” (Deutsches Flußwanderbuch)
  • km 582,3 – Geesthacht
    > oberhalb der [ ] ⌂ Kanu-Club, Elbuferstr. 39, 21502 Geesthacht, 01577-3489824 oder 04151-5513 Olaf Buhrmester, Anlegesteg versteckt in einer kleinen Bucht.
    “Bei km r 582,3 KC Geesthacht. Von dort sind es nur wenige Meter zum Informationshaus der HEW mit dem Pumpspeicherkraftwerk und AKW Krümmel, das angeblich nur Strom in die Steckdose liefert.” (Horst J. 2003)
    “Bei den Kanuten sehr gut, Tag vorher anmelden (aufs Gelände kommt man auch so) Händi! Von hier bei der Geesthachter Schleuse anmelden und ca. Schleusenzeit angeben, macht alles schneller und freundlicher, war ein Tipp von den Geesthachtern.” (Rainer Brockmann 2003)
    “Du kannst beim supernetten Kanuverein Geesthacht prima übernachten. Von dort ist es nicht weit bis zur Schleuse. Ich würde den Schleusenwärter am Tag zuvor anrufen und ihm dein Kommen ankündigen. Ich fand das Telefonat dieses Jahr sehr nett. Starte beim Verein etwa eine Stunde vor Höchststand der Tide. Je nachdem, wann das genau ist, kannst du schauen, wie weit du kommst.” (Biki 2016)
    Rechts in der Bucht vor dem Schwimmbad eine Schrägrampe, letzte Aussetzmöglichkeit vor der Schleuse Geesthacht! Parken auf dem Caravanparkplatz nebenan. Direkt an der Rampe Bushaltestelle “Geesthacht, Schiffbauerweg” der Linie 8890 oder mit 300 m Fußweg Haltestelle “Freizeitbad” der Linie 539.
  • km 584,0 Abzweig des Schleusenkanals (rechts), hier zur Schleuse oder zum Umtragen weiterfahren. Der Hauptstrom (links) führt zum Wehr.
    Achtung: vom Wehr bei km 585,9 sind 900 m Abstand zu halten (Todesfälle)! “1970 wollte der Bezwinger des Blauen Nils, Rüdiger Neheim, im Elbwehr bei Geesthacht (einem Sektorwehr, bei dem der Überfallstrahl nicht frei fällt, sondern auf einer steilen Ebene hinunterschießt und eine noch größere Deckwalze bildet) die Materialfestigkeit seiner Kunststoff-Floßkonstruktion testen. Das Floß wurde an zwei 8-mm-Perlonseilen in die Deckwalze gelassen. Anschließend versuchte man, es mit Hilfe eines PKW herauszuziehen: unmöglich! Ein herbeigeholter Traktor konnte schließlich – die beiden 8-mm-Perlonseile durchreißen! Das Floß blieb in der Deckwalze zurück und wurde am nächsten Tag, inzwischen in kleine Teile zerlegt, immer noch kreisend angetroffen!” (STOLDT / BUZENGEIGER 1974)
  • km 584,6 – > [ ] Geesthacht: Schiffahrtszeichen, Lautsprecherrufe und allgemeine Hinweise zur Benutzung von Schleusen beachten! An einem Seiteneingang Sprechfunkanlange für Paddler. Man kann sich auch telefonisch anmelden: 04152 / 846 9140 (tägl. 5-22 Uhr). Schleusenzeiten können unter elwis.de abgefragt werden.
    Man kann die Schleuse umtragen (ca. 600m). Man steuert die letzten Treppe vor dem Beginn der Spundwände am linken Ufer an. Unter der Treppe kann man anlanden (steiniges Ufer) und das Boot die Böschung (Foto) hinauf tragen (mühsam, aber nicht bewachsen). Alternativ kann man auch den Schwimmsteg weiter vorn benutzen (die Strecke ist dann 150m länger). Dann dem Weg am Schleusengelände unter der Straßenbrücke hindurch folgen und am Parkplatz über die Böschung wieder einsetzen (recht bequem, aber auch hier steiniges Ufer, Foto). Wenn man zwischen Ufer und den Dalben fährt, kommt man nicht in Konflikt mit den schleusenden Schiffen.
    Auf dieser Seite des Wasserstraßen-Informationsservice (ELWIS) kann man nachsehen, ob die Schleuse Geesthacht eventuell gesperrt ist.
  • km 584,9  ][ Straßenbrücke B404
    Im Hauptstrom (südlicher Seitenarm) befindet sich das Wehr Geesthacht.
    Achtung: vom Wehr sind 900 m Abstand zu halten (Todesfälle)!

Unterhalb der Schleuse beginnt die Tide, Auslaufen nur mit bzw. nach dem Flut-Höchststand (Tidenkalender!)

Unterelbe 

“Unterelbe” bezeichnet im weiteren Sinne den gezeitenabhängigen Abschnitt des Flusses ab dem Wehr in Geesthacht, im engeren Sinne ist es der Mündungstrichter. Der Tidenhub in Hamburg beträgt etwa 3,6 m. Obwohl das Wasser bei jeder Flut flußaufwärts fließt, enthält die Unterelbe überwiegend Süßwasser. Im Tidenstau am Übergang von Mittel- und Unterelbe hat sich ein Binnendelta gebildet, das heute den weitverzweigten Hamburger Hafen bildet. Der obere Teil mit den Armen “Dove Elbe” und “Gose Elbe” wurde schon im Mittelalter als “Vierlande” eingedeicht. Im 19. und 20. Jahrhundert sind die Flußarme zwischen Norder- und Süderelbe den Hafenerweiterungen zum Opfer gefallen. Der Mündungstrichter ist von Blankenese bis Brunsbüttel 1-2,5 km breit und weitet sich dann zwischen Brunsbüttel und Cuxhaven auf ca. 15 km auf. Von den einst zahlreichen Elbinseln der Unterelbe liegen einige noch heute im Strom, andere sind durch Eindeichung zu Teilen der Ufer geworden.

Geesthacht bis Cuxhaven

Die Gezeiten haben die Elbmündung unterhalb Hamburgs zu einem Trichter aufgeweitet. Während die Elbe zwischen Geesthacht und der Bunthäuser Spitze 300-500 m und bei Altona 500 m breit ist, weitet sie sich bis Stade auf 2 km, bis Glückstadt auf 3 km und bei Cuxhaven schließlich auf 15 km auf. Bis 1960 reichten Ebbe und Flut bis Bleckede; seitdem schottet die Staustufe Geesthacht das Hinterland vom schwankenden Pegel ab. Die Hubhöhe der Schleuse beträgt je nach Tide 2-4 m. Das Wehr verhindert keine Sturmfluten, so daß die Elbe 10-15 mal im Jahr den Stau “überspringt” und stromaufwärts fließt.

Eine “Tide“, d.h. der Zeitunterschied zwischen zwei aufeinanderfolgenden Hoch- bzw. Niedrigwassern, dauert idealerweise 12 Stunden 25 Minuten, verschiebt sich aber in Richtung Ebbe, je weiter man stromaufwärts geht:Die Ebbe dauert länger, die Flut ist kürzer, hat dafür eine stärkere Strömung. Die auf dem offenen Meer nützliche Zwölferregel gilt hier nicht.

Es gibt … eine zeitliche Abweichung zwischen niedrigstem Wasserstand und dem Wechsel der Gezeitenströmung. Manchernorts hat man noch so eine halbe Stunde Zeit, bis man kräftiger paddeln muß, um nicht wieder flußaufwärts zu treiben.” Guido Hoffmann (2006). Allerdings paddelt man bei ablaufendem Wasser der nächsten Flutwelle bereits entgegen, so daß der gewonnene Zeitvorsprung des Paddlers nicht sehr groß ist (siehe dazu diese Diskussion).

Ebbe und Flut dauern im Mittel (Boehlich, 2003):

  • Fähre Zollenspieker): Flut 4:25 Std, Ebbe 8:00 Std
  • St.Pauli Landungsbrücken: Flut 5:03 Std, Ebbe 7:22 Std
  • Blankenese: Flut 5:14, Ebbe 7:11 Std
  • “Willkommhöft” Schulau: Flut 5:22, Ebbe 7:03 Std
  • Glückstadt: Flut 5:27 Std, Ebbe 6:58 Std
  • Cuxhaven: Flut 5:37 Std, Ebbe 6:48 Std

Wenn viel Wasser im Fluß ist und das Wasser flußabwärts fließt, dann wird meist noch einige Zeit ablaufendes Wasser sein. Wenn viel Wasser im Fluß ist und es noch aufwärts fließt, dann wird wohl bald die Tide kippen und das Wasser bald in die andere Richtung fließen … Ungefähr alle 12 1/2 Stunden (ja, dieser Daumenwert reicht durchaus) passiert dasselbe wieder.” Tobi (2006).

Der Gezeitenstrom setzt zunächst langsam ein, steigert sich dann zur maximalen Stärke und nimmt dann wieder ab, um bei Erreichen des Höchst- oder Tiefststandes ~30 Minuten stillzustehen. Danach beginnt das Spiel von neuem (“die Tide kippt”). Die stromauf gerichtete Flutströmung ist so stark, daß Gegenanpaddeln unsinnig ist. Die Eintrittszeit der Tide ist von Ort zu Ort etwas verschieden und und tritt jeden Tag 48 Minuten später ein. Über die genaue Eintrittszeit an einem Ort geben Tidenkalender Auskunft (in allen Buchhandlungen und Kiosken an der Küste erhältlich; sollte “Geesthacht” nicht verzeichnet sein, schlägt man unter “Zollenspieker” nach)

Zu Hause kann man sich die Gezeiten mit diesem Link berechnen.

Der Tidenhub, d.h. der größte Höhenunterschied zwischen HW und NW, beträgt bei Geesthacht 1,80 m, in St. Pauli 3,60 m. Wie viel das ausmacht, kann man daraus ersehen, daß die Elbe bei Brunsbüttel während der Flut 3 km breit ist, bei Ebbe aber gerade die Hälfte mißt – der Rest besteht dann aus den Schlammbänken der Watten! Die Pegeldifferenz schwankt drei Tage nach Voll- und Neumond am stärksten (“Springtide“) und ist im ersten und letzten Mondviertel etwas kleiner (“Nipptide“). Der Tidenhub kann auch durch andere Einflüsse schwanken: starker Nordwestwind, der das Nordseewasser in den Elbtrichter hineindrückt, läßt die Fluthöhe stark steigen; analog kann anhaltender Südostwind sie verringern.

Je nach Wetterlage können sich die Tidenzeiten auch verschieben, bei starken SE-Wind braucht die Flut länger, um elbaufwärts zu kommen, bei starken NW-Wind geht es schneller.” Guido Hoffmann (2006).

Auch die vom Oberlauf zufließende Wassermenge wirkt sich aus: Ein Elbhochwasser dämpft den Tidenhub, verlängert die Dauer der Ebbe und verkürzt die Flutzeit, starkes NW läßt die Flut länger andauern.

Strömung gegen Wind gibt steile Wellen, und darum soll man gut darauf achten, wann der Tidenwechsel stattfindet, weil der Wechsel innerhalb einer halben Stunde sehr hohen Wellengang verursachen kann.” Hans von Poelje (2002)

Näheres über die Gezeiten ist praxisnah auf der Seite der Weser-Tidenrallye erläutert.

Die Wasserqualität ist im Elbtrichter nur mäßig: Während oberhalb von Geesthacht eingeleitete Abwässer einfach davonfließen können, werden sie unterhalb durch die Gezeiten viele Tage hin- und hergeschoben, bis sie endlich im Meer landen (das salzige Nordseewasser dringt bei Flut höchstens bis Glückstadt vor). Noch in den 80er Jahren war das Elbewasser unterhalb stark mit Hamburgs Abwässenn verunreinigt. Der Hafen galt als Absatzbecken für Blei-, Arsen- und Kadmiumverbindungen, die die DDR einleitete und die sich im Stillwasser der Hafenbecken bis hin zu abbauwürdigen Konzentrationen ablagerten. Mit dem Bau der Hamburger Großkläranlagen ab 1983 und dem Zusammenbruch der DDR-Industrie nach 1990 ist das Wasser der Unterelbe deutlich sauberer geworden.

Als Zufahrt zum Nord-Ostsee-Kanal und zum Hamburger Hafen zählt der Elbtrichter zu den am stärksten befahrenen Wasserstraßen Europas. Die Hochseefrachter fahren auf einer nur 400 m breiten Fahrrinne und werden radargestützt zum Hamburger Hafen geleitet. Wie man ein Fahrwasser quert, ist im Seekajakforumnachzulesen. Dabei darf man die Geschwindigkeit der sich nähernden Schiffe nicht unterschätzen: Sie sind 30-40 km/h schnell! Dazu hinterlassen sie Bug- und Heckwellen von teilweise mehr als 1 m Höhe, die an Spundwänden zu WW-ähnlichen Kreuzwellen reflektiert werden und sich an den flachen Sänden zu erheblicher Brandung auftürmen.

Die größten Ozeandampfer fahren bei Fluthöchststand durch die Unterelbe. Nach Guido aus NS (2012) bewegen die Bug- und Heckwellen dieser Schiffsgrößen die Wassermasse bis auf den Grund. Solange solche Wellen durch tiefes Wasser laufen, von wenig von ihnen zu sehen; erreichen sie jedoch das Flachwasser außerhalb der Fahrrinne, entlädt sich ihre Energie, und es “tauchen plötzlich etliche Brecher scheinbar aus dem Nichts auf. Doch dies haben viele Leute nie gesehen und glauben, man will ihnen einen Bären aufbinden. Wozu wohl stellt man überall diese Schilder am Ufer auf, welche genau vor diesen Wellen warnen?” (Zitat Guido aus NS, 19.2. 2012) Einen Eindruck von solchen Wellen gibt dieses 1:15-Minuten-Filmchen.

“Auf der Strecke ab HH ist es wichtig zu wissen, dass die Ufer bei Niedrigwasser auf weiten Strecken Schlickwatt aufweisen. Sicher gibt es auch wunderschöne Sandstrände, die jedoch in den meisten Fällen bei ganz abgelaufenem Wasser einen breiten und tiefen Schlickrand aufweisen. Es gilt also, die Tide auch in dieser Hinsicht auf Deiner Elbetour zu berücksichtigen. Also lieber nicht die ganze Tide nutzen.
Ab Freiburg bzw. Brokdorf macht die Elbe einen Bogen und strömt dann genau in Richtung West. Da an der Küste der Wind meistens aus West oder NW kommt, solltest Du Dich auch darauf einstellen. Ab der Oste, wo der Hauptstrom auf Deiner Seite läuft, kannst Du mit einer Ebbströmung von etwa 7 km/h rechnen. Wenn dort der Wind gegenan läuft, wird es ab Windstärke 4 recht spaßig, und eine Deckslast, wie man sie leider oft bei Tourenpaddlern sieht, dürfte recht hinderlich sein. … Also, informiere Dich vorher genau über die Tide und die Windverhältnisse für Deine Zeit.
Ansonsten ist die Unterelbe eine schöne weite Flusslandschaft, die unbedingt dazu gehört, wenn Du den Fluss komplett befahren willst.”
Zitat U. Piepenbrink im Seekajakforum vom 26.11. 2012

Links und rechts der Fahrrinne erstrecken sich mehrere Inseln und Sandbänke, die unter Naturschutz stehen, an manchen Stellen aber für Paddler zu betreten sind (“Trittsteine”).

Im Elbtrichter gilt die Seeschifffahrtsstraßenordnung.

Für Binnenpaddler sind hier die wichtigsten Regeln des Wasserverkehrs zusammengefaßt:

  • Ein- und Aussteigen gegen die Strömung! (Gilt eigentlich immer.) Man dreht das Boot mit dem Bug stromauf, bevor man einsteigt. So hat man vom ersten Augenblick an das Boot in der Gewalt. Wer mit der Strömung einsteigt, hat auf den ersten Metern keine Steuermöglichkeit. 2006 endete so eine Paddeltour auf der Elbe, bevor sie begann.
  • Im Fahrwasser darf nicht gepaddelt werden; üblicherweise fährt man rechts davon. Muß gequert werden, hat das pulkweise und auf kürzestem Wege zu geschehen. Berufsschifffahrt hat dabei Vorfahrt.
  • Der eigene Kurs ist so zu wählen, daß ein Kapitän auf der Brücke klar erkennen kann, was der Paddler vorhat. Also weicht man ggf. in einem großen Bogen aus oder wartet nicht an der Fahrrinne, sondern weit außerhalb. Man hat eindeutig erkennbare Manöver zu fahren!
  • “Die erste Regel heißt: Gucken!” (Zitat einer Rheinpaddlerin) Vor der Fahrwasserquerung v.a. nach bergab fahrenden Schiffen schauen! Sie fahren mit dem Strom und nähern sich damit schneller, als man erwartet. Sind sie unbeladen, läuft ihr Motor nur mit halber Kraft und ist dann auch kaum zu hören! Ein stromab fahrender Kapitän kann sein Schiff schwerer manövrieren als bergauf und hat keine Möglichkeit, einem unaufmerksamen Wassersportler auszuweichen. 2008 bezahlte dies ein Paddler auf dem Rhein mit seinem Leben. – Hinter dem Schiff quert es sich weniger waghalsig als vor seinem Bug.
  • Ist unklar, welchen Kurs der Kapitän hält, ist Abwarten des Großschiffs das Sicherste. Um gesehen zu werden, kann man die Warteposition in der Nähe einer Tonne bzw. Pricke beziehen.
  • Man sollte gut kontrastierende Kleidung, wie Warnwesten, tragen, um von den Schiffskapitänen wahrgenommen zu werden, möglichst in hellrot, orange, kräftigem Gelb oder Neongrün. Ein Frachter hat erst 200-400 m vor dem Bug freie Sicht aufs Wasser, so daß ein vergleichsweise winziger Paddler rasch übersehen werden kann! Selbst wenn man gesehen wird, hat ein Kapitän im engen Fahrwasser keine Ausweichmöglichkeit. Außerdem ist die Reaktionszeit eines Schiffes derart lang, dass ein Ausweichmanöver sinnlos wäre!
  • Wie auf dem Land fährt man rechts und überholt links. Dies gilt auch vor haltenden Fischern, Schleppern und Schiffen.
  • Weiten Abstand von Tonnen halten: “Tonnen sind magnetisch”! Man nähert sich ihnen nicht nur mit der Paddel-, sondern zusätzlich mit der Stromgeschwindigkeit und damit rascher, als man schätzt. Durch Strömungsturbulenzen wird, wer sich ihr zu sehr nähert, gnadenlos erst gegen und dann unter die Tonne gezogen. Schlägt man vor der Tonne quer, ist das kein Ausweg: Festboote werden von der Strömung um die Längsachse gedreht und kentern, Faltboote brechen in der Mitte durch und sinken. 2008 starb so eine Paddlerin auf der Elbe bei Pillnitz.
  • Bei aufkommendem Seenebel (kann Frühjahr und Frühsommer zu jeder Tageszeit aufkommen) ist auf schnellstem Weg das Land anzulaufen (Kompaß!)

Ausführlich werden die Schiffahrtsregeln für Paddler auf dieser Seite erklärt. Binnenpaddler können auch einen Blick auf die Sicherheitsregeln im See- und Küstenbereich werfen.

Den Gezeitenteil unterhalb Hamburgs sollten Unerfahrene nur gemeinsam mit erfahrenen Küstenpaddlern erleben; günstiges Wetter ist Voraussetzung. Wenn der Wind gegen die Tide steht, wird der Seegang besonders unangenehm.

Hochseeausrüstung von Boot und Mannschaft ist bereits ab Hamburg erforderlich!

Dieser Abschnitt ist noch lückenhaft recherchiert, Ergänzungen sind willkommen. Eine gute Kilometrierung dieses Abschnitts ist auf der Seite des Ruderverbandes Schleswig-Holstein zu finden.

  • km 583,9- > [ ] Geesthacht
    Schiffahrtszeichen und Lautsprecherrufe beachten; an einem Seiteneingang Sprechfunkanlange für Paddler. Sportboote fahren nach der Großschifffahrt als letzte in die Schleusenkammer.
    Unterhalb der Schleuse beginnt die Tide, Auslaufen nur mit bzw. nach dem Flut-Höchststand.
    “Unterhalb der Schleuse Geesthacht ist die Tide schon recht kräftig, Gegenanpaddeln ist bereits Arbeit, also Tidenkalender einsehen.” (Horst J., 2003)
    “Wenn viel Wasser im Fluß ist und das Wasser flußabwärts fließt, dann wird meist noch einige Zeit ablaufendes Wasser sein. Wenn viel Wasser im Fluß ist und es noch aufwärts fließt, dann wird wohl bald die Tide kippen und das Wasser bald in die andere Richtung fließen … Ungefähr alle 12 1/2 Stunden (ja, dieser Daumenwert reicht durchaus) passiert dasselbe wieder.” Tobi (21.2.2006)
  • km 584,0 – km 585,0 – Wasserskistrecke auf der rechten Stromseite.
  • km 585,9 – █ Wehr Geesthacht
    Achtung! 900 m Abstand halten (Todesfälle)!
    ۩ Fischpass des Wehres (1998), der ehemals häufigen Wanderfischen (Lachsen, Neunaugen, Quappen) den Weg zu den Laichgebieten stromaufwärts öffnet; ein zweiter, auch für Störe tauglicher Pass ist an der gegenüberliegenden Seite geplant, wo sich aufstiegswillige Fische stauen und gut zu sehen sind.
  • km 586,2 – km 587,5 – Wasserskistrecke.
  • km 588,6 – ▲C “Camping Land an der Elbe” Stove. Kleiner Naturcampingplatz mit modernem Sanitärgebäude am linken Ufer, Elberadweg führt vorbei. Stellplätze sind frei wählbar. Auch im Campingführer “Cool Camping Deutschland” beschrieben. Kleiner Kiosk mit Brötchenservice und am Wochenende mit leckeren Torten. (nach Radreise-Wiki 2012)
  • km 588,7 – ╠ Schleusenkanal Geesthacht
    Achtung Sandbänke, rechts halten! Die Geesthänge am rechten Ufer verebben nun.
  • km 598,0 – ↔ Fähre Zollenspieker – Hopte
    > “Fährhaus”, Übernachten möglich (040-79313330)
    < Restaurant “Grube’s Fischerhütte”
  • km 600,0 – km 603,0 – Wasserskistrecke.
  • km 604,9 – ╣ Seeve
    “Am schönsten finde ich immer noch den Zeltplatz am Ashauser Mühlengraben, wir nennen den immer einfach “Assi”. … Du musst dann bei ~km 605 backbords in die Seeve einbiegen, an der 1. Gabelung im Fluss links, dann nach 200 m ist der Steg an der rechten Seite. Brennholz und Grillrost genügend vorhanden. Alternativ wäre der Zeltplatz in Over, km 605.4, kurz vor der Hochspannungsleitung.” FaH (2008)
  • km 607,8 – “Hochspannungsleitung, hier einordnen für die Flussteilung bei km 609.” (Beschreibung des “Blauen Bandes”)
    Bullenhausen mit Biergarten “Strandhalle”, Anlegen möglich.
  • km 609,0 – “[bei] km 609 Bunthäuserspitze teilt sich die Elbe, dort mußt Du entscheiden, ob Du den Hamburger Hafen umgehen oder durch die Norderelbe zur Alster paddeln willst. An der Alster gibt es viele Kanuvereine, einige bieten auch Zeltmöglichkeiten, z.B. ACC, der Alstercanuclub.” (Horst J. 2003)
    “Hamburg umpaddeln ist m.W. nicht sinnvoll möglich. Wenn Du aber das üble Kabbelwasser und den Verkehr weitgehend umfahren willst, dann ist wohl die Route Süderelbe – Köhlbrand angesagt. Da kommst Du bei Waltershof raus und hast das Gröbste hinter Dir – allerdings nicht die Landungsbrücken usw. gehabt. Es ist dann nicht mehr ganz so arg. Zudem gute Übernachtungsmöglichkeit beim Harburger KC auf der ‘Pionierinsel'”. (Horst J. 2005)
    “Wenn es … sein muss, würde ich unbedingt den Weg über die Süderelbe nehmen. Auf keinen Fall im Bereich der Landungsbrücken paddeln (ich würde es auch nicht dahinter tun: zu viele vertäute Barkassen; starker Strom – wenn es dich da schmeißt, hast Du ein echtes Problem).” (Markus Klotmann 2003)
    Auf der Norderelbe ist bis km 619 (Elbbrücken) kaum Anlegen möglich.
  • km 612,0 – )( Harburger Elbbrücken auf der Süderelbe, davor Bootshäuser
    “Bei den Harburger Kanuten alles Weitere abklären (Achtung, in Geesthacht Tidenkalender kaufen und danach die zeitliche Planung richten, sonst Schlamm in Harburg.) In Harburg ist es sehr laut, Bahn/Autobahn, Ohrstöpsel, aber gute Tipps und nette Leute & guter S-Bahn-Anschluss.” (Rainer Brockmann 2003)
    “Willst Du durch die Süderelbe den Hafen umgehen, bieten bei km 614,4 li. auf der Pionierinsel gleich zwei Kanuvereine Zeltmöglichkeit und re. km 615 auch der WSV Süderelbe – beides nicht günstig für ÖPNV.” (Horst J. 2003)
    In Harburg sind auch 3 Kanuvereine beieinander, keiner ist als Übernachtungsstelle zu empfehlen, da sie alle drei neben vielbefahrenen Auto/(Güter)zug/S-bahn liegen. Oropax hilft da auch nicht, der Lärm kommt durch den Boden durch.” (FaH 2007)
  • km 618,1 (Norderelbe) rechts: am früheren Zollhafen Entenwerder in HH-Rothenburgsort liegt eine frei nutzbare Schrägrampe (anlegen bei jeder Tide möglich). Man landet unmittelbar vor den großen Hafenanlagen an. Den Entenwerder Stieg bis zur Straße “Ausschläger Elbdeich” vor und diese nach links. Sie wird dann zum “Billhorner Deich” und führt geradewegs zum S-Bahnhof Rothenburgsort (Strecke 1100 m). Kleine Gaststätte “Entenwerder Fährhaus” nahebei. Achtung, Hundeauslaufzone! – Das Bootshaus der Niederdeutschen Wanderpaddler liegt genau gegenüber.
  • km 625,6 – Zusammenfluß von Norder- und Süderelbe (“Köhlbrand”) bei HH-Altona
    “Achtung bei der Ausfahrt aus dem (Einfahrt in den) Köhlbrand. Da queren Seeschiffe, Schlepper und Lotsenversatzboote (geile Surf-Wellen), ziemlich flotte Hafenfähren, Barkassen, Touri-Dampfer und Katamaran-Schnellfähren (wobei die hier auch nicht schneller sind als die Hafenfähren).” (Markus Klotmann 2003)
  • km 635,1 – “Nach dem Zusammenfluß von Norder- und Süderelbe/Köhlbrand km 625,3 Elbstrom bietet re. km 635,1 das Bootshaus ‘Ring der Einzelpaddler/Faltbootgilde’ nochmals verkehrsgünstige Zeltmöglichkeit für Hamburg.” (Horst J. 2003), Andere sagen: “Nicht beim Ring der Einzelpaddler zelten, km 635,1; Anrainer sehen das nicht gern. Aber beim ATSV, km 636.8, alles vorhanden, BUS/S-Bahn nach HH. Lühesand (Paddlerinsel mit Gasthaus und kleinem Campingplatz).” (Rainer Brockmann 2003)
  • ca. km 636: > ▲C Elbecamp am Falkensteiner Ufer, 22587 HH-Blankenese, am Elberadweg gelegen. Kein klassischer Campingplatz, eher etwas alternativ und ökig, sehr angenehm und unkompliziert! Bunter Gästedurchschnitt: einige WoMos, schicke Wochenendhamburger, Radtouristen, Dauercamper, Jugendgruppen (im eigenen Bereich). Kleines Bistro mit Biergarten, Leihgrills, Spielplatz (am größten Sandkasten Hamburgs), WC neu und sauber, Duschen werden gerade gerichtet, zusätzlich moderner Duschwagen. Einkaufsmöglichkeiten ca. 2,5 km, Bus ca. 1,5 km, Fähre nach St.Pauli ca. 7 km (immer an den traumhaften Elbvillen entlang). N53°33.8480′ E9°46.0131′ (Zitat nach dem Radreisewiki)
  • km 641,3 – > “Willkommhöft” Schulau/Wedel mit (teurem) Touristen-Restaurant
    Jork
  • km 642,8 – km 657,8 – > Bieshorster Sand und Haseldorfer Binnenelbe mit den Süßwasserwatten
    Anlegen verboten (NSG), Ausnahmen: Trittsteine km 650,0 und km 655,0 sowie 15.5.-30.9. bei km 656,0
  • km 658,4 – km 662,9 – > Insel Pagensand, Seevogelschutzgebiet
    Anlegen verboten, Ausnahmen: 2 Trittsteine in der Pagensander Nebenelbe und drei am Hauptfahrwasser
    Stade
  • km 665,0 – Elmshorn
    > ⌂ Elmshorner Wanderpaddler, Schulstr. 6, 25377 Kollmar, 04128-620 oder 04121-95808 (Lutz Vahlenkamp)
  • km 669,0 – 676,0 – > Insel Rhinplate, hier und am Elbufer südlich von Glückstadt ist das Anlegen verboten, Ausnahme: Trittstein km 676,0 (gekennzeichnet)
    < bei km 674 ▲C Krautsand, Elbinsel Krautsand 58, 21706 Drochtersen, Tel. 04143-1494, behindertengerecht, aber vorrangig auf Motorisierte eingerichtet. “Man kann gut mit der Tide planen, z.b. Richtung Hamburg oder Cuxhaven mit der Tide paddeln, und mit der Gegentide wieder zurück paddeln. Zum Fahrradfahren der Campingplatz ist am Elberadweg.” Zitat seedet im DKV-Forum 2013
  • km 675,0 – > Hafen Glückstadt
    Jugendherberge, Am Rethövel 14-15, 25348 Glückstadt, 04124-604455, Jh-Ausweis nötig, Bhf. 800 m, Züge nach Sylt und Hamburg (Linie 130)
  • km 679,3 – ╠ Stör
  • km 683,0 – > Brokdorf mit hohem Leuchtturm. Das weithin sichtbare Kernkraftwerk (1.326 MW) zieht sein Wasser aus der Elbe. Die Baustelle des Kraftwerkes, 1976 Schauplatz erbitterter Kämpfe zwischen Kernkraftgegnern und der Polizei, wurde zum Symbol der Anti-Atomkraft-Bewegung.
  • km 707,0 – ╣ Oste
  • km 727,7 – < Cuxhaven-Kugelbake
  • Seegrenze des Elbtrichters, ab hier “beginnt” die Nordsee
  • km 747,0 – Insel Neuwerk im Wattenmeer

Außenelbe

“Außenelbe” wird die Fortsetzung des Mündungstrichters durchs Wattenmeer genannt. Auf der 20 Kilometer ins Meer hinausragenden Wattfläche zwischen der Außenelbe und der westlich benachbarten Außenweser liegen die zu Hamburg gehörenden Inseln Neuwerk und Scharhörn.

Legende 

  • )( – Wegebrücke; )( – Straßenbrücke; )|( – Autobahnbrücke
  • ][ – Eisenbahnbrücke; ][ – Eisenbahnbrücke (stillgelegt)
  •  – Fähre;  – Seilfähre
  • ▲- Biwak; ▲C – Zeltplatz; ⌂ – Bootshaus; ۩ – Sehenswürdigkeit
  • ╣ – Einmündung von links; ╠ – Einmündung von rechts; ╩ – Mündung in
  • [ ]– Schleuse; [^] – Bootsrutsche; █ – Wehr; ▄ – Sohlschwelle; × – unfahrbar/gesperrt; ≈ – fahrbar
  • ◄► – Teilung; ►◄ – Zusammenfluss
  • < – links; > – rechts; = – geradeaus
  • <┐ – Umtragen, links aussetzen; ┌> – Umtragen, rechts aussetzen; ╔> – Umtragen, links einsetzen; <╗ -Umtragen, rechts einsetzen
  • ↑- abbauen und aussetzen; ↓ – aufbauen und einsetzen; ↕ – auf-/abbauen und ein-/aussetzen
  • ( … ) – Symbole in Klammern = eventuell, z. B.: (≈) eventuell fahrbar, (▲) eventuell Biwakmöglichkeit
          – Nicht mehr vorhandene Gegebenheiten sind ohne Symbole als durchgestrichener Text dargestellt, solange man gewohnheitsmäßig noch damit rechnen würde,
    z. B: FähreWehrC-Platz. Bei weiterer Überarbeitung werden diese Einträge entfernt.
  • km 123,4 – In den Abschnitten der Naturschutzgebiete sind die km-Angaben grün hinterlegt, ggf. Einschränkungen beachten.
  • km 123,4 – Bei Stadtdurchfahrten sind die km-Angaben rot hinterlegt, es ist mit Ufermauern (Anlanden schwierig bis unmöglich), Schiffsverkehr und schwieriger Wellenbildung zu rechnen, ggf. Einschränkungen beachten.
  • km 123,4 – km 123,4 – gesperrte Abschnitte tragen in Schutzgebieten und Städten zusätzlich rote km-Angaben.
  • Ortsnamen sind fett geschrieben; bei ausländischen Gewässern folgen dahinter die deutschen Namen, falls vorhanden, kursiv in Klammern, z. B.: Wrocław (Breslau) an der Odra (Oder)

 

Quellen 

Um den Artikel nicht noch weiter zu verlängern, wurden die Quellenangaben in die Diskussionsseite verschoben.